Sonnen- und Zeitenwende

Liebe Sportfreunde,

die Tage werden nun endlich wieder heller und vor uns liegt ein Weihnachts- und Silvesterfest der speziellen Art. In jedem Falle Zeit für uns und unsere Lieben im engsten Familienkreis, Zeit, bei der neben Spiel, Spass, Besinnlichkeit und gutem Essen auch das richtige Maß an Bewegung in der Natur auf dem Programm stehen sollte.

Carsten Stephan, ein FMTler der frühen Stunde und Gewinner des 6. FMT –WE-, zelebriert diese Zeit in Familie, wie ich aus seinen Jahres-Retrospektiven weiß, immer im besten Sinne. Vermutlich wird es für ihn in absehbarer Zeit eng, mit seinen sportlichen Töchtern auf den Laufstrecken weiter mitzuhalten;-) Carsten  schrieb mit viel Herzblut und Blick fürs Detail sehr unterhaltsame Berichte über seine Fishermanstrail-Läufe, die ihr – mit freundlicher Genehmigung des Autors – hier finden könnt.

Jeder, der mit der Lernkurve aus den beiden vorangegangenen Beiträgen zum Immunsystem inzwischen ausreichend Vitamin D3 einnimmt und feststellt, dass juckende Ellenbogen oder beliebige Schuppenflechten nach einigen Tagen verschwunden sind, der ist auf dem richtigen Wege, sein Immunsystem zu stärken. Allen anderen empfehle ich noch diesen inzwischen drei Jahre alten, doch zeitlosen und sehr kurzweiligen Vortrag von Prof. Dr. Spitz, der mir vor ein paar Tagen empfohlen wurde.

  „Geringe Impfbereitschaft bei Medizinern ist deutschen Politikern ein Dorn im Auge.“ Diese Schlagzeile, die gerade durch die Medien ging, sorgte vermutlich nicht nur bei mir für einen kräftigen Lacher in diesen speziellen Zeiten.

Bei den Winter-Bildern mangels aktueller Schnee-Motive ein Rückgriff auf die Brocken-Challenge 2012, bei der ich nicht mitlief, doch am Brocken ein paar Bilder machen konnte.

Euch und euren Lieben ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

Bleibt gesund!

Holger

Immun bleiben

Liebe Sportfreunde,

inzwischen stecken wir im Finale des läuferischen Un-Monats des Jahres und noch dazu im sog. „Shutdown“ – und lassen uns hoffentlich trotzdem nicht unterkriegen! Vergangenes Wochenende wollte ich  mit meinen Jenenser Sportfreunden eine gepflegte Runde 7. FMT –Corona-Edition- um denn Plauer See laufen, aus der nun leider nichts wurde. Doch wir wollen nicht jammern und das Beste aus der Situation machen!

Vielleicht habt Ihr es beim Betrachten des Anmelde-Formulars für unsere Corona-Edition bereits bemerkt: Wir führen den Lauf bis zum Silvesterabend dieses außergewöhnlichen Jahres fort! Das Finisher-Shirt wurde bereits zur Halbzeit der Corona-Edition aktualisiert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fischerei Alt Schwerin freuen sich auch weiterhin auf euren Besuch und die feierliche Übergabe von Finisher-Medaille und -Urkunde. Wer also noch vor unserer Winter-Edition sein Immunsystem mit einer Genießerrunde um den See stärken will, der sollte noch einen Tagesausflug nach Alt Schwerin planen.

Mit einem kleinen Augenzwinkern hier das Motiv des UTMB-Shirts aus dem Jahr 2018. Schaut euch die Dame in der Mitte genauer an und entwickelt gerne eine Idee, welche Weitsicht dem Designer da den Stift geführt hat;-)

Zurück zu unserem Herbst des Jahres 2020: Bei mir gehört die Stirnlampe seit Mitte Oktober wieder zur Standard-Ausrüstung auf den Trainingsläufen. Selbst wenn im schönsten Sonnenschein gestartet wird, schlägt die Dunkelheit unerbittlich schnell zu. Stirnlampe und dank der moderaten Temperaturen kurze Lauf-Klamotten geben glatt ein wenig Bergtrail-Feeling – schönes Gedankenkino wegen und trotz Corona.

Mit der richtigen Ausrüstung können wir uns auch in dieser Jahreszeit schöne Momente in der heimischen Natur verschaffen! Vor kurzem war mir das perfekt gelungen: Oben auf einem Bergrücken angekommen sah ich, wie das Licht der untergehenden Sonne die belaubte Baumkrone einer Eiche in einem satten Gelb erstrahlen ließ, während der über dem Horizont aufgegangene Mond durch die Äste leuchtete. So schön dieser Anblick war, so unerreichbar war das passende Foto-Equipment zum Festhalten dieses Augenblicks.

Von passend weit entfernt, doch als Kompromiss nahm ich bei den nächsten Läufen mein Handy mit und erwischte ein paar der folgenden Motive, u.a. dieser ca. 60 Meter lange Schattenwurf eines Trailrunners:-)

Was hat das Jahr im Rückblick nach den vielen erlebten Absagen noch an Läufen zu bieten gehabt?  Wer sich einen Überblick verschaffen will, der schaut einfach in den unschlagbaren DUV-Kalender und kommt zu der Erkenntnis, dass es trotz diverser behördlicher Maßgaben und damit verbundener organisatorischer Widrigkeiten deutschland- und europaweit etliche tolle Veranstaltungen gegeben hat. Als Läufer kann man es den Organisatoren gar nicht hoch genug anrechnen, dass sie die Flinte nicht ins Korn geworfen und mit viel Herzblut und Improvisationsvermögen die Läufe durchgezogen haben.

Zum Sachsentrail habe ich bereits ein paar Zeilen geschrieben und so will ich auch nicht den 2. O-See Ultra Trail als weitere Trailrunning-Perle in Sachsen unterschlagen. Nachdem ich bereits im letzten Jahr die 50 Kilometer durch das Zittauer Gebirge genießen durfte, startete ich diesmal zusammen mit Roberto. Am Vorabend holten wir die Startunterlagen ab und nahmen noch das Race-Briefing des Veranstalters mit. Neben den sich aus den behördlichen Auflagen ergebenden Besonderheiten im Start-/Zielgebiet und an den VPs (nur abgepackte Verpflegung/ Getränke – dank REWE als Sponsor auch sehr gut und korrekt gelöst) wurden die Cut-Off-Zeiten und deren rigorose Umsetzung betont. Mit meinen 7:09:45 h aus dem letzten Jahr und meinem Trainingszustand geriet ich nicht wirklich in Unruhe.

Am nächsten Morgen gab es beim Betreten des Start-/Zielgebietes die nochmalige formale Erfassung der Sportler und mit Schlauchschal/ MFT vor Mund und Nase ein Wiedersehen der speziellen Art mit vielen Sportfreunden und FMTlern, besonders aus dem Berliner und Brandenburger Raum. Im Start-Bereich fand sich dann für jeden Läufer eine Farb-Markierung auf dem Boden – Abstand gewährleistet!

Punkt 08:00 Uhr ging es bei kurzzeitigem leichten Nieselregen los. Ein perfekter Trail lag vor uns. Nach 23 Kilometern meckerte meine Garmin, dass wir vom Track abgekommen waren. Beim Blick auf die OSM-Karte der Uhr sahen wir, dass wir einfach nur ca. 1,2 Kilometer weiterlaufen mussten, um wieder auf den korrekten Weg zu kommen.  Gesagt und getan, die Garmin piepte dann und bestätigte, dass wir wieder auf dem richtigen Weg waren und schon ging es den nächsten Berg hoch. Ein erneuter Blick auf die Uhr und ich war vom Donner gerührt – nur noch 12 Kilometer bis ins Ziel! Wir hatten auf der Karte den einzig sichtbaren Track-Abschnitt vom Rückweg von der Lausche mit dem von uns davor zu laufenden Abschnitt verwechselt – sag niemals nie… Etwas konsterniert und mit inzwischen deutlich mehr Respekt für die genannte Cut-Off-Zeit liefen wir zu dritt zurück.

Die Streckenmarkierung war nicht direkt am Weg, sondern etwas auf dem abbiegenden Pfad hineingesetzt gewesen – 3-Km extra. Weiter ging es zur Lausche hoch und wieder runter, im südlichen Bereich auf den gemeinsamen Deutsch-Tchechischen Wanderwegen dem Grenzverlauf folgend und mit wachsendem Unbehagen die Cut-Off-Zeit im Nacken. Den VP, an welchem wir diesen Cut-Off-Moment erwarteten, erreichten wir einige Minuten später. Kein Official und auch sonst keine Thematisierung des Timings, nur die freundliche Stimme einer Sportfreundin am VP, ob ich denn gern ein warmes Wasser trinken möchte. Und ob, stundenlang bei kalter Witterung nur kalte Getränke nimmt mir mein Magen früher oder später übel – er dankte es mir auf den weiteren Kilometern in der Tat und ich vorab der Sportfreundin mit freundlichen Worten:-)

Die Ziel-Schluss-Zeit von 16:00 Uhr trieb uns auf den verbleibenden Kilometern weiter voran. Dass die Organisatoren die Zeit noch um 40 Minuten nach hinten angepasst haben, war uns nicht bekannt. 07:48:05 und damit knapp 50 Minuten vor Zielschluss sind es dann geworden. Eine in Tüte eingepackte Finisher-Medaille, ein erfrischendes alkoholfreies Hefeweizen und leckerer Kuchen erwarteten uns im Ziel. Ein schönes Gefühl, den Lauf erfolgreich gefinisht zu haben.  Ein großes Dankeschön an das O-See-Orga-Team, das keinen Aufwand und keine Mühe gescheut hat, den Lauf trotz aller Auflagen durchzuführen! Das recht straffe Cut-Off-Timing haben sie hoffentlich auch für die nächsten O-See-Utra Trails etwas entschärft.

Zum Fishermanstrail! Fangen wir mit einer Zahl an, die ich eher zufällig beim Blick in die vom DUV so gut gepflegte Statistik auch für den FMT fand: Mit unserer letzten Finisherin zum vergangenen Fishermanstrail, dem 7. FMT –Winter-Edition-, sind bei 98 Läuferinnen und 302 Läufern insgesamt 400 Sportler erfolgreich auf den Spuren des Fishermans vom Plauer See gewesen – eine runde Zahl, auf die wir alle stolz sein können! Besonders stolz darauf kann die außergewöhnliche Läuferin sein, die mit ihrem Finish für diese Zahl sorgte – Sigrid Eichner! Sigrid hat mit ihrem Lauf um den Plauer See nicht nur die AK80 für sich und unseren Lauf  eröffnet, sondern auch ein Laufjahr, welches für viele Sportler seinesgleichen sucht.             

Zu unserem 8. Fishermanstrail gibt es leider eine nicht zu vermeidende Terminkollision mit dem Ludwig-Leichhardt-Trail Ultra. Ich weiß aus den vorangegangenen Jahren, dass etliche Sportler aus dem Berlin-Brandenburger Umfeld frisch vom Ludwig-Leichhardt-Trail eine Woche später beim Fishermanstrail in Alt Schwerin starteten. Ich habe versucht, eine Verschiebung unseres Laufes um eine Woche hinzubekommen, doch wird das aus logistischen Gründen vor Ort nicht funktionieren. Das Orga-Team des Ludwig-Leichhardt-Trails sieht leider ebenfalls keine Möglichkeit einer Verschiebung, so dass es nun heißt „Augen zu und durch“.
 

Wir haben die FMT-Strecke im Laufe unserer Corona-Edition noch ein wenig optimiert. Der Bürgermeister von Zislow, Herrn Albrecht, schlug mir vor, alternativ zur Querung des dortigen Campingplatzes um den Pätschsee zu laufen.  

Einige Läuferinnen und Läufer fühlten sich motiviert, diese Streckenvariation bereits zu ihrer Corona-Edition einmal auszutesten und mir Rückkopplung zu geben. Herr Albrecht betonte besonders die Naturbelassenheit und Schönheit des Ostufers des Pätschsees und sollte, wie die folgenden Zitate zeigen, Recht behalten. Keine(r) jammerte über die zusätzlichen Meter und alle waren von der hinzugewonnenen Natur begeistert. Lassen wir unsere Testpiloten zu Wort kommen:

Vivien Rummler: „…Bis zum Bärenwald war ich mit Ute unterwegs… danach bin ich allein weiter… in Ruhe mit Cola und Fotopausen…Das Teilstück am See ist super schön und sollte beibehalten werden…“

Ute Deters: „Hallo Holger. Die Strecke ist ja echt klasse. Alles gut gelaufen. Bis zum Bären Wald sind Vivien und ich gemeinsam gelaufen. 

