Rückblick 6. FMT -SE-

Liebe Sportfreunde,

unser zehnter Fishermanstrail und unser für dieses kleine Jubiläum aufgelegter Fishermans Moonshine Trail liegen nun bereits wieder eine Woche hinter uns – höchste Eisenbahn für ein Dankeschön für Eure Teilnahme und die gemeinsame Zeit am Plauer See. Es war sehr schön, etliche „Wiederholungstäter“ begrüßen zu können, ebenso wie Sportfreunde, die die Fahrt nach Alt Schwerin zum ersten, doch vermutlich nicht zum letzten Mal gemacht haben. Roberto Wolfer absolvierte seinen bereits neunten Fishermanstrail – wenn nicht ein Geschäftstermin in 2016 dazwischen gekommen wäre, hätte er jetzt tasächlich die komplette FMT-Medaillen-Sammlung an der Wand hängen. Doch auch Jens Hunhold und Bodo Matthes gehören mit ihren sieben bzw. sechs Teilnahmen zu den Läufern, für die die Umrundung des Plauer Sees nicht einfach ein Haken in ihrer Lauf-Sammlung ist.

Apropos Haken – alle Sportfreunde erreichten wieder unbeschadet das Ziel in Wendorf/ Alt-Schwerin und verdienten sich ihre farbenprächtige Finisher-Medaille mit Dreifach-Haken, bzw. Drilling, wie der erfahrene Fisherman sagt.

Mit Edel-Fischen wurden wieder unsere schnellsten Sportfreunde ausgezeichnet: Bei den Damen Katrin Grieger für den ersten Platz in einer Zeit von 5:19:31, gefolgt von Petra Berkath mit 5:51:00 und Vivien Rummler mit 6:55:34.

Bei den Herren ging der Sieg an Sören Michel von der LG DUV mit einer Zeit von 4:56:00. Ihm folgten auf Platz 2 Bernd Lehmann mit 5:04:11 und auf Platz 3 Michael Vanicek mit 5:09:23.

Besondere Erwähnung sollte sicher noch Sörens einzigartige Besohlung (von Beschuhung kann nicht wirklich die Rede sein;-)) finden. Vertreter dieser Träger-Zunft sollen nach sich hartnäckig haltenden Gerüchten mit diesem Schuhwerk trockenem Fusses ganze Seen im Nahen Osten überquert haben. Sören hingegen trugen diese Treter in genannter Bestzeit die 57 Kilometer um den Plauer See. Das Buch, in dem diese Leistung für die Nachwelt dokumentiert wird, muss nur noch geschrieben werden:-)

Doch das ist noch nicht die einzige Pioniertat, die von unserem Wochenende festzuhalten ist! Wir haben jetzt den ersten Sportfreund, der den Plauer See gleich zweimal nacheinander im Lauf umrundet hat – 108 Kilometer in 14:08:39! Jörn Seelig von der LG Mauerweg Berlin e.V. gelang dieses Novum.

Mit einigen weiteren Fans der Vollmond-Nachtstimmung am Plauer See startete Jörn um 22:00 Uhr beim Fishermans Moonshine Trail und stand nur kurze Zeit nach dem Zieleinlauf mit seiner Dunja am Start des klassischen Sommer-FMT. An Dunja auf diesem Wege noch ein Extra-Dankeschön für das Coaching und die Motivation von Jörn auf der dann wirklich nicht mehr ganz so einfachen zweiten Runde.

Auch beim Fishermans Moonshine Trail waren alle Gewinner! Das Wetter spielte bestens mit und bescherte uns neben einem perfekten Vollmond angenehme Temperaturen. Der moderate Wind kühlte nicht nur angenehm, sondern sorgte auf dem Wasser für leichte Wellen, die den Mondschein reflektierten und wunderschöne Bilder boten! Zwischen Lenz und Stuer gewannen wir auch ein ~90 Sekunden lang ausgetragenes Wettrennen gegen eine grössere Rotte Wildschweine. Diese waren so überrascht und verpeilt, dass sie eine ganze Weile vor und neben uns auf der Wasser-Seite liefen, bis sie sich dann doch mal sortiert hatten und ins Unterholz abdüsten. Stirnlampenlicht und lautes Klatschen in die Hände haben gereicht, um sie auf Abstand zu halten:-)  Nachdem wir Stock und Stein ab Plau hinter uns gelassen hatten, konnten wir die Stirnlampen ausmachen und hatten eine bombastische Sicht über ca. 500 Meter in die Mecklenburger Nacht.

Antje Knobloch als wiederholte Gewinnerin und Platzierte unserer FMTs gewann bei den Damen und einem nicht ganz so starken Feld an Mitbewerberinnen in 5:08:27. Bei den Herren schaffte es Sportfreund Schilder mit Ach und Krach in der gleichen Zeit ins Ziel. Platz 2 ging an Birger Bösel mit 5:45:00 und Platz 3 an Niels Kuschke mit 5:47:23. Wärmende Decken und heisser Tee, bereitgestellt von Doris Ludwig von der Fischerei, ließen uns die Zeit bis zum Finish aller Sportfreunde gut aushalten. Bei einem erfrischenden alkoholfreien Hefeweizen unterhielten wir uns dann über die soeben gemeinsam gemeisterte Nacht-Runde um den See und alle schwärmten über die Perfektion dieser Vollmondnacht. Nach der Siegerehrung war es dann auch höchste Zeit für eine Dusche und eine Stunde Ruhe, bevor es mit dem Tagesprogramm des FMT weiterging.

Der Moonshine Trail wird bis auf Weiteres Ausnahmecharakter haben, d.h. keinen festen Platz neben bzw. vor dem FMT bekommen. Sollte sich in den nächsten Jahren unser Orga-Team auf wundersame Weise vergrößern, kann das in diesem sicher erneut bewertet und entschieden werden. Runde Jubiläen unseres FMT wollen wir in jedem Fall auch in Zukunft ordentlich feiern.

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer und Sponsoren des Laufes:

  • Balzer Angelsportgeräte für die FMT-Multifunktions-Medaillen
  • Intersport Meier aus Jena
  • Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
  • Müritz-Sparkasse für die Unterstützung im Marketing
  • Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des VP2
  • Fischer Uwe für die Betreuung der VPs 1 und 3
  • Fischer Andreas für die Markierung der erneut geänderten Strecke und die Betreuung des VP4
  • Doris Ludwig und ihrer Tochter Christina für die Orga des Zieleinlaufes
  • Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Küche und Restaurant, die das Lauf-Wochenende auch gastronomisch immer wieder zu einem Highlight machten

Euch allen viel Spass und Erfolg auf den nun anstehenden Herbst-Trails!

Keep on running!

Hans-Werner und Holger

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zum zehnten Mal: Fishermanstrail in Alt Schwerin

Liebe Sportfreunde,

am kommenden Wochenende treffen wir uns zum zehnten Mal am Plauer See – nun zu unserer Sommer-Edition des 6. Fishermanstrail.

Wie einige von Euch wissen, war die Terminfindung ein Kompromiss: Nicht zu nah am Müritz-Lauf dran und in unserem Urlaub vor Ort drin – und natürlich musste es noch kalendarischer Sommer mit Aussicht auf Vollmond sein…

Die Wetter-Statistik der bisherigen Läufe und auch der Ausblick der Wetterfrösche sollten uns optimistisch stimmen und uns schönes Lauf-Wetter bei nicht allzu heißen Temperaturen bringen.

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Letzte Woche informierte mich Christopher Buß, ein Sportfreund aus Mecklenburg, der jetzt mit uns seinen ersten Ultra auf heimischem Terrain laufen will, dass der von uns im Winter so liebevoll und vorsichtig belaufene Knüppeldamm auf dem Samoter Trail durch umgestürzte Bäume in die modrigen Jagdgründe geschickt wurde. Christopher sondierte dankenswerterweise gleich eine Alternative für den Streckenabschnitt, so dass uns am Wochenende keine weiteren Überraschungen einholen sollten. Weniger überraschend, mehr zwangsläufig, ist damit ein moderates Wachstum der Strecke auf 56,9 Kilometer verbunden. Hier die Zeugnisse seiner Scout-Tour um den Samoter See:

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Die Trailmap liegen im Download-Bereich und den neuen Track gibt es nun beim DUV.

Alle Sportfreunde, die mit mir am vergangenen Sonnabend auf dem 3. Südthüringentrail unterwegs gewesen sind, haben diesen Tag in schönster Thüringer Landschaft bei perfekter Lauf-Orga und mit sehr engagierten Betreuer-Teams an den VPs hoffentlich auch in bester Erinnerung behalten. Es gab tatsächlich auch Tee – nach für mich schmerzlichen Erfahrungen mit der nicht trinkbaren „Monokultur“ aus Wasser, Cola, Red Bull und Iso kürzlich in den Alpen gar nicht hoch genug zu schätzen  – und Bier (auf Nachfrage;-)). Hier der Gewinner auf der Heldentrail-Strecke, Frank Rothe, der mit 5:51:00 ins Ziel kam, als ich im Begriff war, auf meine zweite Runde zu gehen.