Wenn es nächst Jahr mit meiner Arbeit klappt, bin ich wieder dabei. Dann hoffentlich ohne Corona,  aber mit Pasta Party und leckerem Fisch.“ 

Jens Schröder-Fürstenberg: „Die östliche Umrundung der Großen Pätschsees ist definitiv eine Bereicherung.  Am Anfang und Ende hatte ich jeweils „die Abfahrten“ verpasst. Daher hatte ich ein paar zusätzliche Meter der westlichen Umrundung absolviert; auch ganz nett.“ 

Guido Strauß: „Die Strecke und das Wetter waren herrlich. Die Änderung beim Campingplatz Zislow ist großartig. Eine wunderschöne Ergänzung.“

Steffen Bank: „Lauf war super, geile Strecke, auch die Ausweichroute beim Campingplatz ist top.“

Jörg Quentin: „Hallo Holger, auch wenn ich das Westufer des Pätschsees entlang gelaufen bin, ist die Variante durchaus landschaftlich schön und trailig anspruchsvoll.“

Die Sportfreunde haben gekämpft, getestet und entschieden – wir nehmen das Stück Pätschsee-Trail mit in unseren Lauf auf. Trailmap und Track sind im Downloadbereich bereits aktualisiert!

Zurück zu unserer im Jahre 2018 auf Infektions-Risiken bereits so perfekt vorbereiteten Trailrunnerin und unsere offensichtlich weniger gut vorbereitete Gesellschaft: Es geht voran, irgendwie… Jetzt, wo der Bundesgesundheitsminister endlich entscheidende Artikel zum Immunsystem, zur überlasteten Leber und angetriggerten Mastzellen gelesen und verstanden und sich vor wenigen Tagen erstmals öffentlich zum Übergewicht als Risikofaktor bei einer möglichen SARS-CoV-2-Infektion geäußert hat, muss es doch auch positiv vorangehen 🙂 Zugegeben, ein wenig ist bei diesen augenzwinkernden Zeilen der Wunsch Vater des Gedankens und natürlich fragt man sich, wie wir schnellstmöglich physisch und psychisch gesund und gesellschaftlich gesunded aus diesem Lockdown herauskommen können. Erstaunlicherweise schaffte es im Sommer der Hinweis der britischen Regierung an ihre Bürger in die hiesigen NDR-Kultur-Nachrichten, dass schlechte Ernährung, wenig Bewegung und Übergewicht reale Risikofaktoren in der Corona-Pandemie seien. Keinem hiesigen Wissenschaftler, Arzt oder Politiker gelang es bis vor wenigen Tagen mit solch fundamentalen Aussagen vorbei an der Corona-Kakophonie der deutschen Medien-Kanäle – es blieb bei Zahlen wie R-Wert, 7-Tage-Inzidenz, SARS-CoV-2-„Infizierter“ und COVID-19-Hospitalisierter, dem damit begründeten Lockdown und dem folgenden Notstand in Wirtschaft und Gesellschaft.  

Dabei tut Aufklärung not, Aufklärung, mit der Immunologen, Allergologen, Internisten, Intensivmediziner und selbst Medizinstatistiker gemeinsam viel mehr für eine Strategie der Vernunft beitragen können, als bis jetzt erlebt. Zur Vernunft gehört die Feststellung, dass SARS-CoV-2 nicht das erste Corona-Virus ist, mit dem sich unser Immunsystem auseinandersetzt, und auch nicht das letzte sein wird. Ein funktionierendes Immunsystem ist offensichtlich bei ca. 85% auf SARS-CoV-2 positiv getesteter Menschen in der Lage, eine Infektion erfolgreich abzuwehren, ohne dass diese ernsthaft bzw. überhaupt erkranken. Im Unterschied zu Virologen haben o.g. Mediziner die reale Erfahrung mit den 15% der mit SARS-CoV-2 Infizierten, die mit einer COVID-19-Erkrankung kämpften!  Deren gemeinsames medizinisches Wissen zum Immunsystem des Menschen und den für jeden selbst (!) zu beeinflussenden Faktoren daran wäre im Rückblick auf das Jahr die notwendige „Begleitmusik“ zu den täglichen Corona-Zahlen und den auf Mund-Nase-Schutz, Abstandsregeln und Kontakt-Reduktion verkürzten Hinweisen, die in die Medienkanäle gegossen wurden. Schauen wir in die Gesellschaft und auf die vielen in ihrem Leben medien- und bildungspolitisch auf Schlicht konditionierten Gemüter, kann es gesundheitspolitisch überhaupt nicht zu viel Aufklärung geben!  

Übergewicht und Fettleibigkeit stehen auf Platz eins der Risikofaktoren für die schweren Verläufe von COVID-19 und betreffen inzwischen 65 bis 70% (!!!) der Erwachsenen in den UK und US. Platz zwei und drei der Risikofaktoren sind wenig überraschend das Alter und die sozialen Lebensumstände. Alle drei Faktoren eint ihr direkter Impact auf das Immunsystem und insbesondere auf die Leber als zentralem Bestandteil des Immunsystems.

Dass wir uns mit unserem Sport nicht nur gesund und ein Stück weit auch jung und damit diese Risiken für uns gering halten, soll nicht heißen, dass SARS-CoV-2 uns nicht betrifft. Dafür sind die Implikationen der Pandemie auf das Leben von uns, unseren Familien, Freunden und der Gesellschaft zu dramatisch. Tragen wir also auch ein Stück weit zur Aufklärung im Freundes- und Kollegenkreis bei und stürzen uns ganz beherzt auf die fundamentalen Zusammenhänge „funktionierende Leber – funktionierendes Immunsystem – funktionierende Immunabwehr gegen Infektionen, wie z.b. mit SARS-CoV-2“ sowie durch histamin(-liberator)-haltige Lebens- und Genussmittel induzierte Entzündungen, die Angriffspunkte für SARS-CoV-2-Infektionen bieten und gleichfalls die Immunabwehr schwächen.

Eine Leber, die jeden Tag mit einem beliebigen Potpourri an zu viel Zucker, Fett, Alkohol, Medikamenten, Stresshormonen und ggf. auch Drogen kämpft, diese wird nicht in der Lage sein, Vitamin D3 zu verstoffwechseln, Histamin abzubauen und im  gesamten Immunsystem und Stoffwechselprozess korrekt zu fuktionieren. Nur eine gut funktionierende Leber wird Vitamin D3 in ausreichendem Maße synthetisieren können! Vitamin D3-Mangel ist nicht Ursache, sondern jenseits des jahreszeitlichen Aspekts häufig Folge eines Metabolischen Syndroms – die fatale „Bremse“ des Immunsystems.

Inzwischen liegen Ergebnisse von Studien vor, die den Zusammenhang zwischen Vitamin D3-Mangel und der Schwere der COVID-19-Erkrankung aufzeigen und tatsächlich wagen sich auf deren Basis auch die ersten Medien und Seiten zu aufklärenden Artikeln vor. Wer den vorliegenden Studien nachgeht, wird in den Referenzen feststellen, dass es bereits in den zurückliegenden Jahren Studien zum Einfluss einer Vitamin D3-Supplementierung bei sog. respiratorischen Erkrankungen mit vergleichbarer Eindeutigkeit gegeben hat. Es fehlte also sicher nicht an Wissen, wie einfach, schnell und kostengünstig von SARS-CoV-2 besonders gefährdete Personengruppen zu schützen gewesen wären!

Da auch Biochemiker nicht erst seit gestern und auch ohne Bezug zu den aktuellen immunologischen Herausforderungen die Rolle von Vitamin D3 bei der Differenzierung und Reifung der Immunzellen benennen, sollte sich bei diesem medizinischen Schulwissen die Überraschung über die positiven Effekte einer Vitamin-D3-Supplementierung zur Stärkung des Immunsystems eigentlich in Grenzen halten!

Den von den Intensivmedizinern so gefürchteten Zytokinsturm bei COVID-19-Patienten können wir wie das Einstürzen eines eigentlich erdbebensicher erbauten Hauses bei einem Erdbeben der Stärke 4,0 verstehen, weil bei der Zusammensetzung des Betons gepfuscht wurde.  Immunzellen als „Team-Spieler“ der „Immunsystem-Mannschaft“ können nur funktionieren , wenn sie auch als solche in notwendiger Ausprägung, Anzahl und Reife vorhanden sind.

Nehmen wir es also der Leber nach ihren Jahren des Kampfes mit dem auf sie herabprasselnden ungesunden Überangebot nicht übel, dass sie irgendwann nicht mehr kann. Vielmehr sollten wir an das dazugehörige Hirn appellieren, zu einer bewussten und gesunden Steuerung ihres Trägers zurückzukehren und eine vorübergehende Vitamin D3-Supplementierung einzufordern:-)

Der wichtige Lehrsatz u.a. der NDR-Ernährungs-Docs, dass sich die Leber eines Menschen bei gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung in einem halben Jahr wieder recht gut erholen kann, ist im Rückblick auf die gesellschaftliche Rüstzeit für den jahreszeitlich jetzt selbstverständlichen Anstieg der Infektions-Zahlen viel zu kurz gekommen. Was heißt „zu kurz gekommen“!? Wenn wir uns die unzähligen Corona-Extra-Beiträge in den Medien in Erinnerung rufen, gab es diesen faktisch nicht!

Gesundheitliche Aufklärung hat es im Wettbewerb um Aufmerksamkeit von auf Konsum konditionierten Menschen wirklich nicht leicht. Beispielhaft dafür steht der jahrelange Kampf um die Einführung einer verbraucherfreundlichen Kennzeichnung des ernährungsphysiologischen Profils von Lebensmitteln, was von der Lebensmittelindustrie zu einer freiwilligen Kennzeichnung, dem sog. Nutri-Score, „umgestaltet“ werden konnte. Wird der Hersteller von z.B. Chips das Marketing-Geld in eine tendenziell rote Kennzeichnung oder doch lieber in den nächsten Werbespot für einschlägige Marketing-Aktionen investieren? Das Ergebnis ist in der Regel ein weiterer mit Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Allergie und sich daraus ergebender zwingender Medikamentierung kämpfender Mensch – der „ideale“ Dauer-Konsument, bis nichts mehr geht. Die wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Regelkreise sowie die Methoden der dafür notwendigen Lemming-Dressur sind kein Geheimnis und deren Ergebnis erleben wir im Moment! Das Länder-Ranking der COVID-19-Hospitalisierungen gibt nicht nur eine Vorstellung von der medizinischen Versorgung der Bürger, sondern ist auch ein Gradmesser deren Konditionierung zu starken und/ oder unwissenden Konsumenten und deren sich daraus ergebender Immunstatus!

Kurz noch zum klassischen „Einfallstor“ einer Viren-Infektion über den Hals-Nasen-Rachen-Bereich – ein wichtiger, doch gleichfalls in der Diskussion um gesunde Ernährung und Immunsystem zu kurz kommender Aspekt: Menschen mit einem zu hohen Anteil an Histamin und Histamin-Liberatoren (Mastzellen-Trigger) in Nahrung und Medikamenten (auch Salben!) kämpfen in der Folge mit Schleimhaut-Entzündungen besonders der Nasen- und Nasennebenhöhlen und sind über diese anfällig für Infektionen. Kulturkreise mit hohem Junk-Food-Anteil, Übergewicht, viel Alkohol-, Drogen-, Medikamenten-Konsum und sozialem Elend sind über die langjährige Konstanz dieser für das Immunsystem ruinösen Parameter besonders betroffen. Mehr epische Tiefe in diesem Artikel aus dem Sommer.

Vitamin D3 speziell in dieser Jahreszeit, Reduktion von Dauer-Stress und damit Cortisol als Antagonist zu D3, sowie eine Leber-Entfettungs- und –Entgiftungs-Offensive durch Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, also eine Stärkung unserer Immunsysteme bringen gesellschaftlich mehr, als wenn Menschen unabhängig von ihrem Gesundheitszustand, unabhängig von ihrem Potential infiziert zu werden bzw. zu infizieren, in den gleichen Lockdown-Modus „abtauchen“ müssen, wie die real von einer COVID-19-Erkrankung gefährdeten.

So fundamental und doch so thematisch unterbelichtet sind diese Zusammenhänge zumindest in den auf Aufklärung und Gemeinwohl verpflichteten öffentlich-rechtlichen Kanälen, von seltenen Ausnahmen einmal abgesehen! Dass sich daran im Laufe der nächsten Wochen etwas ändern wird, davon sollten wir nicht ausgehen. Also müssen wir darüber reden! Den uns nahestehenden Menschen aus der Risikogruppe jetzt kurzerhand eine Pillen-Packung Vitamin D3 mit ein paar Erklärungen in den Nikolaus-Schuh gesteckt? Warum nicht!

Und für alle, die es noch nicht gewusst haben: Wir sind per Definition und völlig unabhängig von unserem Immunzustand, alle, aber auch wirklich alle sogenannte Ansteckungsverdächtige. Das von der Regierung so geschmeidig durch die Gesetztgebung gebrachte neue Infektionsschutzgesetz definiert diesen Verdächtigen als (Zitat IFSG, §2, Abs. 7 ) „eine Person, von der anzunehmen ist, dass sie Krankheitserreger aufgenommen hat, ohne krank, krankheitsverdächtig oder Ausscheider zu sein“! Wer will bzw. kann sich davon ausnehmen, schließlich sind Krankheitserreger in ihrem Spektrum und ihrer Pathogenität auf den Einzelnen praktisch beliebig?!

Liebe ansteckungsverdächtige Sportler, wir wollen nach diesem langen Text unserem Immunsystem neben einer Vitamin-D3-Dosis noch etwas mehr Kräftigung gönnen und tauchen nicht ab, sondern mit Stirnlampe auf der nächsten Trainingseinheit in die abendliche Dunkelheit oder auch in den neuen Tag ein:-)

Euch und euren Familien einen schönen ersten Advent!

Bleibt gesund und bis bald beim Fisherman am Plauer See

Holger

Zeilen von den FMT-Corona-Runden

Liebe Sportfreunde,

was ist das richtige Kontrastprogramm ‎für einen Trailrunner in Mecklenburg-Vorpommern, dem Urlaubs-Land der maximalen Entschleunigung? Richtig, ein Landschaftslauf, ein Fishermanstrail in seiner pandemie-bedingten Verfasstheit, der Corona-Edition 🙂

Als sich Bernd Struzak zu „seiner“ Corona-Edition angemeldet hatte und er diese in Fahrrad-Begleitung seiner Frau Katrin im Zeitfenster unseres Urlaubs laufen wollte, erkundigte ich mich bei ihm, was er von einer gemeinsamen Runde um den Plauer See halten würde. Vom ‎Hinweis auf eine dem Alter angemessene Geschwindigkeit abgesehen waren beide Struzaks von der Idee angetan, so dass wir uns auf den Montagmorgen am 27. Juli verständigten.

Am Sonntag davor gehört zu Beginn des Urlaubs ein Besuch der Inselstadt Malchow mit Fischbrötchen und Eisbecher unbedingt dazu. Kaum standen wir am Eisstand, wurden wir von zwei Radfahren angesprochen – es waren Struzaks. Sie hatten in ihrem Hotel in Lenz eingecheckt und wollten mit dem Rad noch ein wenig die Gegend erkunden. Nach einem gemeinsamen Eis gingen wir noch zu unserem Wagen, in dem ich bereits eine Thermosflasche ‎zurechtgelegt hatte, die ich eigentlich im Anschluss an unserem Malchow-Exkurs noch nach Lenz bringen wollte. Katrin wollte mir als Marketenderin einen Kräutertee für den Lauf mitnehmen – was für ein ungewohnter Luxus! Kurz noch das Timing für den nächsten Morgen abgeglichen und dann ging es zurück ins Urlaubsquartier.

Der Wecker klingelte 03:30 Uhr. Der‎ Wetterbericht versprach einen heißen Tag, so dass ich Katrin und Bernd überzeugen konnte, doch möglichst früh zu starten. Für einen nächtlichen Start ließen sie sich nicht begeistern, doch  06:00 ab Lenz war dann die Kompromissformel. Also fix angezogen, gefrühstückt und die Trinkblase des Laufrucksacks gefüllt und los ging es mit dem Auto nach Alt Schwerin zur Fischerei.

Der Plan war, die ersten zehn Kilometer bis Lenz richtig auf die Tube zu drücken und dann von dort mit Katrin und Bernd die Runde zurück bis zur Fischerei gemeinsam zu laufen.

Kaum in Lenz angekommen, kamen die beiden aus ihrem Hotel. Noch schnell die Satteltaschen am Fahrrad befestigt, ein Bild auf der Lenzer Brücke von zwei noch sehr entspannt dreinblickenden Läufern und los ging es Punkt 06:00 Uhr. Nun gut, der erste Zwischenstopp war dann gleich die Lenzer Höhe mit den obligatorischen Bildern auf den Plauer See. Die dann beginnende Stock-und-Stein-Strecke bis Stuer haben die beiden mit Bravour gemeistert. Bernd hatte ein Tempo angeschlagen, das Katrin wiederholt meinte, bremsen zu müssen, doch uns allen noch Kraft ‎und Atem für eine Unterhaltung gab, die erst in Alt Schwerin enden sollte.

Katrin hielt auf dem Fahrrad wacker mit. Am ersten Zeltplatz mussten wir feststellen, dass ordnungsamtliche Hygiene-Auflagen schon eine etwas schildbürgerhafte Umsetzung erfahren können – der Betreiber verriegelte kurzerhand den Eingang für den ausgewiesenen Radweg mit einem Fahrradschloss. Wir wussten uns mit unserer gemeinsamen Lebens- und Sportler-Erfahrung zu helfen und weiter ging es.

An den Angelteichen am Bärengehege dann ein freudiges Wiedersehen mit Harald Hagemeister aka Mütze. Er bereitete seinen Räucherfisch‎ und den Verkauf für den Tag vor.

Weiter ging es Richtung Plau am See auf dem für Katrin dann doch etwas leichter zu befahrenden Streckenabschnitt. Wir unterhielten uns ohne Punkt und Komma über alles und jedes in der Welt, über gemeinsame Bekannte und natürlich auch über ausgefallene – in Corona-Zeiten doch besser verrückt zu nennende Läufe. Die beiden haben bereits im letzten Jahr erfolgreich am Deutschland-Lauf (über 1200 Kilometer in 19 Etappen) teilgenommen und haben sich bereits für den im kommenden Jahr geplanten Lauf erneut angemeldet!

Am gedachten VP3 dann die nächste reale Pause – wir setzten uns und stärkten uns mit dem, was Laufrucksack und Satteltaschen hergaben.

In Quetzin eine kleine Enttäuschung. Ich hatte die beiden schon auf die eigentlich dort reif und reichlich erwarteten Mirabellen eingestimmt, doch waren die beiden Bäume so gut wie leer. Eine kleine Hand voll für jeden von uns – mehr war nicht zu machen bzw. zu ernten.

Die Sonne stand inzwischen hoch und es wurde höchste Zeit für den wunderbar schattigen Feldweg Richtung Karow. Die Parkbank am VP4 in Karow war dann unser. Weiter ging es durch den Ort bis zum Bahnübergang, wo wir für unser Foto-Shooting eine kurze Pause einlegten. Dann wieder in den Halbschatten der Kiefernwälder bis Glashütte ‎eingetaucht. Schon waren wir auf den letzten fünf Kilometern bis zur Fischerei. Für mich das Ziel, für Struzaks die vermutlich letzte Pause vor ihrem Ziel in Lenz.

In einer Kühltasche hatte ich drei alkoholfreie Hefeweizen vor der Hitze im Auto bewahrt, die wir uns erst einmal schmecken liessen. Ich verabschiedete die beiden, zog mir fix ein frisches Shirt drüber und holte mir beim Fisherman Hans-Werner die Urkunde. Dann noch ein erfrischendes Bad im Plauer See und ab ging es mit dem Auto zu unserer Ferienwohnung, wo ich von meinen Lieben bereits am Strand erwartet wurde. Ein schönes Gefühl, nach den 58 Kilometern dann einfach alle viere gerade sein lassen und die vielen gemeinsamen Momente mit Katrin und Bernd noch einmal Revue passieren lassen zu können!

Wenn schon, denn schon – haben sich die beiden offensichtlich gesagt und kurzerhand am Dienstag noch mal zu zweit mit den Fahrrädern den Plauer See umrundet. Warum sollte ich das nicht auch machen, schließlich hatte ich noch eine Woche Urlaub vor mir!? Bernd meinte, dass ich ohne ihn sicher 1,5 Stunden schneller gewesen wäre. Was soll die Spekulation – ich nahm mir vor, es eine Woche später selbst herauszubekommen 🙂

‎Als ich mein Vorhaben in der Familie verkündete, erntete ich von meiner Annette erwartetermaßen ein Kopfschütteln, doch auch den mir wichtigen Segen. Carsten Stephan bot mir bereits vor dem Urlaub an, mich von Plau bis Alt Schwerin zu begleiten, so dass ich auf den Sonntagmorgen plante, an dem er noch auf seinem Wochenendgrundstück in Plau ist. Als unser Jüngster dann aber mit einem Bootsverleiher die Verfügbarkeiten eines führerschein-pflichtigen Motorbootes prüfte, war es um den gemeinsamen Lauf mit Carsten leider geschehen – wir bekamen das Boot nur am Sonntag. Also musste es der Montag für die zweite Runde der FMT Corona-Edition werden. Das Timing der ersten Runde mit Struzaks hatte mir sehr gefallen, so dass ich daran festhalten wollte – Start gegen 05:00 Uhr an der Fischerei und dann sehen, was geht.

Der Morgen ließ sich etwas windiger und kälter an und es war bewölkt. Zum zweiten Frühstück des Tages bei Mütze klarte es aber auf und damit wurde die zweite Hälfte des Laufes ein perfekter Sommer-Sonnen-Tag. Die am Westufer reichlich wachsenden Brombeeren gaben einen leckeren Snack für zwischendurch.

Es lief super und so nutze ich die Zeit, um noch ein paar Bilder für die Streckenbeschreibung des Weges über Karow zurück nach Glashütte zu machen.

Kurz vor Glashütte dann doch noch eine kurze Foto-Pause: Zum Lauf mit Struzaks vor einer Woche fanden wir dort am Wegrand nicht nur viele Pfifferlinge, sondern auch eine aufgebrochene Granate aus dem Zweiten Weltkrieg, bei der offensichtlich der Zünder nicht funktioniert hat, doch aus der einen noch der Sprengstoff anschaute. Ich war gespannt, ob sich einer der vielen Pilzsucher dieser Umweltbelastung inzwischen angenommen hat, doch sie lag noch genau so da, wie vor einer Woche. Also ein paar Bilder gemacht und weiter ging es zum Fisherman nach Alt Schwerin. Alles weitere wollte ich dann im Ziel in Rücksprache mit Hans-Werner klären, der als Jäger mit solchen Weltkriegs-Hinterlassenschaften in diesen Wäldern vermutlich auch schon seine Erfahrungen gemacht hat.

‎Die Fischerei erreichte ich mit 06:32:59 – nicht meine schnellste Zeit auf dieser Strecke, doch für die Rahmenbedingungen war ich sehr zufrieden. Wieder standen etwas mehr als 58 Kilometer auf meiner Garmin – falls wir für die Winter-Edition keine verbindliche Zusage zur Öffnung der Zeltplatz-Tore des Radwegs am ersten Campingplatz bekommen, werden wir diese Längenangabe und Streckenführung wohl oder übel generell übernehmen müssen.

Auf dem Weg zum Auto lief ich Hans-Werner in die Arme, der mich gleich auf ein alkoholfreies Bier einlud, aus welchem dann drei wurden. Zuerst klärten wir die Baustelle mit der schon zu lange herumgelegenen Granate. Ein Anruf bei der 110 führte sofort zu einer freundlichen Einladung durch die Polizei zum gemeinsamen Besuch des gemeldeten Fundortes. Es kostete einige Energie, dem Beamten mit Verweis auf meine ‎Seen-Umrundung klar zu machen, dass ich nach dem Lauf nicht noch mit der Polizei auf Exkursion gehen wollte. Eine E-Mail-Adresse hatten sie aber auch nicht, an welche ich die Fotos hätte schicken können. Nun ja, ich war froh, dass sie sich mit der Beschreibung des Fundortes und des Weges dorthin zufrieden gaben. Eine Weile bzw. ein Bier später gab es noch einen Rückruf der übergeordneten Polizei-Dienststelle und dann immerhin doch noch eine E-Mail-Adresse, an welche ich die Bilder schicken konnte. Die erwartete Kritik, dass ich mich nicht hätte vom Fundort entfernen dürfen, konterte ich mit dem Hinweis, dass offensichtlich alle einheimischen Pilzsucher seit Jahr und Tag an der Granate einfach vorbeigehen und dass diese ohne Zünder immerhin auch nicht mehr so ohne weiteres explodieren kann. Aufgrund des offenen liegenden Sprengstoffs ging es mir hauptsächlich um die Umwelt. Nach einem Bad im Plauer See wurde es höchste Zeit für die Rückfahrt zur Familie.