Das Medaillen-Basteln dann am Sonntag ging recht schnell von der Hand. Es wird einmalig bunte Medaillen geben, die das Zeug zu Sammlerstücken haben – dank der überschaubaren Teilnehmerschaft haben wir Lagerbestaende der bis 2017 produzierten 45-Gramm-Blinker von Balzer nutzen koennen. Ein magisches Farbspiel wird Euch im Ziel erwarten.

Bis Freitag beim Fischer!

Holger

 

FMTler auf Reisen: LUT

Nachdem Christian Obst vor längerer Zeit mein KoBoLT-Finish „episch“ fand, habe ich diese Bezeichnung gedanklich für mich übernommen, wenn es um längere Trails geht. Der Lavaredo Ultratrail, kurz LUT, gehört seit vergangenem Wochenende dazu. Roberto Wolfer und ich hatten mit unserer frühen Anmeldung im vergangenem Jahr Glück und bekamen zwei von den maximal 1900 Startplätzen. Am Donnerstagmorgen starteten wir nach Cortina d’Ampezzo, so dass wir bereits am frühen Nachmittag ankamen und nach Equipment-Check und Empfang der Startunterlagen noch reichlich Zeit für die Ausstellung im alten Olympiastadion hatten. Großartig Lust auf einen Spaziergang durch die Stadt kam bei den 38 Grad nicht auf, doch hatten wir ja auch noch den gesamten Freitag dafür Gelegenheit – der LUT startet erst 23:00 Uhr.

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So machten wir uns also erst einmal auf zu unserem Quartier, was sich auf 2000m befand, wo angenehm „kühle“ 29 Grad herrschten.

Am Freitag ging es dann nach dem Frühstück mit toller Dolomiten-Kulisse wieder runter nach Cortina. Dort fand gerade der Kinder-Lauf statt – alle Kinder strahlten mit ihrer (für alle vergebenen) Startnummer 1 und ließen sich die 39 Grad Außentemperatur nicht wirklich anmerken. Kleine Helden!

Uns jedoch wurde mit dem Ausblick auf die angekündigten anhaltend hohen Temperaturen für das Wochenende leicht mulmig. Doch Kuschen war keine Option, auch wenn es locker 20 Grad über der idealen Lauf-Temperatur waren.

Zwei Stunden später flüchteten wir wieder in die etwas kühleren Berge – Mittagessen, Packen und ein gepflegtes Schläfchen waren die nächsten Programmpunkte, bevor es zur Abgabe der Drop-Bags und zur Pasta-Party ins Olympiastadion ging. Auch danach blieb bis zum Start noch reichlich Zeit.

In einer Nebenstraße fanden wir ein paar Bänke mit hinreichendem Komfort für horizontale Ruhe und Meditation. Gegen 22:15 dann mit viel Respekt vor den vor uns liegenden Stunden und Kilometern ab auf den Marktplatz. Als kurz vor 23:00 Uhr die Vorstart-Linie geöffnet wurde, wurden Roberto und ich regelrecht auseinandergerissen. Läufer an Läufer gepresst, drückte sich das Feld nach vorn – bloß nicht irgendwo mit den Füßen hängenbleiben und mit irgendwelchen Stock-Spitzen Bekanntschaft schließen! Wir hatten unsere Falt-Stöcke noch verstaut und das war auch gut so.

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23:00 tobten dann 1816 Verrückte aus aller Welt los, auf den ersten Kilometern noch angefeuert von ihren Familien und Fans. Die Temperaturen waren deutlich erträglicher geworden und die ersten beiden Anstiege auf 1800 und 2100m versprachen weitere Kühlung. Tatsächlich war diese Nacht im Gebirge auf 2000-2500m ein Novum für uns. Wir kamen ohne die – zumindest für die Nacht übliche – zweite Wärmeschicht aus Ärmlingen, Windjacke und Handschuhen aus.

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Die sonst bitterkalte Zeit zum Sonnenaufgang war ein Genuss. Die am Lago di Misurina aufsteigende Frische tat ihr Übriges – einige Sportfreunde nutzten den Moment und legten auf den Bänken um den See eine Pause ein. Ich riss mich am Riemen und zog weiter, wollte Strecke machen, solange die Temperatur noch so erträglich war.

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Nach der Rifugio Lavaredo dann in der herrlichsten Morgensonne um die Drei Zinnen herum und ca. 1200 Höhenmeter wieder nach unten bis zum Drop-Bag-Point Kilometer 66 am Passo Cimbanche. Ohne Druck der Cut-Off-Zeit Gelegenheit für ein kurzes Nickerchen. 45 Minuten später ging es weiter, vom Lago Blanco hoch auf 2020m zum Forcella de Lerosa. Auf halber Strecke kam mir Lai Man entgegen, was nur einen Grund haben konnte: Sie wollte das Handtuch werfen und zurück zum VP. „No no no, you cannot resign after your journey around half the world and 50 kilometers left!!!“ Sie machte einen sehr unglücklichen Eindruck und klagte über ihren rebellierenden Magen-Darm-Trakt, mit dem sie schon eine Weile kämpfte. Auch wenn ich ihr Leiden sehr gut nachvollziehen konnte, stellte ich mir vor, wie bescheiden sie sich fühlen würde, wenn sie nach all der Vorbereitung und dem Reise-Aufwand mit ihrem DNF wieder in Hong-Kong ankommen würde. Also galt es, ihr Mut zuzusprechen, Salz-Kapsel und Magnesium-Kalium-Pellets zu verabreichen und auf den nächsten Kilometern etwas Beistand zu leisten. Ein durch und durch europäisch wirkender Sportfreund drehte sich zu uns um und bot in perfektem Chinesisch seine Hilfe an. Ich schaute auf seine Startnummer und sah, dass er aus Macau kam – was für ein internationales Starterfeld auf diesem LUT!

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Hinter dem Forcella de Lerosa gab es nun endlich auch ein paar ebene und schattige Abschnitte, so dass Lai Man meinem Rat folgend ausscherte und sich für 10-15 Minuten zum Reboot hinlegte. Die Rechnung ging auf – wir sahen uns an einem der folgenden VPs wieder, verloren uns dann aber doch aus den Augen. Ich freute mich sehr, sie später tatsächlich auf der Finisher-Liste wiederzufinden – im Hinblick auf den Trail del Cinghiale und die vom Hang gerettete Sportlerin (aus Cortina:-)) diesmal also gut investierte Zeit ohne Cut-Off-Nackenschmerzen!

Auch ein italienisches Pärchen konnte mich nicht wirklich aus der Fassung bringen: Sie laustark schnatternd ohne Punkt und Komma vorneweg und er mit kurzen trockenen Empfangsbestätigungen hinter ihr her. Alles und jeden abblockend, was/wer hinter ihnen mit der Hufe scharrte und vorbei wollte. Nicht auszudenken, wie schnell wir vorangekommen wären, wenn die Frau ihre Energie weniger in ihren italienisch naturgegebenen Redefluss als in ihre Vorwärtsbewegung investiert hätte. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich die Chance, ohne Gefahr für Leib und Leben an den beiden vorbeizuziehen.

Hitze ohne Ende: Bei jeder Gelegenheit tauchte ich die Unterarme ins Wasser und setzte mir einen klatschnassen Schlauchschal auf den Kopf – 15 Minuten später war er schon wieder trocken, doch leider noch kein neues Wasser in Sicht. Dann half nur eine Hand voll Wasser aus der Softflask über den Kopf.

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Die Laufstrecke im Flussbett des Travenanzes war mit den vielen Querungen angenehm erfrischend. Zwar verhinderte das Schotterbett ein zügiges Laufen, doch war es einfach toll, sich dauernd im Wasser abkühlen zu können. Die Vernunft sagte, dass das Wasser nicht tiefer als bis zum Knie, doch möglichst deutlich über die Knöchel gehen sollte. Letzteres war faktisch schon durch die Natur gesetzt und es war lustig zu erleben, wie anfänglich einige Sportfreunde vergeblich versuchten, trockenen Fußes rüberzukommen, indem sie große Steine ins Wasser bugsierten, um anschließend festzustellen, dass das Wasser trotzdem in die Schuhe lief. Andere Sportfreunde zogen vor bzw. nach den ersten Flussquerungen noch ihre Schuhe und Socken aus, um sie entweder trocken ans andere Ufer zu bringen bzw. sie danach wieder trocken zu bekommen. Nun ja, sie sollten bald gemerkt haben, dass diese Praktik nur Zeit kostet und in Anbetracht der noch vor ihnen liegenden weiteren Flussquerungen nichts bringen würde. Ich bin gleich unter Einsatz der Stöcke durch das Wasser „gemetert“, habe die Erfrischung genossen und etliche unschlüssig herumstehende Sportfreunde motiviert, es kurzerhand auch so zu wagen.

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Roberto schaffte die 121 Kilometer in extrem starken 23:07:09. Er empfing mich im dann schon deutlich ruhigeren Cortina d’Ampezzo nach 27:24:32 im Ziel.

Unser Fazit: Der LUT ist mit seinen 121 Kilometern ein Hammer-Lauf, den man nur einmal und nicht wieder macht. Es gibt vermutlich keine andere Option, zeitlich so kondensiert die Südtiroler Schönheiten aus allen denkbaren Perspektiven zu erleben wie bei diesem LUT. Doch der Trail hat es in sich! Stein und Geröll ohne Ende – bei einem meiner nahezu neuen Hokas riss ein Teil der Sohle ab.

Für all das Plagen und Genießen gab es für die Finisher der beiden langen Strecken eine Hardshell-Regenjacke von La Sportiva. Die Sportler auf der 48er Strecke erhielten eine sehr funktionale und sehenswerte Weste gleichfalls von La Sportiva.
Das Epische der Strecke lässt sich ganz gut mit diesem 43-Minuten-Clip eines polnischen Sportfreundes nachvollziehen.

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Stay on running und Euch und Euren Familien einen schönen Sommer!

Holger

Halbzeit

Liebe Sportfreunde,

in der Halbzeit zwischen unserer Winter- und Sommer-Edition nun wieder ein paar Zeilen.

Ich hoffe, Ihr seid alle gesund und mit viel Spass und Kondition auf den schönen Trails dieser Welt unterwegs! Zum Bleiloch-Ultra und zum Rennsteiglauf gab es ja bereits ein Wiedersehen mit einigen von Euch.

Und wenn nicht gerade Bleiloch-Ultra und Harzquerung auf den gleichen Tag gelegt worden wären, hätten sich sicher weitere Treffen ergeben. Schade, dass damit keine Teilnahme am HQ-Jubiläums-Lauf möglich war, doch toll, dass es die 40. Harzquerung nun überhaupt gegeben hat, nachdem die Wernigeröder Stadtverwaltung völlig ignorant mit den Organisatoren der HQ umgesprungen ist. Als grosser Fan der HQ mein Dankeschön an alle Sportfreunde der HQ-Orga, die die Flinte trotzdem nicht ins Korn geworfen und den Lauf mit viel Energie und Herzblut für uns alle gerettet haben!

In Eisenach gab es zur Kloß-Party und dann auch am Start reichlich Hallo mit FMT-Wiederholungstätern, wie den Sportfreunden von der LG Mauerweg Berlin.

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Auch unsere Jenenser Truppe war wieder mit am Start. Einzig Martin fehlt leider auf dem Bild, der für die 42km von Neuhaus gemeldet hatte.

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Unsere beiden Sieger-Damen der letzten FMT Winter-Edition, Marita Wahl und Antje Knobloch, schickten mir voller Stolz noch ein Bild von ihrem Run & Bike Neuzelle Wettkampf über 100 Kilometer. Mit sehr beachtenswerten  08:11 Stunden belegten sie vor einer Woche als Mannschaft „Fisherwomen“ den ersten Platz in der Wertung der Damen.

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Meine Gratulation auch noch einmal auf diesem Wege – und auch ein Dankeschön vom Fisherman für diesen gelungenen Mannschaftsnamen!

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Mit der Planung unseres kleinen Jubiläumslaufes – des zehnten FMTs – liegen wir gut im Rennen. Passend zu dieser runden Zahl überlegen Hans-Werner und ich, ob und wie wir für die Fischer-Fete nach dem Lauf mit einem Wildschwein am Spieß kulinarisch noch eine weitere Note setzen sollten. Aus Sicht von Hans-Werner bietet der September dafür recht gute Rahmenbedingungen. Lassen wir uns überraschen, was unser jagender Fischer mit seinen Mitarbeitern für unsere Gaumen zelebrieren wird.

Euch eine gute Zeit und bis bald in Alt Schwerin,

Holger

Rückblick 6. FMT -WE-

Liebe Freunde des Fishermanstrail,

ich hoffe, Ihr seid nach unserem FMT-Wochenende in bester Läufer-Stimmung und voller schöner Eindrücke in die neue Woche gestartet, die wir bei frühlingshaftem Wetter nun auch gleich wieder geschafft haben.

Für Eure Teilnahme und die vielen positiven Rückkopplungen zum Lauf und zur neuen Laufstrecke möchte ich mich auch im Namen von Hans-Werner ganz herzlich bei Euch bedanken.

Nicht ganz ohne Grund lauerten auf Euch im Ziel nicht nur Finisher-Medaille und –Tasse, sondern auch die Abfrage Eurer Vorliebe zur Streckenführung resp. –länge. Gibt es ein verlässlicheres Meinungsbild, als unmittelbar am Schluss aller Strapazen!? Ihr habt Euch per Steinwurf in das genehme Töpfchen entschieden! Mit über 90% hat sich die absolute Mehrheit für die neuen 56 Kilometer entschieden:

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Was gibt uns der neue Weg nach Karow nicht nur an schönem Panorama, sondern auch an Schatten speziell zu unserer Sommer-Edition. Hier unser Gewinner der Winter-Edition, Daniel Schröder vom SC Trebbin, kurz vor dem VP4.

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Eine Mehrheitsentscheidung, mit der wir uns in der weiteren Orga wohlfühlen und die bitte von den Sportfreunden mit der Vorliebe für die bisherige Strecke auch nicht ausgrenzend verstanden sein soll. Mir ist ein langjähriger FMT-Wiederholungstäter gegenwärtig, der während seiner philsosophisch-sportlichen Kurzbetrachtung zur Streckenführung lachend seinen Stein in das 51-km-Töpfchen warf – und sicher weiterhin seiner FMT-Wiederholungstäterschaft fröhnen wird:-)  Nun gut, auch für 51km-Fans gibt es eine Option, die Hans-Werner und ich in den nächsten Wochen noch planerisch in trockene Tücher bringen müssen…

Eine neues Strecke mit damit initialen, doch definitiv phänomänalen Zeiten: Daniel schaffte die 56 Kilometer in 03:57:00 – klar, dass man sich mit einer so einer klasse Zeit im Ziel erst einmal auf den Stufen des Restaurants ausruhen kann:-)

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Frederic Werner, Organisator des Schweriner Seen-Trails und vom TriSport Schwerin e.V., folgte auf Platz 2 mit 04:10:27 und Stefan Kühlberg mit 04:28:05 auf Platz 3.

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Die Damen überzeugten auf Platz 1 und 2 mit einer grandiosen Team-Leistung: Antje Knobloch erreichte Hand in Hand mit Marita Wahl, beide vom Rennsteiglaufverein, in 05:05:30 das Ziel, gefolgt von der Gewinnerin unseres letzten Sommer-FMT, Sandra Otto vom TSG Markkleeberg, auf Platz 3 in 05:09:00.

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Den Gewinnern, Platzierten und allen Finishern Gratulation zur erfolgreich gelaufenen Seen-Umrundung!

Unseren FMT-Finishern Thomas und Jörg auch eine Extra-Gratulation zum gelungenen Anbaden im Plauer See, der uns am Sonntag nach dem Lauf doch tatsächlich mit einer über Nacht gewachsenen Eisschicht überraschte.

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer und Sponsoren des Laufes:

  • Balzer Angelsportgeräte für die FMT-Multifunktions-Medaillen (FMT-MFM:-))
  • Intersport Meier aus Jena
  • Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
  • Flora-Apotheke aus Jena für die Stärkung der Läufer mit Magnesium-Citrat
  • Müritz-Sparkasse für die Unterstützung im Marketing
  • Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des VP2
  • Fischer Uwe für die Betreuung des VP3
  • Fischer Jochen für die Betreuung des VP4
  • Doris Ludwig und meiner Annette für die Orga des Zieleinlaufes
  • Hans-Werner und Fischer Andreas für die Markierung der neuen Strecke, die Orga vor Ort und das Management am VP1 sowie
  • Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Küche und Restaurant, die das Lauf-Wochenende auch gastronomisch immer wieder zu einem Highlight machten

Nun lassen wir erst einmal die vielen Erinnerungen an das FMT-Wochenende ein paar Tage setzen und stürzen uns dann in Planung und Umsetzung des noch jungen Lauf-Jahres.

Keep on running!

Holger

17°C im Winter – Zeit und Härte zum Anbaden!?

Liebe Sportfreunde,

Eure Vorbereitung auf den Winter-FMT ist inzwischen abgeschlossen und ich hoffe, ihr seid jedem möglichen Infekt erfolgreich davongelaufen. Auch unsere Organisation liegt gut im Rennen: Die Finisher-Shirts und -Tassen sind in Alt Schwerin angekommen, die 80 Startplätze komplett vergeben und die Medaillen in liebevoller Manufaktur-Arbeit gefertigt.