Die nächsten Anmeldungen für die Corona-Edition sind in den letzten Tagen wieder eingegangen – Sportfreunde, die möglicherweise auch in der Abstimmung ihres Lauf-Zeitpunktes zueinander finden.

Bleibt gesund!

Fishermans Greetings, Holger

FMTler auf Reisen: 7. Sachsentrail im Erzgebirge

Es gibt sie tatsächlich noch, Trailrunning-Wettkämpfe zur Corona-Zeit – und das vom Feinsten! Mitte Juni klopfte Roberto an und erkundigte sich, wer denn von uns Jenensern mit auf seinen Vorbereitungs-Lauf für den zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgesagten Südtirol Ultra Skyrace kommen würde – den 7. Sachsentrail um den Sportpark Rabenberg im Erzgebirge. Nachdem wir inzwischen auch unsere private Horizontale um Jena gemacht hatten und damit klar wurde, warum es davor zu unserem Rennsteigläufer@Home-Lauf unbedingt auf den Rennsteig gehen musste, wollte ich nun auch gemeinsam mit ihm endlich einmal den Sachsentrail kennenlernen.

Gesagt – getan: Am Vorabend ging es mit Zelt, Schlafsäcken‎ und etwas Proviant auf den Kamm des Erzgebirges in den Sportpark Rabenberg. Einige andere FMT-Wiederholungstäter, wie Birger Boesel, Antje Knobloch und Jörg Quentin hatten gleichfalls ihre Teilnahme signalisiert und wir freuten uns auf ein Wiedersehen.

Gegen 19:30 Uhr hatten wir den Sportpark Rabenberg erreicht. Ein weitläufiges Areal mit Sportplatz, Schwimmbad mit 50- und 25-Meter-Becken, diversen weiteren Sportanlagen und Häusern mit Zimmern und Appartements zur Übernachtung – ein Paradies für Sportler und deren Familien!

‎Wir holten die Startunterlagen ab und bauten unser Zelt auf. Ein erstes Wiedersehen mit Antje Knobloch, die sich gleichfalls für die Übernachtung im Zelt entschieden hat und ihres gleich neben uns aufbaute. Danach saßen wir noch eine Weile bei schönster Abendstimmung zusammen und genossen ein alkoholfreies Hefeweizen und die Gewissheit, dass wir mit unserer Zelt-Übernachtung einen recht entspannten Morgen vor dem Start um 0800 Uhr vor uns haben würden.

Am Samstagmorgen entschieden wir uns in Anbetracht der für den Nachmittag angesagten Gewitter, das Zelt ‎doch gleich einzupacken. Nach dem üblichen Abkleben und Einreiben wurde gefrühstückt und alles im Auto verpackt. Ich entschied mich gegen den Laufrucksack, auch wenn lt. Veranstalter selbst eine Stirnlampe als Pflichtausrüstung mitzuführen ist. Einzig eine Softflask nahm ich mit, mit deren Wasser ich mich bei diesen hochsommerlichen Temperaturen unterwegs kühlen wollte. Im Rückblick eine gute Entscheidung.

Vor dem Start ‎dann ein Wiedersehen mit Jörg Quentin und Mirko Leffler, dem Veranstalter des Südthüringen-Trails und gleichfalls erfolgreicher FMTler. Jörg war wieder mit seinem Fishermanstrail-Finisher-Shirt unterwegs und hat damit erneut seinen Ehrenplatz in unserer einschlägigen Rubrik bekommen.

Das corona-bedingte Konzept des Sachsentrail-Veranstalters sah einen fliegenden Start und die uns inzwischen in Fleisch und Blut übergegangenen Auflagen-Klassiker ‎Mund-Nase-Schutz und Abstand vor. Netterweise hatte er den Startunterlagen gleich ein Multifunktionstuch mit beigelegt. Der einzige kleine Wermutstropfen war, dass nicht die originale 71-Kilometer-Strecke, sondern die 35,5 Kilometer des Half-Trails zweimal gelaufen wurden‎. Im Nachhinein betrachtet konnte ich dem doch etwas gutes abgewinnen, denn eine bekannte Strecke läuft man sicherer und schneller als eine unbekannte – und es waren auch nur zwei Runden.

Eine sehr schöne Streckenführung, die auch Abschnitte für Mountainbiker einschloss und in weiten Teilen im Wald unter Bäumen verlief, was die Temperaturen auch deutlich erträglicher machte.‎ Ein Trail über Stock und Stein – so soll es sein 🙂

VPs gab es alle 5-6 Kilometer. Neben Cola, Iso, Apfelschorle und Wasser war an zwei Stationen auch alkoholfreies Hefeweizen im Angebot – einfach perfekt!

Knapp 10 Kilometer vor dem Ziel holte uns noch das angekündigte Gewitter ein, doch zum Glück nicht direkt über uns. Der dazugehörige Regen war bei den Temperaturen hochwillkommen, hielt sich aber auch in Grenzen.

Im Zieleinlauf des Stadions wurden wir mit einer Finisher-Medaille und einem Erdinger Alkoholfrei empfangen.

Am Ende der 71 Ki‎lometer standen knapp 2000 Höhenmeter auf meiner Uhr.‎ Stöcke vermisste ich bei dem Streckenprofil nicht wirklich. Bei 191 Startern gab es mit 48 Sportlern unerwartet viele DNFler, doch vermutlich einfach der corona-bedingt wettkampfarmen Zeit davor geschuldet.

Ein wirklich tolles Trailrunning-Event‎ im Herzen des Erzgebirges! Wir wollen in jedem Fall wiederkommen und auch einmal die originalen 71km kennenlernen.

Hier geht es zu den Ergebnissen.

Beste Grüße,

Holger

in die Gläser, Teller und über deren Ränder geschaut

Als die ersten dramatischen Berichte zu COVID-19 aus Norditalien durch die Medien gingen, musste ich an einen sehr alten Italiener denken, der mir während des Trail del Cinghiale mit seiner vermutlich wenigstens ebenso alten Jagdflinte und seinem Hund ‎entgegen kam. Mich beschlich beim Gedanken an die Sportfreunde auf der Laufstrecke tatsächlich ein leichtes Unbehagen, diesen alten Mann auf die Jagd ziehen bzw. eher schlurfen zu sehen. Haben die Corona-Viren einen weiten Bogen um ihn gemacht? Wie wird es ihm ergangen sein? Ich werde es nicht erfahren, doch meine besten Wünsche sind bei ihm.

Lange kreisten meine Gedanken um die über den täglichen Corona-Ticker gehenden Zahlen, aufgrund deren Auffälligkeiten in Relation zu anderen Ländern besonders die aus Italien, Spanien und Frankreich. Recht gut navigieren lässt sich dabei in den  Zahlen der Johns Hopkins University zu den länderspezifischen Infektionen und Todesfällen!

Jenseits von Platitüden, dass „wir“ mehr richtig gemacht haben, hört und liest man wenig über die statistischen Auffälligkeiten der in Relation zur Anzahl der Infektionen unterschiedlichen Mortalitätsraten und Anzahl der schweren Krankheitsverläufe in den verschiedenen Ländern. Eine erste Information bekommt man über die Case-Fatality Ratio, die von der JHU ausgewiesene Sterblichkeitsrate auf Ebene der Länder. Kaputt gesparte bzw. nur für zahlungskräftige Patienten offene Gesundheitswesen geben m.E. hierfür nur eine teilweise Erklärung.  Schliesslich hat die gleiche Universität den USA und UK den ersten  bzw. zweiten Platz im weltweiten Vergleich der besten Gesundheitssyteme vergeben;-)


Mein Versuch einer Erklärung: Ich kämpfte über zwei Jahre mit einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, nachdem ich in den Jahren davor bereits immer Anfangs des Jahres eine kräftige Erkältung mit eitrigem Schnupfen bekommen hatte. Nachdem ich diesen jahrelang vermeintlich erfolgreich mit Antibiotika bekämpft hatte, hatte ich mich mit meinem Hausarzt beim nächsten Mal darauf verständigt, dass wir es ohne Antibiotika-Gabe versuchen. Nun, es wurde im unmittelbaren Anschluss an ein opulentes Spaghetti-Bolognese-Mahl zum Auftakt unseres ersten Fishermanstrail –Winter-Edition- eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Ich habe nur schulterzuckende Allgemein- und HNO-Ärzte erlebt und nach endlos langer Frustration erst in einer Web-Recherche in einem Thread die Erklärung von einer gleichfalls Betroffenen gefunden. Ein sehr spätes, doch großes Dankeschön an jutta_276230, welche sich zehn Jahre damit herumgeschlagen hat und drei sinnlose OPs über sich ergehen ließ und mir mit ihren wenigen Zeilen die Augen öffnete bzw. von diesen die Tomaten nahm.

Ich hatte jahrelang an zwei von drei Abenden einen großen Teller mit Tomaten, Mozzarella und Balsamico sowie sehr viel Pfeffer gegessen – der gesunden Ernährung wegen;-( Erst nach der Recherche ist mir klargeworden, dass das eine hochtoxische Mischung aus Histamin und Histamin-Liberatoren war, die über den Pfeffer noch besonders leicht über die Schleimhäute von Mund bis Darm aufgenommen wird. Auch Orangen und Pampelmusen, die besonders zu den Winter-Monaten viele Vitamine und Mineralstoffe versprechen, hatten offensichtlich ihren Anteil an meinen Problemen: Die in Folge erfahrenen Symptome sind zuschwellende Tuben und Nasengänge, Schmerzen und Entzündungen im gesamten HNO-Bereich, Tinnitus, heftige Kopfschmerzen im Bereich der Stirn.

Niemand sollte Informationen zu seiner Gesundheit unbedacht ins Netz stellen und auch mich hielt dieser Grundsatz lange davon ab, in die Aufklärungs-Offensive zu chronischen Entzündungen als Ausdruck nicht mehr funktionierender Immunsysteme zu gehen. Je mehr ich aber inzwischen zu den Hintergründen der Nasennebenhöhlenentzündung, zur Corona-Pandemie und zu COVID-19 gelesen habe, umso mehr sehe ich als übergreifenden Dreh- und Angelpunkt unserer Gesundheit unser hochkomplexes wie eigentlich geniales, doch nicht endlos strapazierfähiges Immunsystem. Ich sollte eine Ausnahme machen!

Histamin ist ein Abbauprodukt beim Zerfall organischer Stoffe und in höheren Konzentrationen toxisch! Das entscheidende Abbauenzym des Histamins in unserem Körper ist die Diaminoxidase (DAO), die hauptsächlich von den Darmschleimhautzellen produziert wird. Bei reduzierter DAO-Aktivität reichert sich Histamin auch im Blut an. Hier ein kurzer Abriss zum Histamin.

Stollen, Rotwein, Nüsse, Käse, Zitrusfrüchte, Hefeweizen, rotes Fleisch etc. – eine furchtbar lange Liste! Überspitzt könnte man sagen – alles, was einen Reifungsprozess aufweist/ fermentiert ist und sehr vieles, was lecker ist! Die viele Jahre lang Anfang Januar durchbrechende eitrige Nasennebenhöhlenentzündung war einfach das Ergebnis meiner Essgewohnheiten‎ über die Feiertage. Nach einem halben Jahr konsequenter Beachtung und Meidung der allgegenwärtigen Spots an Histamin und Histamin-Liberatoren bei Essen und Trinken bin ich inzwischen wieder in einem normalen Ernährungs-Modus unterwegs und muss auch nicht mehr so genau auf die sich aus der Histamin-Unverträglichkeit ergebenden Verhaltensmaßregeln achten. Die Statistik der letzten drei Jahre sagt alles – nicht eine Erkältung, nicht ein Schnupfen 🙂

Einen guten Überblick von Lebensmitteln und Lebensmittel-Zusatzstoffen mit deren Potential an Histamin und Histamin-Liberatoren gibt besonders  diese Seite. Auch diese und diese Seite geben Hinweise für eine histaminarme Ernährung.