Über die Anmeldungen etlicher FMT-Neulinge habe ich mich ebenso gefreut wie über die vielen „Wiederholungstäter“. Roberto Wolfer wird mit seiner achten Teilnahme erneut an den Start gehen. Auch unsere FMT-Gewinner Antje Knobloch und Uwe Laenger sind wieder mit dabei. Weitere  starke Läuferinnen und Läufer werden es ihnen sicher nicht leicht machen. Es gilt schließlich, auf unserer neuen und noch experimentellen 56km-Runde Geschwindigkeits-„Duftspuren“ zu setzen! Besonders erfreulich sind  auch  die Anmeldungen von Sportfreunden mit etwas weiterer Anreise, wie André Madejczyk aus Schweden und Charley Mann aus Neuseeland – nun gut, Charley kommt momentan logistisch etwas vereinfacht aus Berlin:-)

Hans-Werner und ich werden mit 80 Läufern die Grenzen des Machbaren ausloten. Die Fisch-Fete ist restlos ausgebucht und selbstverständlich wird es auch bei unserer großen Läuferfamilie und den vielen Marketendern am Vorabend in der „Forelle“ heiß hergehen. Die hier so entspannt dreinblickenden Hechte werden dann vermutlich vor Erstaunen ihre Mäuler noch weiter aufreißen:-)

Diese gleichfalls sehr an unseren reizenden Medaillen interessierten Jäger‎ habe ich Ende November letzten Jahres auf einem Zwischenstopp bei Hans-Werner auf dem Weg zur Ostsee abgelichtet. Am nächsten Morgen sollte es zum Angeln auf die Ostsee gehen und der Weg aus Thüringen schon etwas verkürzt sein. Nach Hecht-Foto und einem leckeren Fisch-Essen ging es dann noch auf eine nächtliche Runde um den Plauer See, die neben etlichen umgestürzten Bäumen auch ein geschlossenens Tor an einem Campingplatz auf der Ostseite zu bieten hatte. Ein Spaß, das alles zu überwinden – Erinnerungen an die Zeit als junger (tarn-)grüner Hüpfer auf der NVA-Sturmbahn taten ihr übriges. Auch die spätherbstliche Fauna war durchaus sehenswert: Wildschweine, die wie Kanonenkugeln davonrasten, Rehe, die in aller Seelenruhe durch Plau am See spazierten, Igel ohne Einsicht in die gebotene Winterruhe und selbst Mäuse und eine dicke Unke waren auf der Strecke unterwegs. Den Pendelweg zu Mütze habe ich mir geschenkt und von Quetzin bis Alt Schwerin bin ich auf der bisherigen 51km-Strecke geblieben. Ich wollte den sternenklaren Nachthimmel mit aufgehendem Mond auch bei bester Sicht nach oben genießen. Später schrieb mir Heike Pawzik  im Zusammenhang mit ihrer Anmeldung, dass sie tatsächlich am gleichen Tag ebenfalls eine Trainingsrunde um den Plauer See gedreht hat – leider haben wir uns knapp verpasst. Nun werden wir uns in einer Woche persönlich kennenlernen.

Zur „neuen“ Strecke: Die bisherige Schlüsselstelle des Laufs, der Beginn der Pendelstrecke zu Mütze, bekommt nun Gesellschaft in Form des Kilometers 41,6, an welchem Ihr StVO-konform die B103 zu überqueren und den neuen Weg über Karow und den Samother Trail unter die Füße zu nehmen habt. Carsten Stephan hat uns im Herbst letzten Jahres als Strecken-Scout beim Ausloten des Machbaren in der Minimierung der Asphalt-Kilometer hervorragend unterstützt und unter anderem dieses Bild des abzweigenden Feldweges beigesteuert.

Hans-Werner wird den Punkt der Straßenüberquerung farblich gut markieren, doch wird es keinen Streckenposten geben! Achtet also bitte auf den Tacho-Stand Eurer schlauen Uhren und auf Markierungen am Radweg! Ökologisch korrekt seid Ihr auf der sicheren Seite, wenn Ihr die Trailmap aus dem Download-Bereich auf Euer smartes Phone herunterladet und diesen Link mit dem Track öffnen könnt (und einen Netz-Provider mit D-Netz habt…): http://statistik.d-u-v.org/show_map.php?event=51024

Selbstverständlich solltet Ihr den gleichfalls im Download-Bereich verfügbaren Track auf ein Gerät Eurer Wahl laden, das Euch dann sicher die 56 Kilometer um den See führen wird.

Allen Sportfreunden, welche erst am Sonnabend anreisen werden, empfehle ich, die Streckenbeschreibung in Wort und Bild durchzusehen. Im Ergebnis sollten keine Fragen zur Strecke mehr offen sein. Nun gut, bis auf die eine: Werden die im Winter umgestürzten Bäume noch auf der Strecke liegen? Wir werden es erfahren:-)

Für das Wochenende wünsche ich Euch allen viel Spaß auf Euren Trainingsrunden mit kurzen Lauf-Klamotten im vorgezogenen Frühling!

Bis zum Fisherman beim Fischer in Alt Schwerin,

Holger

Weihnachtsgruss


Liebe Sportfreunde,

die letzte Trail-Runde vor den Feiertagen und die Bescherung sind geschafft – nun wird gefeiert und entspannt.

Hinter uns liegt ein Lauf-Jahr, welches wettertechnisch kaum zu toppen ist und in dem auch unsere zwei FMTs ihren „Platz an der Sonne“ hatten. Der Winter bot uns bei bestem Sonnenschein knackige Minusgrade und im Sommer hatten viele FMTler zwischen Lauf und Fisch-Essen noch ein Bad in der Sonne und im Plauer See genossen.

Bester Sonnenschein und knackige Minusgrade waren auch die Parameter, unter denen unser Weihnachts-Bild auf der FMT-Seite entstanden ist. 2013 hatte ich erstmals von der Brocken-Challenge erfahren, doch keinen Startplatz mehr bekommen. So wollte ich wenigstens zum Brocken hochwandern und die Läufer begrüßen. Bei minus 15-16 Grad gab es viele schöne Momente des Wiedersehens mit Sportfreunden und Motive, die die Natur  bei diesem Wetter bot.

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Etwas wärmer war es im Harz, als ich diesen kleinen Kerl im Herbst dieses Jahres  auf Augenhöhe knipste. Er war aufgrund der kühlen Temperaturen schon etwas ungelenk auf dem Waldweg unterwegs, machte aber mit seiner schönen Maserung zum Glück hinreichend auf sich aufmerksam, so dass ihm kein Trail-Schuh zu nahe kam. Mein erster Feuersalamander in diesen nördlichen Breiten.

Apropos Breitengrade und ihr besonderer Reiz: Wer Ende November noch auf der Jagd nach fünf Punkten ist und keinen Startplatz beim KoBoLT bekommen hat, dem sei der Trail del Cinghiale in Italien ans Herz gelegt. Unter dem Motto „FMTler auf Reisen“ haben Birger Boesel, Antje Knobloch und ich es gewagt und sind mit dem Flieger nach Bologna und von dort mit dem Mietwagen zum Start-Ort Palazzuolo sul Senio gefahren. Wir waren die einzigen Alemannen, kamen aber in Englisch bei Anmeldung und Check der Pflichtausrüstung gut klar. Am nächsten Morgen ging es um 0500 Uhr auf die 92km Strecke. Nach ein paar Kilometern über einen befestigten Weg wurde klar, woher der Lauf seinen Namen hat – die Landschaft zwischen 300 und knapp 1000 Höhenmetern war mit ihrem unendlichen Bestand an Esskastanien und Eichen und einem lehmigen Boden ein Paradies für Wildschweine. Der seit Tagen anhaltende Regen machte den Trail für uns zu einer einmaligen Erfahrung, die man wahrscheinlich sonst nur auf Parcours-Rennen wie Getting Tough etc. sammeln kann. Wir eierten mehr oder weniger bei jedem Schritt wie Pinguine auf dem Eis, nur dass es sich eben um glibberigen Modder, Schlamm – von den Italienern liebevoll Fango genannt – handelte. Gleichgültig wie gewaltig die Stollen an den Trailrunning-Schuhen waren, wir drehten Pirouetten, rutschten ohne Ende und landeten schließlich auch im Matsch.  Auf den ersten Kilometern freute ich mich, dass auf den besonders modderigen Streckenabschnitten so wenig Esskastanien standen. Deren stachelige Fruchtstände mahnten uns bei jedem Schritt, besser in der Vertikalen zu bleiben. Doch es dauerte nicht lange und ich trat auf Esskastanien-Blätter, die ein Modder-Loch verdeckten und mir zum ersten von zwei weiteren Schlammbädern während des Wildschweinlaufs verhalfen. Nach dem zweiten Schlammbad fand sich am nächsten VP zum Glück ein Haus mit gebrochener Dachrinne, unter der ich eine reinigende Dusche nahm – bei Temperaturen um 8 Grad und der Aussicht, mit sauberen Händen und ohne Ganzkörper-Schlammpackung laufen zu können, ein wirklich gutes Gefühl. Vor mir der nächste mit Esskastanien bestandene Modder-Hang, an dem eine Läuferin auf allen Vieren und – zu meinem Erstaunen – ohne Sticks  versuchte, nicht weiter herunter zu rutschen.‎ Mit einem Stick zog ich sie wieder nach oben. Meine gute Erziehung gebot, dass ich ihr diesen für das sich noch eine Weile so hinziehende Profil überließ, doch war mir auch klar, dass das jetzt nicht die Lösung für die noch vor uns liegen Kilometer sein kann. Also suchte ich ihr im Unterholz einen Stock zum Tausch und zog davon.
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Unendlich viel Schlamm und Esskastanien-Schalen ließen mich den Boden mit großem Respekt beäugen – und erneut staunen: Über einige Kilometer verteilt fand ich eine Hand voll Stachelschwein-Stacheln. Stachelschweine in den italienischen Apenninen hätte ich nicht erwartet und die Vorstellung, irgendwo im Dunklen wegzurutschen und auf dieser Schmierseife voller Tempo auf so ein Tier mit vor Schreck aufgestelltem Stachel-Kleid zu schlittern, erhöhte noch ein wenig den Thrill-Faktor dieser Rutsch-Partie.