Ein Blick in diese Listen und etwas Mustererkennung und wir sehen, dass die Länder mit deutlich höheren Fallzahlen an schweren und tödlich verlaufenden COVID-19-Erkrankungen diejenigen sind, deren Küche, deren „kulturkreisspezifische“ Ernährung sehr stark auf fermentierte bzw. histamin-haltige Lebensmittel sowie Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Histamin-Liberatoren bzw. Allergenen setzt.

Ausgeprägt histamin-haltig ist nicht nur die „Küche“ der Kulturkreise UK und US mit viel Beef und Junkfood, sondern auch die unserer südländischen Freunde, bei denen es eher um Rotwein, Käse, Schinken, Salami, Pizza, Zitrusfrüchte, Tomaten und Erdbeeren geht. Im Hinblick auf unsere französischen Freunde und deren hier in den Medien zu Beginn des Shutdowns kolportierten Kauf-Vorlieben Rotwein und Kondome kommt mir in den Sinn, dass zumindest der Rotwein nicht unbedingt die beste Wahl war;-)

Der Blick auf die asiatische Küche sieht etwas besser aus, doch Tofu, Soja-Soße und beliebiges nicht schlachtfrisch verarbeitetes Fleisch stehen auch auf dem Index.

Im Normalfall kann der Körper damit umgehen, doch was ist schon normal, einmal mehr zu den Feiertagen zur Jahreswende oder aber in dem Moment, in dem sich das Immunsystem mit einem neuen Virus oder gar einem „Viren-Cocktail“ auseinandersetzen muss!?-)

Über die Sinnhaftigkeit des Begriffes Histamin-Liberatoren kann man sich streiten, denn schließlich provozieren diese die Mastzellen nicht nur zur Abgabe von Histamin, sondern auch von Zytokinen, Tryptase und weiteren entzündungsfördernden Mediatoren, die mit dieser Eigenschaft im Regelkreis des Immunsystems einen dramatischeren Impact haben. Größere thematische Tauchtiefen zu diesem Schlüsselbereich im Verständnis von nicht mehr funktionierenden und mit heftigen Entzündungen überreagierenden Immunsystemen kann man sich hier, hier  und hier erschließen – Literatur, die ich auch HNO- und Allgemein-Ärzten dringenst ans Herz legen möchte, die für eine korrekte und schnelle Anamnese in besonderer Verantwortung stehen.

Vitamin D3 – auch wichtig für ein funktionierendes Immun- und Autoimmunsystem –  ist in der sonnenarmen Jahreszeit evtl. nicht immer im notwendigen Maße verfügbar, hat sich aber auch als hilfreich bei der Behandlung von Patienten mit COVID-19 erwiesen. Laut Presseerklärung der französchen Académie nationale de Médecine vom 22. Mai spielt Vitamin D3 eine nicht unbedeutende Rolle bei der Regulierung und Unterdrückung der Zytokin-Entzündungsreaktion. Wird die u.a. für die Verstoffwechselung von Vitamin D3 wichtige Leber langfristig mit zu viel Zucker, Kohlehydraten, Fetten und Alkohol ausgebremst, „degeneriert“ diese zur sogenannten Fettleber und wird auch schlechter ihre Aufgabe zum Abbau und Ausscheiden von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen erfüllen können. Zwangsläufig führt dieses energetische und/ oder alkoholische Überangebot nicht nur zu einer schlechteren Verfügbarkeit von Vitamin D3 im Körper, sondern auch zu einer weiteren Verrschlechterung des Histamin-Abbaus über das in der Leber vorkommende Enzym N-Methyltransferase.  Das Immunsystem wird weiter geschwächt! Doch die Verfügbarkeit von Vitamin D3 steht nicht nur in Abhängigkeit zum Stress-Level der Leber, sondern auch zu den weiteren Stressfaktoren, die auf uns wirken. Der Gegenspieler ist hier Cortisol als wichtigstes Anti-Stress-Hormon des Körpers. Ein hoher Cortisol-Pegel hemmt die Verstoffwechslung von Vitamin D3 in der Leber und schwächt die Immunabwehr.  Ein Blick zurück auf das medial ausgeschlachtete Fussballspiel zwischen einer italienischen und spanischen Mannschaft, auf deren Fans und auf die Apres-Ski-Party-Gänger in den Alpen, deren Ernährungs-, Trink- und Lebensgewohnheiten und wir entwickeln eine grobe Idee von deren Cortisol-Pegel und Immun-Status und einem idealen sogenannten „Super-Spreader“. Selbstverständlich greift dieses Bild geschwächter Immunsysteme durch Stress auch auf Menschen in ihrem täglichen Kampf in prekären Arbeitsverhältnissen und gegen Armut, Obdachlosigkeit und Unterdrückung etc. – die länderbezogenen Zahlen der COVID-19-Erkrankungen sprechen eine deutliche Sprache. Kurzerhand Körperteile in die Sonne halten, gibt also noch keine Sicherheit, ausreichend mit Vitamin D3 versorgt zu sein – möglicherweise haben die Longdrinks zur Apres-Ski-Party am Vortag mit ihren komplett auf dem Histamin-Index stehenden Zutaten (Orange, Limette, Zitrone, Ananas, Sirup, Alkohol…) die Leber so sehr ausgebremst, dass die Synthetisierung von Vitamin D3 nicht mehr funktioniert.

Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, Entzündungen im HNO-Bereich, Entzündungen in der Lunge – klingt das irgendwie bekannt?!  Die Ähnlichkeiten der molekularen Mechanismen von COVID-19 und chronischen Entzündungen hat ein Forschungsteam bereits im Fachjournal Nature Review Immunology beschrieben. Und folgerichtig haben Wissenschaftler der Universität Oxford vor einigen Wochen festgestellt, dass Dexamethason, ein mit Cortison verwandter Entzündungshemmer, eine deutliche Stärkung des Immunsystems von mit COVID-19 erkrankten Patienten bewirkt. Geruchs- und Geschmacksstörungen im Ergebnis einer COVID-19-Erkrankung, weil SARS-CoV-2 auf eine durch Histamin-Intoleranz entzündete und geschädigte Schleimhaut traf?!

Wer schon einmal einen Allergietest gemacht hat, weiss um die weiteren allgegenwärtigen Allergene, die das Immunsystem herausfordern können, u.a. Haus- und sonstiger industrieller Feinstaub, Pollen von Gräsern und diversen Bäumen. Auch die in der Umwelt und damit auch in der Atemluft und Nahrung enthaltene Mikroplastik muss genannt werden, wenn wir uns die gelegentlich zu Wort kommenden Immunologen mit deren Diagnosen von Entzündungen im Kontext von Mikroplastik-Aufnahme bewusst machen.

Zweite Runde in der Mustererkennung: Woher kommen die sog. Risikogruppen? Warum können jüngere Menschen positiv getestet werden, ohne in der Regel wirklich zu erkranken? Immunsysteme können nicht nur durch lebenslanges Konsumieren von Lebens- und Genussmitteln mit Histamin und Histamin-Liberatoren geschädigt werden. Ein Blick auf die genannte Seite gibt einen Überblick über Medikamenten-Wirkstoffe, deren Einsatz ab einer höheren Altersgruppe im gewissen Sinne auch „Kulturgut“ ist! So, wie deren DAO-Hemmung erwiesen ist, so werden bei einer Medikation gleichfalls die mit dem Abbau dieser Wirkstoffe befassten Organe und damit auch das Immunsystem gestresst und langfristig geschädigt.

Neben Chloroquin finden sich in diesem Index der DAO-hemmenden medizinischen Wirkstoffe viele für Schmerzhemmer, Antirheumatika, Herz-Kreislauf-Mittel, Antibiotika etc., auch Morphin und andere Opiate sind  dabei. Seit einigen Jahren kämpft das Heimatland von koffeinhaltiger Zucker-Brause, Erdnussbutter und Fastfood nicht nur mit Übergewicht und den damit einhergehenden Krankheiten, sondern auch mit einer sehr speziellen Sucht.

Was hat dieses Land inzwichen auf Platz eins der auf COVID-19 bezogenen Infektions- und Todesfall-Zahlen gebracht? Welche Altersgruppen nehmen häufig bis regelmäßig Medikamente aus genannten Gruppen, welche wiederum nicht?!  Wieviel Menschen kämpfen mit ihren durch Übergewicht ruinierten Immunsystemen und induzierten Krankheiten? Zugegebenermaßen rhetorische Fragen – das RKI wirbt so schön mit „Evidenz erzeugen“:-)  Medizinstatistiker sollten an den für sie zugänglichen Patientendaten ihre analytische Freude haben! Hier sind die Zahlen des CDC der USA zur Charakteristik der zwischen Februar und Mai gestorbenen COVID-19-Patienten und eine Diskussion dieser zu finden. Was mir auffiel: So richtig die differenzierte Erfassung von Vorerkrankungen nach Ja, Nein und Unbekannt ist, so bemerkenswert ist es, dass der Status für Adipositas und Lebererkrankung mit ca. 90 und 85% unbekannt blieb! Dabei sollte zumindest Adipositas bei der Patientenaufnahme unschwer zu diagnostizieren sein. Einen Richtwert gibt uns jedoch die Uni Leipzig an die Hand: Zwei Drittel der Amerikaner sind übergewichtig und 36 Prozent der Erwachsenen adipös!  Noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass bei Immunerkrankungen nur über Ja (in den Altergruppen zwischen 12 bis 18%) und Unbekannt differenziert werden konnte – weil offensichtlich den wenigsten Patienten ihr Immunstatus bewusst ist. Der Vollständigkeit halber noch der vom CDC auf Basis dieser Zahlen erarbeitete Bericht.

In diesem dreizehn Jahre alten Artikel wiesen die Forscher darauf hin, dass 20 % der Bevölkerung DAO-hemmende Medikamente zu sich nehmen und die Histaminunverträglichkeit durchaus ein epidemiologisches Problem darstellt. Die Welt hat sich inzwischen dreizehn Jahre weitergedreht und die Alters-Pyramide auch deutlich weiter nach oben verschoben. Lt. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Torsten Zuberbier von der Berliner Charite sind 40% der jüngeren Erwachsenen von Atemwegs-Allergien betroffen! Auch wenn er keine Statistiken für andere Altersgruppen nannte, so müssen wir davon ausgehen, dass auch in diesen relevante Gruppen mit den gleichen Allergie-Problemen existieren.

Wie mag wohl die Schnittmenge zwischen Histamin-Intoleranz, Allergie, Immunsystem-hemmender Medikamenten-Einnahme, Fettleber, hohem Stress resp. Cortisol-Pegel und unbewusster Ernährung mit Lebensmitteln mit zu viel Histamin und Histamin-Liberatoren ausschauen?

Ein für ein gesundes Immunsystem relativ harmloses und über Luft sich sehr gut verbreitendes Virus ist für ein vorgeschädigtes bzw. bereits auf Anschlag arbeitendes Immunsystem offensichtlich fatal bis letal! Man kann also durchaus das Corona-Virus mit Blick auf die Berichte und Zahlen der an schwerer Pneumonie erkrankten und oftmals gestorbenen Menschen als ursächlich sehen. Hinterfragen wir die Zusammenhänge hinter der der Pneumonie zugrundeliegenden Überreaktion des Immunsystems, kommen wir auf das eigentliche Problem: Das Verkennen der Faktoren, die über lange Zeiträume auf die Immunsysteme der Menschen einwirkten und sie ruinierten. Diese Allergene, Histamine, Histamin-Liberatoren und unendlich viele Medikamente, deren Implikation auf Darm und Leber  resp. die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nicht wirklich thematisiert wird. Ich würde bei den schwer bis tödlich verlaufenden COVID-19-Erkrankungen von vorerkrankten Menschen das Virus nicht verharmlosend als Begleiterscheinung, sondern genauso ursächlich sehen, wie die weiteren Faktoren, die in Summe das Immunsystem über seine Regel-Grenzen gebracht haben.