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Die dritte Schlamm-Pirouette dann in der Dunkelheit des Abends. Die Stirnlampe rutschte vom Kopf, blieb aber zum Glück an und funktionsfähig. Keine schöne Vorstellung, mit schlammigen Händen aus dem  schlammverkrusteten Rucksack die Reserve-Lampe herauspolken zu müssen. Unten im Tal wartete schon die Bergwacht mit dem Wasserschlauch zum zweiten Schlammbefreiungs-Bad. Alles Herausforderungen auf kleinem Niveau, wie sich im Ziel herausstellte:) Antje und Birger berichteten, dass sie beide jeweils ca. 20 Stürze ‎“sammelten“, Birger auch einmal kinoreif ein paar Meter auf einem schlammigen Hang Schwung nahm, um dann in einem großen Esskastanien-Laub-Haufen zu landen.

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Nach 77,7km war „Schluss mit lustig“ – ein Streckenposten machte in unmissverständlichem Italienisch klar, dass die Rennleitung den Lauf „abbricht“. Es gab einen Unfall an einer Bach-Durchquerung, der die Bergwacht noch beschäftigte und der aufkommende Nebel bereitete dem Veranstalter zusätzlich Sorge. Nun ja, Nebel bei „normalen“ Trails mag ein Problem sein, nicht aber bei dieser von vielen Trailrunning-Schuhen markierten Modder-Piste. Wir waren alle pappensatt über diese Entscheidung, hatten wir doch noch 4:15h bis zur Cut-Off-Zeit. ‎Die vielen italienischen Sportfreunde machten sich in der ihnen eigenen ‎Redegewaltigkeit und Lautstärke Luft , doch ließen sich die Streckenposten auch davon nicht beeindrucken. Am liebsten hätte ich dem Entscheider ein, zwei der mitgenommenen Stachelschwein-Stacheln „appliziert“.

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Ca. eine ‎Stunde später waren wir unfreiwillig komfortabel und schnell wieder im Ziel. Der Orga-Chef erklärte nochmals die Beweggründe für seine Entscheidung, doch änderte das alles nichts an unserer Verfassung. Nun gut, so blieb jede Menge Zeit, die Schuhe, Kleidung und Ausrüstung vom Schlamm zu befreien, bis es an der Zeit war, Antje und Birger im Ziel zu empfangen. Beide kamen dann mit 19:17h ins Ziel – Antje wurde damit in der Gesamtwertung der Damen Zweite. Auf der Rückfahrt zur Ferienwohnung und während unserer dort um halb drei veranstalteten Pasta-Party tauschten wir uns ohne Unterlass zu dieser für uns alle neuen Grenzwert-Erfahrung aus. Am Morgen ging es dann schon wieder zurück nach Bologna. Was bleibt neben den doch recht schmerzenden, weil fehlenden fünf Punkten? Der Lauf war in seiner Gesamtheit einzigartig und auch einmalig fordernd (bei 69 Finishern 85 DNFler). Zwar bin ich noch immer über die Entscheidung des Veranstalters verärgert, doch ist es nicht mehr zu ändern – und es bleiben tatsächlich jede Menge einzigartige Erlebnisse von dieser Reise, dass ich es doch irgendwann noch einmal wissen will, wie es sich zum Wildschweinlauf auf den Marktplatz von Palazzuolo sul Senio ins Ziel laufen und die Ziel-Glocke schlagen lässt. Birger fand auf youtube noch diesen Clip vom Lauf: https://www.youtube.com/watch?v=WCehrvPLaLE

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Wir sehen uns am 23. Februar beim Fisherman in Alt Schwerin!

Holger

etwas Farbe

zum Beginn der trüben Jahreszeit mit diesen Zeilen:

Im Rückblick hat uns die Natur natürlich mit fantastischem Wetter und vielen tollen Motiven beschenkt, die wir für uns ganz persönlich in der Erinnerung abgespeichert haben und deren fotografisches Festhalten selten bis nie die Schönheit des Augenblicks wiedergibt, bestenfalls erahnen lässt.

Am Sonntag schickte uns unsere Conny einige Ausflugs-Bilder von der Saale rund um Schloss Burgk herum – ein Gedicht. Viele von Euch werden diese Ecke im Thüringer Schiefergebirge vom Bleiloch-Ultra her kennen. Allen anderen kann ich nur empfehlen, sich dieses Natur-Kleinod einmal persönlich anzuschauen – spätestens zum nächsten Bleiloch-Ultra im kommenden Frühjahr.

Ja, die Berge sind bei schönstem Wetter natürlich auch auf den kürzeren Distanzen ein Genuss. Felix Dreisow hatte zum 42. Kernberglauf über die 27 km so viel Energie in Reserve, dass er neben fantastischen 1:55:51 noch diesen Zeitraffer-Clip vom Lauf vorlegen konnte: https://www.youtube.com/watch?v=CSCMLxxUR8Y

Von Martin erfuhr ich vor einigen Wochen, dass der von uns zuletzt 2011 gelaufene Saale-Rennsteig-Lauf nun letztmalig veranstaltet wird. In Anbetracht des tollen Wetters meldete ich mich deshalb umgehend an. Der Lauf  war wieder super organisiert. Die optisch immer tolle Strecke führt hoch auf den Rennsteig nach Schmiedefeld, „nur“ Namensvetter des Rennsteiglauf-Schmiedefelds, aber mindestens genauso schön. Etwas Wehmut lief auch mit: Diese 1A-Orga und so eine schöne Strecke haben es nicht vermocht, genügend Sportfreunde für den Lauf zu mobilisieren, dass sich der Aufwand aus Sicht der Veranstalter lohnt – wirklich schade! Auch Sigrid Eichner hat es sich nicht nehmen lassen, für diesen Marathon aus Berlin anzureisen. Bilder von ihrem Zieleinlauf und ihrer Auszeichnung als  Altersklassen-Siegerin findet Ihr hier. Einen Bericht zum Lauf von Jens Panse gibt es hier.

Die von mir hier beigesteuerte Bilder-Farbe kommt aus dem schönen Brandenburger Land, festgehalten während eines verlängerten Wochenendes an der Schmölde und speziell auf einer wunderbaren Trail-Runde zur Dahme.

Doch nun zu den Planungen für unseren FMT: Die Strecke ist jetzt für den Winter fix! Carsten Stephan, Sieger unserer Sommer-Edition in diesem Jahr, hat auf meine Bitte hin  Anfang Oktober um den Plauer See noch eine weitere Optimierung der Streckenführung ausgetestet. Ca. 800 m Radweg sollten möglichst gegen Trail getauscht werden – doch es wurde nur Train bzw. Railway;-)

Das heißt, wir bleiben exakt bei der 56km-Strecke, wie beschrieben! Die Sportfreunde vom DUV haben bereits den gpx-Track erhalten, sicher wird dieser dann in den nächsten Tagen auch online sein und von mir noch verlinkt werden.

Die Anmeldung zur Winter-Edition schreitet gut voran und besonders freut es mich, dass die Damen zahlreicher vertreten sind, als es bei Ultra und Trail sonst die Regel ist.

Ich sage an dieser Stelle: Weiter so:-)

Liebe Grüße,
Holger

Unsere Strecke zum 6. FMT -WE-

Liebe Sportfreunde,

allen, die an der Umfrage teilgenommen haben, vielen Dank dafür!

Mein besonderer Dank gehtan alle, die ihre Meinung in der Kommentarfunktion auch in der großen Läuferrunde vertreten haben! Hervorheben möchte ich Bodo, der mich nach dem Zieleinlauf zum Ottonenlauf noch auf unser von ihm nicht ganz so begeistert aufgenommenes Planspiel angesprochen hat. Wie bereits unterstrichen: Uns ist daran gelegen, den Genussfaktor des Laufes für alle Trailrunner weiter zu verbessern. Die individuelle Wertung und Wichtung der diskutierten Rahmenparameter manifestiert sich in Euren Kommentaren – Eure Präferenz für das weitere Vorgehen in den Abstimmungsergebnissen:-)

Teilnehmer: 42

davon für

  • Beibehaltung der 51 km: 9
  • Test der 56 km zum 6. FMT -WE- : 25
  • generellen Wechsel auf die 56 km: 8

Anonymisiert findet Ihr diese rechts – Transparenz muss schon sein…

Hans-Werner und ich, wir sehen das mit qualifizierter Mehrheit erreichte Abstimmungsergebnis als Mandat, Euch im Winter auf die 56km-Runde zu schicken. Erste Gespräche dazu sind bereits geführt, weitere werden folgen und vermutlich werden wir auch im neuen Streckenbereich eine ökologisch korrekte Markierung hinbekommen. Eure Rückkopplungen aus dem Winter sind dann die Basis für die Festlegung der Strecke für den Sommer-FMT.

Auf keinen Fall wollen wir mit dieser Entscheidung die bisherige Strecke komplett hinter uns lassen. Es gibt Jahres- und Tageszeiten, zu denen diese durchaus ihren ganz speziellen Reiz ausspielen kann – einige von Euch sind bereits im Bilde:-)

Doch nun freuen wir uns erst einmal auf die vor uns liegenden Läufe und Wiedersehen mit Euch – allerspätestens am 22./23. Februar zum nächsten Fishermanstrail in Alt Schwerin!

Viele Grüße, Holger

 

FMTler auf Reisen: 12. Ottonenlauf

Diese Schnappschüsse vom vergangenen Wochenende möchte ich Euch nicht vorenthalten. Roberto und ich, wir fuhren nach gemeinsamer Aufwand-Nutzen-Abwägung zu unserem Trainingslauf nicht in die Alpen, sondern nach Stiege in den Harz. Kaum angekommen, war die Freude über ein Wiedersehen mit unseren FMTlern Sigrid Eichner und Alois Pielok gross.

Nach einem schönen gemeinsamen Abend bei angenehmen Temperaturen ging es dann am Sonnabend Richtung Quedlinburg. Zum Start gab es dann weitere Wiedersehen mit Annette Bethge, Dana Gawe und Bodo Matthes.

Der 12., doch für uns erste Ottonenlauf hatte es von den Temperaturen her wirklich in sich – vom Start bis zum Ziel kletterte das Thermometer von angenehmen 17°C auf 34°C. Dank der vielen Verpflegungspunkte und auch freundlichen Anwohner, welche zusätzlich Wasser und Erfrischung bereitstellten, blieb aber alles im grünen Bereich.

Besonders Camping-Duschen und Gartenschläuche mit Sprinkler waren der Renner. Wem es dann immer noch zu heiss war, der setzte sich kurzerhand in die Badewanne – ein Kühl-Effekt für eine viertel Stunde…

Inzwischen mehr Gewohnheit denn Überraschung war das Wiedersehen mit Thomas Berkmann – nach Bleiloch-Ultra, HQ und ZUT das  vierte Mal in diesem Jahr.

Alles in allem ein sehr gut organisierter Lauf mit vielen engagierten Helfern und einer schönen Streckenführung. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Ein kurzer Zwischenstand zur laufenden Umfrage: Inzwischen haben sich 32 Sportfreunde beteiligt. Wenn wir in den nächsten Tagen noch ein paar weitere Stimmen für eine der drei Optionen gewinnen können, wäre das toll.

Abendgrüße aus Jena,

Holger

FMT Streckenführung

Liebe Sportfreunde,

in der Streckenplanung für die kommenden Fishermanstrails sind wir einen Schritt weiter.

Im Rahmen des etablierten Organisatoren-Laufes (;-)) nahm ich mir in der vergangenen Woche die Euch bereits grob vorgestellte Streckenänderung unter die Füße. Kurz nach 01:00 Uhr gestartet bot die nächtliche Natur um den Plauer See nicht nur angenehme Temperaturen, sondern auch tolle Motive bei Vollmond und einen herrlichen Sonnenaufgang.

Den neuen Streckenabschnitt erreichte ich, als die Sonne wieder richtig Fahrt aufnahm.

Damit sind wir auch schon beim ersten Pro: Die neuen Streckenkilometer führen über uralte mecklenburgische Wege, gesäumt von großen Schatten spendenden Bäumen. Wo dies nicht der Fall ist, sind es Waldwege und Singletrails durch den Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide im Naturschutzgebiet Nordufer Plauer See sowie der Weg durch Karow, einem typischen mecklenburgischen Dorf.  Also durchweg angenehmer für alle Sinne.

Allerdings  wird dafür  die Strecke um 5 km länger. Die 56 km sind für erfahrene Ultra-Läufer sicher kein Problem, aber wir haben auch immer Ultra-Neulinge dabei.

Ein weiteres Con ergibt sich aus den vier notwendigen Querungen der zwei Bundesstraßen.

Natürlich alles eine Frage der Wichtung und Organisation, doch sind wir ein sehr kleines Orga-Team und  die Einsatzbereitschaft meiner Familie kann ich nicht dauerhaft voraussetzen. Streckenabsperrungen sind kapazitiv nicht möglich und auch eine Streckenmarkierung auf dem Naturlehrpfad durch den Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide verbietet sich von selbst. Reicht es, das Mitführen des Tracks auf der GPS-Uhr verpflichtend zu machen und auf die Eigenverantwortung der Läufer zu verweisen? Oder belassen wir es bei der bisherigen Strecke? Die Meinungsbildung dazu in unserer Läufer-Runde über einen anderen Kanal!

Liebe Grüße,

Holger

Die Kraft der zwei Pfeile und Beine

Liebe FMTler,

nun endlich auch die IP-Verbindung beim Fischer, die mich die Bilder vom Wochenende hochladen und diese Zeilen schreiben lässt:-)

Ich hoffe, Ihr seid alle gut nach Hause gekommen und werdet unser gemeinsames Wochenende in bester Erinnerung behalten.

Wir können festhalten, dass sich bei dieser multicolorierten Streckenmarkierung niemand verlaufen hat und alle kraft ihrer eigenen Beine den Weg ins Ziel geschafft haben – so soll es sein!

Kam, sah und siegte – das war die Devise von Sandra Otto, welche sich erst kurz vor dem Lauf anmeldete und in tollen 4:33:20 das Rennen der Damen für sich entschied. Auf Platz zwei folgte ihr mit 4:39:08 Antje Knobloch und auf Platz drei mit 5:18:03 Marion Schwarz.

Bei den Herren gewann Carsten Stephan das Rennen mit 4:12:09 recht knapp vor Sören Michel mit 4:13:25 und Roland Günther mit 4:23:02.

Allen Gewinnern und Platzierten im Namen der FMT-Organisatoren nochmals Gratulation zu den tollen Zeiten!

In ein paar Tagen dann auch ein Reihe ausgesuchter Bilder zum Lauf in unserer FMT-Rubrik.

Vielen Dank  für die zahlreichen Mails, die uns die nötige Kraft geben, auch in 2019 an unseren beiden Lauf-Editionen festzuhalten!

Unser ausdrücklicher Dank den Unterstützern und Sponsoren des Laufes:

  • Balzer Angelsportgeräte für die immer wieder sehenswerten FMT-Medaillen
  • Intersport Meier aus Jena für die tollen Laufsocken und Energie-Riegel für alle Teilnehmer
  • Skinfit Deutschland und die ISPO Munic für die Tombola-Gewinne für alle ISPO-Umfrage-Teilnehmer
  • Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
  • Müritz-Sparkasse für die Unterstützung im Marketing
  • Dem Fischer Uwe aus Alt-Schwerin, der am Lauftag den VP1 und den im Sommer immer besonders fordernden VP4 betreut hat
  • Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des VP2
  • meiner lieben Familie
    • Dirk betreute den VP3 und
    • Till mit meiner Annette den Zieleinlauf
  • und Hans-Werner Thomas mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen Lauf überhaupt erst möglich machen

Euch allen einen weiterhin tollen Sommer mit vielen schönen Erlebnissen in der Natur!