Jeder, der nach einer beliebigen Nahrungsaufnahme ein Anschwellen der Schleimhäute oder auch die Bildung von sich hartnäckig im hinteren Rachenbereich haltendem Schleim kennt, der sollte sich bewusst sein, dass das Immunsystem ihm damit aufzeigt, dass es im Überlast-Bereich gegen Histamin und/ oder Allergene kämpft.  In den Nasen- und Rachenbereich eindringende Viren haben auf dem mit der Immunreaktion einhergehenden zähen Schleimbelag eine besonders stabile und damit gute Basis für weitere Reproduktion und besonders leichte Infektion über die umliegende entzündete und lädierte Schleimhaut!

Jeder, der mit einer Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung oder auch nur mit geschwollenen Schleimhäuten im HNO-Bereich kämpft, sollte seine Ernährungsgewohnheiten anhand dieser Liste überprüfen.

Ist eine Allergie und/oder Histamin-Unverträglichkeit neben einem durch Langzeit-Medikamenten-Einnahme geschädigten Immunsystem ein weiteres Risiko für eine ggf. auch schwere Virus-Infektion? Aus eigener Erfahrung sehe ich dieses definitiv höhere Risiko – besonders in dem Falle, in dem sie dem Einzelnen nicht einmal bewusst und damit auch nicht behandelt ist bzw. sind!

Mein Cross-Check bei Medizinern zu Ursachen und Behandlungsformen chronischer Entzündungen der Nasennebenhöhlen ergab, dass zwar alle wie aus der Pistole geschossen deren Therapie herunterbeten konnten, doch niemand etwas zu deren Ursachen sagen konnte. Erfreulicherweise haben sich die Ernärungs-Docs des NDR des Themas sehr gut angenommen.

Gehe ich von der in der Sendung vorgestellten Dame, der auf das gleiche Problembild eines betroffenen Patienten antwortenden jutta_276230, mehreren Verwandten und Bekannten und von meiner eigenen Genesung aus, so bin ich überzeugt, dass man mit einer bewussten und gesunden Ernährungs- und Lebensweise, mit allgemein und günstig verfügbaren Mitteln wie Antihistaminika,  Vitamin D3 und ggf. cortisonhaltigen Entzündungshemmern sein Immunsystem wieder in den Griff bekommen kann. Das Virus G4 steht bereits in den asiatischen Startlöchern. Sollte es den Sprung in die weitere Welt, ggf. gleich gemeinsam mit einem neuen Cocktail an Grippe-Viren, schaffen, wenn wir noch mit SARS-CoV-2 kämpfen und diese Regelkreise unseres Immunsystems weiterhin ignorieren, kann es eng werden.

Zugegebenermaßen ein für unsere FMT-Seite in Inhalt und Umfang ziemlich aus dem Rahmen gefallener Text. Ich wollte ein paar Zusammenhänge aufzeigen, die vermutlich nicht jedem bewusst sind. Selbstverständlich bleibt dieser thematische Exkurs für unsere FMT-Seite die absolute Ausnahme. Wer bis zum Textende durchgehalten hat, kann eine Vorstellung entwickeln, was er eventuell an seiner Ernährung ändern sollte. Wer diese kleine Sicht auf das Immunsystem verinnerlicht und in seinem Freundes- und Bekanntenkreis diskutiert, hilft vielleicht auch mit, gelegentlich in den Medien thematisierte schwere Krankheitsverläufe von COVID-19-Patienten mit vermeintlich gutem Immun-Status zu entmystifizieren.

Die Bilder mit teilweisem Themenbezug sind eine kleine Referenz an die in diesem Jahr ausgefallenen Läufe des UTMB® und den ebenfalls ausgefallenen Lavaredo Ultratrail®.

Bleibt gesund und genießt den Sommer!

Holger

Unsere Sommer-Edition des 7. Fishermanstrail einmal anders

Liebe Sportfreunde,

Augenblicke, bevor ich mich bei Hans-Werner nach den Auflagen für den Gastro-Betrieb für unsere Sommer-Edition erkundigen wollte, rief er mich gestern an und erklärte mir, dass er sich momentan mit seinen Mitarbeitern leider nicht imstande sieht, unseren Lauf in der gewohnten und von uns allen auch sehr geschätzten Qualität gastronomisch absichern zu können.

Wow, ich musste mich erst einmal setzen und etwas sammeln, schließlich bin ich gedanklich schon beim Sachsentrail, der trotz organisatorischer Hürden in der kommenden Woche stattfinden wird. Die Varianz der Lösungsansätze für Laufveranstaltungen im Pandemie-Jahr 2020 haben wir ja inzwischen alle kennen gelernt, doch einfach alles hinschmeißen ist nicht die Lösung! Ich schlug Hans-Werner vor, die gute Idee der Organisatoren des Rennsteiglaufs mit dem Rensteigläufer@Home einfach fortzuschreiben.  Doch @Home kann jeder, wir wollen schon dem Fisherman und dem Plauer See die Treue halten und diesen auch wirklich umrunden. Kurzum, wir widmen die Sommer- zur Corona-Edition um, die vom Juli bis Ende September stattfindet.

Damit auch jeder seine Erinnerung an diese nun selbst zu organisierende Umrundung des Plauer Sees erhalten kann, habe ich mit Hans-Werner vereinbart, dass es eine Finisher-Medaille und eine Finisher-Urkunde geben wird. In der Kosequenz heißt das, dass sich jeder FMTler für die Corona-Edition für den Lauf auf dieser Seite und unmittelbar vor dem Lauf beim Fischerman Hans-Werner bzw. seinen Kollegen anmelden muss. Ein zwei Fotos von unterwegs (Besuch bei Mütze am Bärenwald, Karow) sind dann im Ziel vorzulegen bzw. auch gern bei genialen Motiven mir für die FMT-Seite zu schicken.

Auch unser langjähriger Lieferant der Finisher-Shirts war sofort dabei und hat heute schnell ein spezielles Finisher-Shirt designed, welches jeder Läufer direkt bei ihm bestellen kann:-)

Sehr schade, dass wir nun doch nicht an unserem sportlich-gesellig-kulinarischen Treffen festhalten können, doch so haben wiederum auch über die drei Sommer-Monate viel mehr Sportler die Möglichkeit, die Schönheiten des Plauer Sees in der des Trailrunners eigenen Genussfähigkeit wiederzusehen bzw. kennenzulernen. Selbstverständlich läuft jeder privat und auf eigene Verantwortung!

Die Ergebnisse stelle ich dann gerne mit auf die FMT-Seite. Diese sind natürlich nicht als Rangliste zu verstehen und gehen auch nicht in die DUV-Datenbank ein.

In den nächsten Tagen werde ich noch das Anmeldeformular anpassen. Bitte seht bis dahin von weiteren Anmeldungen ab. Die Sportfreunde, die sich bisher bereits angemeldet haben, bekommen ihre Anmeldung auf den 8. FMT vorgetragen.

Haltet Euch und Euer Immunsystem fit – sachdienliche Hinweise folgen demnächst:-)

Euch ein schönes Wochenende und

Sportliche Grüße,

Holger

FMTler auf Reisen: Rennsteigläufer@Home


Liebe Sportfreunde,

Mitte Mai ist Rennsteigzeit – die Organisatoren machten nun das Beste aus den Gegebenheiten des allgemeinen Lockdowns und unterstützen alle in der Organisation ihres privaten Rennsteig-Laufs. In Anbetracht des für den 16. Mai angesagten Wetters waren wir uns in unserer Jenenser Runde aus Roberto, Thomas, Martin und mir schnell einig, dass wir es an diesem Sonnabend mit unserem Rennsteigläufer@Home angehen sollten. @Home, nun ja: Die Jungs haben sich nicht davon abbringen lassen, in den Thüringer Wald fahren zu wollen. Mein Vorschlag, doch kurzerhand die Jenenser Horizontale (eine 100km-Strecke um Jena) zu nehmen, war nicht mehrheitsfähig und eine Spaßbremse wollte ich auch nicht sein.

Für mich ein etwas grenzwertiges Unterfangen, habe ich mir doch im Ergebnis des Winter-FMTs eine Ischias-Nerv-Entzündung im rechten Bein zugezogen (nicht ausgelaufen, keine Massage und das betreffende Bein – mit Enkelchen auf dem Schoss – zu lange hochgelagert), die mich acht Wochen nicht trainieren ließ. Ende April fing ich wieder mit dem Training an und war von einem trainierten Zustand noch weit entfernt… Roberto und Thomas beruhigten mich und verwiesen auf ihre Zipperlein, die sie die 74 Kilometer auch ganz ruhig angehen lassen würden. Martin wollte in Oberhof auf seinen Halbmarthon dazukommen.

Gesagt, getan: Am Sonnabend trafen wir uns kurz nach sieben tiefenentspannt in Eisenach. Wenn schon Rennsteigläufer@Home im Thüringer Wald, dann richtig 🙂 Da ich mit Gel und den üblichen Körner- und Eiweiß-Riegeln auf Kriegsfuß stehe, hat mir meine Annette in bester Rennsteiglauf-Tradition zwei Beutel mit Hafersuppe gemacht und mit etwas Apfelmus getoppt – wirklich lecker und bekömmlich!

Als wir uns fertig machten, liefen bereits die ersten Sportfreunde an uns vorbei, die sich gleichfalls ihren Rennsteigläufer@Home vorgenommen hatten. Was für ein Hallo! Bei 1°C Außentemperatur noch fix einen Windstopper drübergezogen und los ging es.

An der Glasbachwiese gab es das nächste große Hallo, denn Sportfreunde aus Fröttstädt machten auf ihrem Rennsteigläufer@Home-Lauf auch eine Pause.

Der Weg hoch auf den Kleinen Inselsberg war nicht mehr wiederzuerkennen. Der den Rennsteigläufern über die Jahre bestens bekannte und über die Jahrzehnte ausgewaschene Hohlweg war komplett aufgeschüttet und befestigt worden. Überhaupt sind im Ergebnis der dringend notwendigen Holzfällarbeiten viele Wege wieder aufgebaut worden bzw. noch in Fertigstellung gewesen.

Ab dem Inselsberg achteten wir darauf, dass wir nach Möglichkeit immer den eigentlichen Rennsteig und nicht die Rennsteiglauf-Piste genommen haben. Mehr Stock und Stein, schönere und natürlich auch seltenere Ausblicke und konform zur Ausschreibungs-Bestimmung, dass wir nicht auf der Rennsteiglauf-Strecke laufen sollten:-) Ein Spaßvogel oder gar die Organisatoren hat/ haben aber doch die eigentliche Rennsteiglauf -Strecke markiert – bis zum Ziel sahen wir die blauen Markierungen.

In dem satten Grün des Thüringer Waldes fielen uns die braunen und schlaff herunterhängenden Blätter der Buchen oberhalb von 650 Metern auf. Oberhalb von 750 Metern war an den Buchen absolut nichts Grünes mehr zu sehen, nur noch ganz wenige kleine „Spätzünder“ zeigten ihr offensichtlich erst nach den Eisheiligen herausgeschobenes hellgrünes Blattwerk. Wir werden sehen, ob Bäume damit umgehen können, wenn sie in einer Vegetationsperiode kein für ihre Vitalfunktion notwendiges Blattwerk mehr zur Verfügung haben.

Mathis, mit dem ich den Rennsteiglauf zusammen in 2003 lief, empfing uns auf dem Oberhofer Grenzadler mit seinem VP auf Rädern. Er fuhr dann fix nach Schmiedefeld und lief uns von dort entgegen. Martin startete in Oberhof auf seinen Halbmarathon. Klar, die Abstandsregeln haben wir auch weiterhin beachtet. Kurz hinter dem Mordfleck kam uns Mathis strahlend entgegengelaufen. Von dort ging es auf dem eigentlichen Rennsteig weiter bis zu den Kreuzwegen, wo ich die Jungs ziehen lassen musste – ich war einfach nur breit.

Doch was für ein Gefühl, dann endlich in dieses leere Schmiedefeld und ins leere Stadion zu laufen!

Dort trafen wir einige weitere Sportler und auch den Gesamtleiter des Rennsteiglaufes Marcus Clauder, der augenzwinkernd feststellte, dass wir es wohl ohne Rennsteig und Schmiedefeld doch nicht ausgehalten haben.

Mathis hatte bereits seinen Camping-Kocher in Betrieb und für uns zwei von seiner Frau vorbereitete Suppen aufgewärmt.