Bis bald und auf ein freudiges Wiedersehen auf den Trails dieser Welt

Fishermans Greetings, Hans-Werner und Holger

Der Duft der Natur

Liebe FMTlerInnen,

was für ein tolles Gefühl, bei diesem Sommerwetter seine Bahnen durch die Natur ziehen zu können! Momentan sind in unseren Wäldern die Blaubeeren reif und verströmen einen verführerischen Duft, dem ich für meinen Teil nur sehr schwer widerstehen kann. Eine halbe Stunde on top zu der 2h-Trainingsrunde muss da schon drin sein, auch wenn meine Frau stets durchaus glaubwürdig bekräftigt, dass sie meine ins Pflücken investierte Zeit lieber sinnvoller in Zweisamkeit verbringen möchte. Trotzdem denke ich mal, sie ist dem Eis mit Waldbeeren, das sie von mir regelmäßig mit der Hoffnung auf Milde und Versöhnung serviert bekommt, dann doch nicht völlig abgeneigt…

Ich hoffe, Ihr seid alle gesund und freut Euch wie wir vom Orga-Team auf unser Wiedersehen am Plauer See.

Auf dem Weg dahin hier noch fix ein paar Motive von der Runde um das Wettersteingebirge, die einige von uns Fishermanstrailern in gelebter Balance aus Kampf und Genuss im Juni unter die Trailrunning-Schuhe nahmen.

 

 

In Grainau hatte ich Gelegenheit, mit Frederik von Skinfit Deutschland zu sprechen. Frederik ist Vertriebsleiter und als begeisterter Trailläufer sagte uns spontan ein kleines Sponsoring unseres Fishermanstrails zu und hat inzwischen auch ein Paket nach Alt-Schwerin geschickt. Die Zusammenarbeit soll in den nächsten Jahren noch ausgebaut werden und vielleicht schaffe ich es, Frederik auch nochmal für Ultradistanzen wieder frisch zu machen, so dass er für Skinfit einen FMT erleben darf.

Freuen wir uns nun erst einmal auf die profiltechnisch nicht ganz so fordernden, dafür aber landschaftlich mindestens genauso beeindruckenden Höhenmeter im Norden Deutschlands!

Für unseren kommenden Winter-FMT ist der Termin mit Hans-Werner nun abgestimmt: Wir treffen uns in Alt-Schwerin am 22., doch spätestens am 23. Februar 2019 zu unserem 6. Fishermanstrail -Winter-Edition-!

Bis bald in Alt-Schwerin zu unserer Genießerrunde ‎um den Plauer See!

Holger

5. FMT -SE- Anmeldung ist offen

Liebe FMTler,

ich hoffe, Ihr seid in den letzten Wochen und Monaten allen denkbaren Erkältungskrankheiten erfolgreich davongelaufen und habt die Natur bei 17°C Wärme vor einer Woche genauso genossen, wie das hinter uns liegende durchaus knackig kalte Winter-Wochenende, welches eine tolle Gelegeneheit bot, die Stollen unserer Trailrunning-Schuhe noch mal so richtig im Schnee arbeiten lassen zu können.

Seit dem Wochenende ist die Anmeldung für unsere Sommer-Edition offen. Die erste Anmeldung kam von Kathleen Reinhardt wenige Augenblicke später rein, etliche weitere folgten in der Zwischenzeit. Die Damen liegen mit ihren Anmeldungen momentan leicht vorn – so soll es sein:) Wer wieder am Fisch-Abend teilnehmen möchte, sollte sich mit seiner Anmeldung auch ranhalten – knapp 20% der Plätze sind bereits gebucht.

Bitte seht uns die noch in Klärung begriffene Strecke nach! Hans-Werner wird sich die Details in den nächsten Wochen persönlich ansehen und dann werden wir entscheiden, ob und wieviel Asphalt-Kilometer wir durch Trail und Offroad ersetzt bekommen.

Euch allen einen guten Start in den Frühling!

Fishermans greetings,

Holger

Rückblick 5. FMT -Winter-Edition-

Liebe FMTler,

Euch und Euren begleitenden Liebsten vielen Dank für dieses tolle, sportliche, familiäre und mit vielen schönen Momenten versehene Wochenende beim Fischer in Alt Schwerin. Vielen Dank auch für die vielen positiven Rückkopplungen zum Lauf, die uns bis gestern Abend erreicht haben und darin bestärken, an dem Konzept Klein&Fein festzuhalten!

Hmm, haben wir auch ein Konzept Jung&Alt?! Nicht wirklich, doch können wir festhalten, dass sich die Strecke bei Jung und Alt wachsender Beliebtheit erfreut: Wir hatten erneut junge Sportfreunde am Start, welche den Fishermanstrail als den ersten Ultra in ihrem jungen Sportlerleben ausgewählt und auch geschafft haben. Larissa Kamp und Nick Erhardt, hier beim gemeinsamen Fisherman-Abend nach dem Lauf, sind zwei stolze junge Finisher, welche damit ihren ersten und sicher nicht letzten Eintrag in die DUV-Datenbank bekommen haben.

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Ihren definitiv nicht ersten und sicher auch noch lange nicht letzten Eintrag hat sich Sigrid Eichner mit ihrer Seen-Runde in 08:57:53 erkämpft. Eine Laufzeit, die vom DUV korrekterweise in einer eigenen Spalte in Korrelation zum Alter des Läufers gesetzt wird und bei Sigrid phänomenale 05:11:27 beträgt! So froh und entspannt nach 51 km kann nur ein Läufer sein, der diese Strecken aller ein bis zwei Wochen unter seine Füße nimmt!

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Eine weitere Metapher zum Wochenende haben wir noch – Feuer&Eis: Das Wetter hat zu unserem siebenten Lauf in jeder Hinsicht sehr gut mitgespielt! Endlich konnten wir am Abend ein schönes Feuer machen, welches den einen oder anderen motivierte, mit einem Glas Glühwein oder einer Flasche Hefeweizen Störtebecker alkoholfrei in der Hand die Abendstimmung an der frischen Luft zu genießen. Sahnehäubchen war dann sicher ein Exkurs auf den Booststeg und das Eis – die Highlights, einschließlich der olympiareifen Eiskunstlauf-Kür von Jana, sind in unserer Bilderstrecke zu finden.

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Gesamtsieger wurde zum fünften Mal in Folge mit 03:42:20 Uwe Länger. Auf Platz zwei und drei folgten bei den Männern Birger Bösel mit 04:04:51 und Stefan Kliemann mit 04:10:33. Eine tolle Leistung der drei, die sie stolz und zufrieden in die Kamera strahlen läßt!

 

Der dritte Sieg in Folge ging bei den Damen an Antje Knobloch mit 04:26:09, womit sie erneut ihren Streckenrekord vom vergangenen Jahr noch einmal deutlich verbessern konnte!  Auf Platz zwei der Damen folgten ihr Sandra Schunke-Bleiß mit 05:08:30 und Platz drei mit 05:12:34 Steffi Gall.

 

Nach dem Hinweis auf die spezielle DUV-Ergebnis-Spalte hier natürich noch der Link auf die Gesamtergebnisse unseres Laufes beim DUV.

Einen im Sommer wie Winter durch Pein für Auge, Nase und Bein wiederholt benannten, doch bis jetzt als nicht änderbaren Punkt haben sich Hans-Werner und ich uns nochmals vorgenommen – die Streckenführung, welche für Trailrunner definitiv zu lang auf dem Radweg den Bundesstraßen im Nordwesten und Norden der Strecke folgt. Getreu der Trailrunning-Prämisse, dass eine schöne Strecke auch gegebenenfalls länger sein kann, prüfen wir jetzt zwei Streckenänderungen, evtl. gleich in Verbindung mit einer Optimierung von VP3&4. Lasst Euch überraschen!

Und nun noch etwas für das Auge – unser erster Clip vom Lauf🙂

Unser ausdrücklicher Dank den Unterstützern und Sponsoren des Laufes:

  • Balzer Angelsportgeräte für die FMT-Medaillen
  • Intersport Meier aus Jena für das wertige Turbo-Equipment für unsere drei schnellsten Trailrunnerinnen und Trailrunner
  • Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
  • Müritz-Sparkasse für die Unterstützung im Marketing
  • Den Fischern Andreas und Uwe aus Alt-Schwerin, welche  die Streckenmarkierung vorgenommen und am Lauftag den VP1 und den bei diesen Temperaturen  besonders fordernden VP4 betreut haben
  • Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des Highlights der Verpflegungspunkte über alle Jahre, den VP2
  • den Kolleginnen und Kollegen des Fischerhauses in Plau am See
  • Doris Ludwig für die Orga des Zieleinlaufes
  • und selbstverständlich unser dieses Mal leider mit einer heftigen Erkältung gehandicapte Hans-Werner mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne welche der Lauf überhaupt nicht möglich wäre

Euch allen einen guten Start in den Frühling und bis bald – auf ein freudiges Wiedersehen auf den Trails dieser Welt

Fishermans Greetings, Holger

Endspurt

Liebe Sportfreunde,

so, die Personalisierungen der Finisher-Medaillen sind gedruckt – auch zwei namenlose für späte und durchaus noch willkommene Anmeldungen sind dabei:

Nun heisst es nur noch, am Freitag/ Samstag gesund, munter und voller Läufer-Elan den Weg nach Alt Schwerin zu finden. Das Wetter macht unserem Winter-Trail alle Ehre und laut Hans-Werner sieht das Eis auf dem Plauer See noch immer so perfekt aus, wie wir es von dem vor zwei Wochen aufgenommenen Bild kennen.

Beste Bedingungen also nicht nur für unseren Lauf, sondern auch für ein ordentliches Lagerfeuer und einen kleinen Eislauf-Exkurs auf dem See.

Bis Freitag in alter Frische – beim Fischer Hans-Werner:)

Euer Holger

 

Volle Fischer-Hütte

Liebe Sportfreunde,

ich hoffe, Ihr seid alle gesund und freut Euch auf unser gemeinsames Wochenende in Alt Schwerin. Inzwischen nähern wir uns der 70. Anmeldung zum Lauf. Im Interesse der doch recht spät angemeldeten Sportfreunde habe ich heute mit Hans-Werner vereinbaren können, dass wir doch noch eine minimale Reserve nach oben auf die jetzt erreichten 50 Teilnehmer-Plätze für den Fisch-Abend haben.

Besonders freut mich die Anmeldung von Sigrid Eichner, welche in der DUV-Datenbank allein 314 Ultra-Läufe mit über 40.000km für sich verbuchen kann – in Summe sind es bei ihr über 850 Ultras und zum „Warmwerden für zwischendurch“ weitere ~2100 absolvierte Marathons!  Sicher wird Sigrid eine Menge von ihren Läufen und Reisen nach der Seen-Runde und am Abend zu berichten haben – Spannung und Erfahrung für alle, doch besonders auch für unsere jungen TeilnehmerInnen, von denen ich Liliane Genz mit ihren 20 Jahren herausheben will, welche die Runde gemeinsam mit ihrem Vater angehen wird.

Erstmalig haben wir auch Anmeldungen aus Schweden, Polen und der Schweiz – fein.

Lassen wir uns überraschen, mit welchem Wetter Petrus uns zum Lauf empfangen wird. Mit etwas Glück werdet Ihr noch diese wunderbare Eisdecke erleben können, die sich in der letzten Woche auf dem Plauer See gebildet hat. Eisrutschen zwischen FMT-Finish und Lagerfeuer – das hätte ja auch seinen Reiz.

Bleibt gesund und bis bald beim Fischer in Alt Schwerin!

Abendgrüße aus Jena,

Holger

2018 – Zeit für neue Serien

Liebe Freunde des Fishermanstrail,

Euch und Euren Lieben ein gesundes neues Jahr! Lasst uns dieses Jahr auch als Chance für eine neue Serie an schönen, herausfordernden sowie in Natur und Kultur außergewöhnlichen Läufen sehen! Statt Serien sehen Serien machen und erleben – Körper und Geist werden es danken:)

Die Teilnehmerliste für unsere 7. Genießerrunde im fünften Jahr des Fishermanstrail findet Ihr nun hier.

In den nächsten Tagen werden wir sicher die verbleibenden 15 Startplätze vergeben haben.

Für den geselligen Abend nach dem Lauf sind momentan noch zwei Plätze verfügbar.

Euch eine gute Zeit und

Bis bald in Alt Schwerin,

Euer Holger

Frohe Weihnachten

Liebe Freunde des Fishermanstrails,

noch zwei Monate bis zu unserem nächsten FMT! Inzwischen nähern wir uns der 50. Anmeldung sowohl für die Runde um den Plauer See als auch ‎für unseren Fischer-Abend nach dem Lauf.

Das wird ein Wochenende mit sicher vielen schönen Momenten mit Sportfreunden aus nah und fern. Wir haben Teilnehmer, welchen die Anreise aus Stuttgart ebenso wenig zu weit ist, wie die Anreise aus Schweden.

Sehr gefreut habe ich mich, dass Antje Knobloch als Siegerin der letzten Sommer- und Winter-Edition und Uwe Laenger als ununterbrochener Sieger seit 2016 erneut ihren Titel verteidigen wollen.

Etwas Überraschung gab es vor wenigen Tagen, als ich die nächste Bestellung unserer für den Winter fix gesetzten Bloody-Snow-Medaillen-Rohlinge bei der Firma Balzer aufsetzen wollte – sie haben diese aus dem Programm genommen. Ein Blick in den neuen Katalog für 2018 brachte aber schnell Klarheit, welcher Colonel-Blinker ein wirklich  würdiger Nachfolger sein wird. Balzer hat beim Design der neuen Serie eindeutig den Lehrsatz jedes guten Kochs „Das Auge isst bekanntermassen mit“ auch auf die Verhaltensmuster des Hechtes als Zielfisch übertragen:)

Jeder Sportfreund, welcher erstmalig auf die Winter-Runde um den Plauer See geht und noch Interesse an diesem nun zum Sammelstück werdenden Bloody-Snow-Motiv hat, kann mir noch bis Ende Januar Bescheid geben, so dass dessen Finisher-Medaille noch aus dem vorhandenen Restbestand gefertigt werden kann. Alle anderen freuen sich auf ein Medaillen-Motiv, welches die Augen jedes Betrachters zum Strahlen bringen wird.

Beim Aktivieren eines neuen Paares Trail-Schuhe stieß ich jetzt auf der Innenseite des Karton-Deckels auf diesen noch etwas weihnachtlich in Szene gesetzten Spruch. Nehmen wir ihn mit in unsere Planungen für ein erlebnisreiches und sportliches Jahr 2018 🙂

Euch und Euren Lieben ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

Frohe Weihnachten!

Euer Holger

Sagenhaft

Unter diesem Aufmacher wiesen die Organisatoren des 1. Südthüringentrails an vielen Stellen des Trails mit tollen und interessanten Ausblicken auf diese hin. Rückblickend verdient diese Trailrunning-Premiere als solche das Attribut sagenhaft!

Nachdem Mirko Leffler vom ULTRARUNNER-TEAM als Teilnehmer unseres Winter-FMT im Februar  für „seinen“ 1. Südthüringentrail nachhaltig geworben hatte, konnten wir, Roberto und ich, nicht anders, als am vergangenen Wochenende zur Premiere im Thüringer Wald an den Start zu gehen. Wir wollten selber erfahren, wie man sich auf den knapp 65km vier UTMB-Punkte verdienen kann.

Grandios, was Mirko dort mit seinen Helfern und Sponsoren bereits im ersten Anlauf für die Trailrunning-Gemeinde zelebrierte! Eine anspruchsvolle und auch für das Auge tolle Streckenführung, die für den Trailrunner alles bot, was ihn sonst in die recht weit entfernten Alpen treibt. Wenn schon UTMB-Punkte, dann auch gefälligst ein Start mit Stirnlampe um 0500 Uhr – die ganz schnellen „Hirsche“ auf der Strecke konnten auch um 0600 bzw. 0700 starten.

Hervorheben möchte ich die super Betreuung an den VPs – zum ersten Mal überhaupt habe ich von einem VP-Betreuer die Frage gehört, ob er denn jemandem die Trinkflasche auffüllen darf!  Eine 1A Verpflegung und auch eine top markierte Strecke!

Dass Roberto und ich leider doch eine 4km-„Ehrenrunde“ draufgelegt haben, lag daran, dass wir einen breiten Forstweg als selbsterklärend richtige, doch nicht notwendigerweise zu markierende Laufstrecke angesehen hatten. Erst am Ende von diesem hatten wir gemerkt, dass wir für einen Trail einen so komfortablen Weg nicht hätten erwarten sollen;(

So werthaltig, wie unsere FMT-Medaillen sind, so nachhaltig sind die für den Südthüringentrail gefertigten: Ca. 10 cm große Birkenholzscheiben mit eingebranntem Motiv am Anhänger – ein Novum zumindest in meiner Medaillen-Kiste.

Kurzum, ein waschechter Trail, der die vier UTMB-Punkte nicht so leicht hergibt und in Kombination mit der tollen Orga Vorfreude auf den nächsten Südthüringentrail bereitet.

Hier noch Berichte und Bilder zum Lauf auf trailrunning.de von Birgit Fender sowie von Frank Albrecht. Einen Video-Clip und unendlich viele Fotos des Fotoclubs Kontrast Suhl findet Ihr auf der Homepage des Laufes.

Nun bin ich gespannt, wen wir alles von Mirko und seinen Mannen am 24. Februar in Alt Schwerin wiedersehen werden.

Bleibt gesund und genießt auf Euren Runden die bunten Farben des Herbstes!

Grüße

Holger