„Geduscht“ wurde sich unter einem etwas aufgedrehten Wasserkanister, der kurzerhand auf einen Verteilerkasten gestellt wurde. Erinnerungen an die aus einem verzinkten Installationsrohr bestehende Dusche in Schmiedefeld in den 80er Jahren kamen auf, doch war das Wasser aus dem Kanister nun deutlich wärmer 🙂 Als ich mir beim Waschen mein rechtes Bein vornahm, konnte ich es kaum fassen: 15 Zentimeter hinter meinem Fuß stand eine junge Bachstelze, die sich offensichtlich sehr für das von oben herunterplätschernde Wasser interessierte. Ich ging kurz zur Seite, bückte mich zu ihr und sie machte noch immer keine Anstalten, wegzufliegen – Schmiedefeld in seiner naturnahen Verfassung!

Thomas hat sich von Mathis sein Rennrad mitbringen lassen, um sich nach dem gemütlichen Lauf noch einmal richtig austoben zu können. Frisch gemacht und gestärkt warf er sich dann in seine Biker-Klamotten und fuhr zurück nach Eisenach, sein Auto abzuholen.

Im Rückblick auf die Läufe seit 1988 wüsste ich nicht, wann wir jemals so tolles Wetter gehabt haben. Sonne, leichter Wind und trotzdem keine Hitze – einfach perfekt! ‎So hart der Lauf auch war, so schön war er aber auch und so unvergessenen wird er in seiner Einzigartigkeit bleiben.

Wer seinen Rennsteigläufer@Home noch nicht gelaufen ist, dem sei gesagt, dass die Aktion noch bis zum 7. Juni läuft.

Hier noch ein lesenswertes Interview, welches durch die vor ein paar Tagen erfolgte Absage der UTMB-Läufe in diesem Jahr seinen besonderen Reiz hat. Für mich irgendwie das Credo von Sport in Natur und auch die Erklärung für den Suchtfaktor von Trailrunning.

Bleibt gesund und bis bald beim Fisherman in Alt Schwerin,

Holger

Unser 7. FMT -WE-

Liebe Sportfreunde,

im Namen aller Fishermen möchte ich mich bei Euch für das gesellige, sportive und kulinarische Wochenende und auch die freundlichen Rückkopplungen zu diesem bedanken.

Gibt es schlechtes Wetter? Der „klassische“ Trailrunner wird darauf definitiv mit „nein“ antworten und auf die passende Ausrüstung und Kleidung verweisen. Als Hans-Werner und ich Sigrid Eichner kurz vor aufkommender Dämmerung eine Stirnlampe für ihr sicheres Finish vorbeibrachten, kamen wir auf diesen wirklich nicht mehr netten Regen zu sprechen, der vom Sturm in der Horizontale über das Land peitschte. Sigrid lief in diesem stürmischen Zeitfenster über den Feldweg nach Karow und ihre einzigartige Antwort auf diese unwirtlichen Umstände war, dass das alles eine „herrliche Natur“ sei! Was für eine Läuferin! Sigrid kämpfte sich durch und schaffte damit ihren lt. DUV-Statistik 478. Ultra. Ganz nebenbei eröffnete sie mit ihrem Finish die Altersklasse W80, in welcher sie selbstredend auch den ersten Platz belegte. Sigrids Erklärung beim Erhalt ihrer speziell gefertigten Finisher-Tasse, dass es eigentlich noch mal so viele Ultras sind, die sie gelaufen ist, nehmen wir als augenzwinkernden Hinweis an den DUV, dass es noch kleine Statistik-Schätze auf dieser Welt zu heben gibt;-)

Apropos Statistik – lassen wir Zahlen sprechen: Wegen des zur Winterzeit offensichtlich immer geschlossenen Tores zwischen den zwei Campingplätzen standen auf meiner Garmin im Ziel tatsächlich 57,99 Kilometer, welche wir großzügig auf 58 aufrunden und einen neuen Längen-Rekord für unsere naturnahe Runde um den Plauer See darstellen.

Bei den Damen teilten sich unsere Wiederholungstäterinnen Antje Knobloch vom Rennsteiglaufverein und Sandra Thiericke von der TSG Markkleeberg mit starken 5:29:43 den ersten Platz, gefolgt von Petra Berkath vom TV Jahn Walsrode mit 05:54:29.

Alle Damen schauten zur Siegerehrung richtig entspannt in die Kamera, so dass man fast annehmen könnte, dass der Fishermanstrail mehr Genuss- als Kampf-Runde war. Oder lag es einfach nur an der stärkenden Kraft des leckeren selbst gebackenen Kirsch-Streusel-Kuchens, den es vom VP3 bis zum Ziel gab?-)

Bei den Herren gewann Marek Neumann von den Running Twins mit 04:44:37.

Platz zwei ging an Tobias Langer mit 04:44:37 und Platz drei an Robert Peters von den Adidas Runners Berlin mit 05:08:54.

Den Gewinnern, Platzierten und allen Finishern Gratulation zur erfolgreichen Seen-Umrundung!

 

Ein extra Dankeschön geht an Jana Bieler! Jana lief zusammen mit ihrem Micha ihren zweiten FMT und zauberte ein sehr schönes Video von unserem Lauf.

 

Unser besonderer Dank geht auch an Sportfreundin Andrea Möhr und die Sportfreunde Martin Reinhardt, Christian Obst und Stefan Obst, die sich zum Lauf angemeldet hatten, doch aus gesundheitlichen Gründen leider nicht starten konnten. Statt einfach daheim die Couch-Potatoe zu mimen, wollten sie sich unser Wochenende trotzdem nicht entgehen lassen und unterstützten das Orga-Team tatkräftig.

Bei Elinor Knobloch und Friederike Ecke bedanken wir uns ganz herzlich für das Fotografieren der Sportler und deren Empfang mit Finisher-Medaille und –Tasse im Ziel .

Zum Schluss auch ein großes Dankeschön an alle Unterstützer und Sponsoren des Laufes:
•              Balzer Angelsportgeräte für die FMT-Multifunktions-Medaillen
•              Intersport Meier aus Jena
•              Schneider GmbH aus Wernigerode für die in Ergonomie und Dokumentenechtheit perfekten Schreibgeräte
•              Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
•              Der Apotheke im Globus aus Hermsdorf für das Balsam für die Läufer-Füße und -Beine
•              Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des VP2
•              Fischer Uwe für die Betreuung des VP3
•              Fischer Jochen für die Betreuung des VP4
•              Doris Ludwig und Andrea Möhr für die Orga des Zieleinlaufes
•              Hans-Werner für die Markierung der Strecke, die Orga vor Ort und das Management am  VP1 sowie
•              Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Küche und Restaurant der „Forelle“

Nehmen wir die Kraft und den Spaßfaktor des Wochenendes mit auf die jetzt vor uns liegenden Trails dieser Welt!

Ich freue mich auf unser Wiedersehen.

Keep on running!

Holger

Packt die Badesachen ein: 7. Fishermanstrail -Winter-Edition-


Liebe Sportfreunde,

die Fishermen am Plauer See liegen mit ihren Vorbereitungen sehr gut im Rennen und erwarten Euch am kommenden Wochenende im 7. Jahr in Folge zu unserem inzwischen 11. FMT-Lauf – unseren Jubiläums-Mondscheinlauf einmal aussen vor gelassen.

Hans-Werner teilte mir heute Vormittag mit, dass tatsächlich noch eine Ferienwohnung mit zwei Schlafzimmern frei (geworden) ist. Wer also an seiner Reiseplanung noch Optimierungsmöglichkeiten sieht, der kann sich für die Übernachtung noch kurzfristig an die Fischerei wenden.

Die Strecke ist seit gestern markiert und dank der letzten beiden über Norddeutschland tobenden Stürme auch angenehm nah an unserem Anspruch an einem Trail. Es sind also wieder umgestürzte Bäume zu überwinden bzw. zu umrunden – Montonie für Kopf und Bein wird also nicht aufkommen:-) Apropos Monotonie: Diese haben wir ja durch unsere mehr als symbolische Streckenveränderung im nordwestlichen Teil auch auf das machbare Minimum gedrückt – doch unter Inkaufnahme deutlich  höherer administrativer und logistischer Aufwände. Zu unserem Fisch-Abend werden Hans-Werner und ich das mit Euch besprechen. Mit dem Blick nach vorn brauchen wir wieder Euer Feedback.

In der Fischerhütte bzw. der „Forelle“ wird es an den zwei Tagen wieder heiß hergehen. Das Personal hat mit der Bestuhlung experimentiert, wird auch den Vorraum mit einbeziehen und uns damit einige Plätze mehr bereitstellen können. Die Stimmung liefern wir:-)

Wer sich noch auf den letzten Drücker hin anmelden will, der sollte jetzt schnell zur (Wiederholungs-)Tat schreiten. Nachmelder sind bis Sonnabend 07:30 Uhr willkommen.

Kommt gesund nach Alt Schwerin!

Bis zum Wochenende,
Holger

Gesundes neues Jahr

Liebe Sportfreunde,

Bevor das Januar-Datum zweistellig zu werden droht, ist es höchste Eisenbahn für einen Neujahrsgruss: Euch und Euren Lieben alles Gute für 2020! ‎Bleibt Euren guten Vorsätzen treu, damit aktiv auf den Trails dieser Welt unterwegs und also fit und gesund – und dem FMT weiterhin wohl gewogen 🙂

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‎Ich hoffe, Ihr schaut alle auf ein in jeder Hinsicht erfolgreiches Jahr zurück und mit viel Spannung auf die nun vor Euch liegenden Läufe.

Drei Sportfreunde, die sich jetzt zur FMT-Winter-Edition angemeldet haben, berichteten mir voller Freude von ihren Startplätzen beim LUT 2020. Eine große Freude auch für mich, waren meine Zeilen aus dem letzten Jahr also hilfreiche Information und Motivation, diesen einzigartigen Trail selbst zu versuchen.

Wie Ihr wisst, habe ich ja mit dem Trail del Cinghiale aus 2018 noch eine Rechnung offen. Die Veranstalter haben mich offensichtlich weiterhin in ihrem Mail-Verteiler, so dass ich auch alle möglichen Informationen zum Lauf ‎in 2019 erhielt. Was soll ich sagen: Kein einziger Alemanne hat es auf den 90 Kilometern versucht! Dabei haben sie dankbarerweise die Strecke in einem sehr wichtigen Detail geändert. Der ursprünglich zum Schluss nochmals zu laufende 31-Kilometer-Streckenabschnitt mit Hardcore-Fango wird nur noch einmal gelaufen. Dafür wurde die Schleife im Südwesten deutlich vergrößert. Im Rückblick auf 2018 heisst das weniger Wildschwein-, doch dafür mehr Stachelschwein-Strecke:-)

Nun endlich zu unserem Lauf! Inzwischen sind wir bei 60 Anmeldungen. Für die Fisch-Fete sind noch sechs Plätze verfügbar. Wer dabei sein will, muss sich jetzt sputen.

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Beide Bilder hier sind korrekterweise aus Mecklenburg-Vorpommern und bei nicht wirklichem Badewetter im Februar und November letzten Jahres an bzw. auf der Ostsee entstanden. ‎Nun gut, zwei Stunden Strandlauf auf dem Fischland zur körperlichen und gedanklichen Erwärmung vorweg sind ausreichend, um dann durchaus Spaß am Hineinrennen ins frische Nass zu entwickeln 🙂

Freuen wir uns auf unseren 7. FMT am 22. Februar und sind wir gespannt, ob nach dem Lauf im Plauer See gebadet oder auf diesem geschlittert wird.

Beste Grüße, Holger

FMTler auf Reisen: 1. O-SEE Ultra Trail Race

Anfang Oktober prüfte ich, ob unsere beiden FMT-Ausschreibungen inzwischen ihren Weg in den DUV-Kalender gefunden haben. Bei der Gelegenheit warf ich auch einen Blick auf die Ausschreibungen im Herbst. Ein O-SEE Ultratrail mit Start und Ziel in Oybin machte mich neugierig.  Der Zittauer Gebirgslauf war für mich in den 80er Jahren der erste längere Kanten – damals noch über 40 Kilometer – mit einer Streckenführung durch das Zittauer Gebirge, die mich dauerhaft auf Landschaftslauf geprägt hat. Nun endlich ein „Ultra Trail Race“ (wollen wir hoffen, dass die einschlägigen Streithähne am Fusse des Mont Blanc hier nicht schon wieder Namensrechte verletzt sehen) über 50 Kilometer durch das Zittauer Gebirge, der seinem Namen wirklich gerecht wird. Veranstalter ist der O-SEE Sports e.V. gemeinsam mit der über den ZGL sehr erfahrenen HSG Turbine Zittau e.V.

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Ich erwischte einen der letzten Startplätze und fuhr mit Annette und unserem Enkelkind dann kurzerhand nach Oybin. Zum Pflichtprogramm im Zittauer Gebirge gehört selbstverständlich ein Besuch der Burg und Kloster-Anlage aus dem 14. Jahrhundert – unsere erste Unternehmung am Freitag vor dem Lauf. Nach reichlich Treppensteigen wurden wir mit vielen schönen Ausblicken in die Herbst-Landschaft des Zittauer Gebirges entlohnt und auch unser Enkelkind hatte beim Klettern über unendlich viele Steine und Treppen grenzenlosen Spaß. Wetter und Natur ließen mich mit Spannung einen Tag nach vorn schauen. 1800 Uhr dann Abholen der Startunterlagen und auch ein kurzer Schnack mit dem Veranstalter. Strahlende Gesichter, nachdem ich mit meiner Vermutung über den Namens-Ursprung des O-SEEs richtig gelegen habe – der Olbersdorfer See. In diesem und an dessen Ufern haben die Sportfreunde bereits in den Jahren davor einen einzigartigen Cross-Triathlon, die O-SEE Challenge, als überregionales Wettkampf-Highlight zum Fliegen gebracht. Fast zwangsläufig kam dann natürlich auch die Idee nach einem Ultratrail auf. Hier beschreibt Dr. Klaus „Benno“ Schwager, Vorstand des O-SEE Sports e.V., unter anderem auch diesen Findungsprozess.

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Am Sonnabend gab es am Start noch ein Wiedersehen mit Jan-Per König, Teilnehmer unseres Winter-FMTs in 2017. Wie viele andere Sportfreunde ging er mit Rucksack und Stöcken auf die Runde. In Anbetracht der acht VPs auf der Strecke und meines erfolgreichen Selbstversuchs zum Fishermans Moonshine Trail, die 51 Kilometer ohne jegliche Energiezufuhr abzuspulen (von den beiden Tellern Pasta vorweg einmal abgesehen), beließ ich es bei zwei Gel-Tütchen, die ich mir in die Lauf-Weste steckte. Stöcke?! Nachdem ich mich zum ersten Südthürigen-Trail an der geröllig fast senkrecht abfallenden schwarzen Piste darüber geärgert hatte, keine Stöcke mitgenommen zu haben, so hatte ich mich zum 3. STT über den Verbleib der schwarzen Piste gewundert und über die vergebliche Mitnahme der Stöcke geärgert. Wie man es also macht… Im Rückblick auf meine Runden durch das Zittauer Gebirge in frühen Jahren, in denen an solche Stöcke nicht einmal zu denken war, ließ ich sie daheim stehen, die 1940 Höhenmeter hin oder her.

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Bei idealem Herbstwetter um 0800 Uhr Start der 86 Teilnehmer. In einer großen Schleife vorbei an Lückendorf ging es hoch auf den Töpfer zum ersten VP – mit 582 Metern bei schönem Wetter ein idealer Ausblick weit in den Norden der Oberlausitz. Wir waren leider etwas zu früh oben, so dass die Sonne den Dunst der Nacht noch nicht abschliessend vertrieben hatte. Bei einem kurzen Gespräch mit den Sportfreunden am VP erfuhr ich noch, dass die 47. Ausgabe des Zittauer Gebirgslaufes im kommenden Jahr tatsächlich auch erstmalig eine 50-Kilometer-Distanz im Programm haben wird. Für die Trailrunning-Szene wirklich tolle Nachrichten aus dem sächsischem Dreiländer-Eck!

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Über Stock und Stein, Leitern und Steintreppen, vorbei an den Sandstein-Kletter-Highlights des Gebirges zog sich der Trail über Oybin Unterdorf, Johnsdorf und Walterdorf dann in einer großen Kurve hoch zur Lausche, mit 793 Metern höchster Berg in der Oberlausitz. Der bereits ordentlich mit Herbstlaub versehene und sehr schottrige Weg hoch und wieder runter zum nächsten VP hatte es wirklich in sich. Zum Glück war die Streckenführung so gut und eindeutig, dass man sich auf seine Mustererkennung „Stock-Stein-Laub“ konzentrieren konnte – nicht nur in diesem Streckenabschnitt eine Motorik-Schule vom Feinsten! Schöne Ausblicke kamen auf dem gesamten Lauf nicht zu kurz. Einige Male führten die Veranstalter die Sportler mit Verkehrs-Hütchen in Pendelstrecken raus auf einen solchen Ausblick – eine goldige Idee! Der südliche Teil der Strecke führt dann in weiten Zügen auf dem direkt dem Grenzverlauf folgenden Wanderweg über den Hochwald (750m) zurück nach Oybin. Wer auf diesem Weg die vielen tschechichen Wanderfreunde mit einem herzlichen „Ahoi“ grüßt, dem ist ein Lächeln gewiss.

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Ich bin begeistert von diesem Ultra Trail Race im besten Sinne! Ein Team mit viel Herzblut, dem man die Erfahrung in der Orga solcher Veranstaltungen anmerkt, und eine Streckenführung, die zum Besten gehört, was ich bei Läufen in einem Mittelgebirge kennengelernt habe. Mit Ausnahme eines nicht zu umgehenden 500-Meter-Stücks Radweg wird Asphalt und Beton gemieden, maximal überquert – Trail pur! Die Limitierung des Teilnehmerfeldes auf 100 Läufer sehe ich im Rückblick als einzigen Punkt, der eine Optimierung erfahren sollte:-)

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Von mir ein herzliches Dankeschön den Machern dieses Edel-Trail-Events!

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Kommt gesund durch den Herbst!

Holger

Rückblick 6. FMT -SE-

Liebe Sportfreunde,

unser zehnter Fishermanstrail und unser für dieses kleine Jubiläum aufgelegter Fishermans Moonshine Trail liegen nun bereits wieder eine Woche hinter uns – höchste Eisenbahn für ein Dankeschön für Eure Teilnahme und die gemeinsame Zeit am Plauer See. Es war sehr schön, etliche „Wiederholungstäter“ begrüßen zu können, ebenso wie Sportfreunde, die die Fahrt nach Alt Schwerin zum ersten, doch vermutlich nicht zum letzten Mal gemacht haben. Roberto Wolfer absolvierte seinen bereits neunten Fishermanstrail – wenn nicht ein Geschäftstermin in 2016 dazwischen gekommen wäre, hätte er jetzt tasächlich die komplette FMT-Medaillen-Sammlung an der Wand hängen. Doch auch Jens Hunhold und Bodo Matthes gehören mit ihren sieben bzw. sechs Teilnahmen zu den Läufern, für die die Umrundung des Plauer Sees nicht einfach ein Haken in ihrer Lauf-Sammlung ist.

Apropos Haken – alle Sportfreunde erreichten wieder unbeschadet das Ziel in Wendorf/ Alt-Schwerin und verdienten sich ihre farbenprächtige Finisher-Medaille mit Dreifach-Haken, bzw. Drilling, wie der erfahrene Fisherman sagt.

Mit Edel-Fischen wurden wieder unsere schnellsten Sportfreunde ausgezeichnet: Bei den Damen Katrin Grieger für den ersten Platz in einer Zeit von 5:19:31, gefolgt von Petra Berkath mit 5:51:00 und Vivien Rummler mit 6:55:34.

Bei den Herren ging der Sieg an Sören Michel von der LG DUV mit einer Zeit von 4:56:00. Ihm folgten auf Platz 2 Bernd Lehmann mit 5:04:11 und auf Platz 3 Michael Vanicek mit 5:09:23.

Besondere Erwähnung sollte sicher noch Sörens einzigartige Besohlung (von Beschuhung kann nicht wirklich die Rede sein;-)) finden. Vertreter dieser Träger-Zunft sollen nach sich hartnäckig haltenden Gerüchten mit diesem Schuhwerk trockenem Fusses ganze Seen im Nahen Osten überquert haben. Sören hingegen trugen diese Treter in genannter Bestzeit die 57 Kilometer um den Plauer See. Das Buch, in dem diese Leistung für die Nachwelt dokumentiert wird, muss nur noch geschrieben werden:-)

Doch das ist noch nicht die einzige Pioniertat, die von unserem Wochenende festzuhalten ist! Wir haben jetzt den ersten Sportfreund, der den Plauer See gleich zweimal nacheinander im Lauf umrundet hat – 108 Kilometer in 14:08:39! Jörn Seelig von der LG Mauerweg Berlin e.V. gelang dieses Novum.

Mit einigen weiteren Fans der Vollmond-Nachtstimmung am Plauer See startete Jörn um 22:00 Uhr beim Fishermans Moonshine Trail und stand nur kurze Zeit nach dem Zieleinlauf mit seiner Dunja am Start des klassischen Sommer-FMT. An Dunja auf diesem Wege noch ein Extra-Dankeschön für das Coaching und die Motivation von Jörn auf der dann wirklich nicht mehr ganz so einfachen zweiten Runde.

Auch beim Fishermans Moonshine Trail waren alle Gewinner! Das Wetter spielte bestens mit und bescherte uns neben einem perfekten Vollmond angenehme Temperaturen. Der moderate Wind kühlte nicht nur angenehm, sondern sorgte auf dem Wasser für leichte Wellen, die den Mondschein reflektierten und wunderschöne Bilder boten! Zwischen Lenz und Stuer gewannen wir auch ein ~90 Sekunden lang ausgetragenes Wettrennen gegen eine grössere Rotte Wildschweine. Diese waren so überrascht und verpeilt, dass sie eine ganze Weile vor und neben uns auf der Wasser-Seite liefen, bis sie sich dann doch mal sortiert hatten und ins Unterholz abdüsten. Stirnlampenlicht und lautes Klatschen in die Hände haben gereicht, um sie auf Abstand zu halten:-)  Nachdem wir Stock und Stein ab Plau hinter uns gelassen hatten, konnten wir die Stirnlampen ausmachen und hatten eine bombastische Sicht über ca. 500 Meter in die Mecklenburger Nacht.

Antje Knobloch als wiederholte Gewinnerin und Platzierte unserer FMTs gewann bei den Damen und einem nicht ganz so starken Feld an Mitbewerberinnen in 5:08:27. Bei den Herren schaffte es Sportfreund Schilder mit Ach und Krach in der gleichen Zeit ins Ziel. Platz 2 ging an Birger Bösel mit 5:45:00 und Platz 3 an Niels Kuschke mit 5:47:23. Wärmende Decken und heisser Tee, bereitgestellt von Doris Ludwig von der Fischerei, ließen uns die Zeit bis zum Finish aller Sportfreunde gut aushalten. Bei einem erfrischenden alkoholfreien Hefeweizen unterhielten wir uns dann über die soeben gemeinsam gemeisterte Nacht-Runde um den See und alle schwärmten über die Perfektion dieser Vollmondnacht. Nach der Siegerehrung war es dann auch höchste Zeit für eine Dusche und eine Stunde Ruhe, bevor es mit dem Tagesprogramm des FMT weiterging.

Der Moonshine Trail wird bis auf Weiteres Ausnahmecharakter haben, d.h. keinen festen Platz neben bzw. vor dem FMT bekommen. Sollte sich in den nächsten Jahren unser Orga-Team auf wundersame Weise vergrößern, kann das in diesem sicher erneut bewertet und entschieden werden. Runde Jubiläen unseres FMT wollen wir in jedem Fall auch in Zukunft ordentlich feiern.

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer und Sponsoren des Laufes:

  • Balzer Angelsportgeräte für die FMT-Multifunktions-Medaillen
  • Intersport Meier aus Jena
  • Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
  • Müritz-Sparkasse für die Unterstützung im Marketing
  • Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des VP2
  • Fischer Uwe für die Betreuung der VPs 1 und 3
  • Fischer Andreas für die Markierung der erneut geänderten Strecke und die Betreuung des VP4
  • Doris Ludwig und ihrer Tochter Christina für die Orga des Zieleinlaufes
  • Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Küche und Restaurant, die das Lauf-Wochenende auch gastronomisch immer wieder zu einem Highlight machten

Euch allen viel Spass und Erfolg auf den nun anstehenden Herbst-Trails!

Keep on running!

Hans-Werner und Holger

zum zehnten Mal: Fishermanstrail in Alt Schwerin

Liebe Sportfreunde,

am kommenden Wochenende treffen wir uns zum zehnten Mal am Plauer See – nun zu unserer Sommer-Edition des 6. Fishermanstrail.

Wie einige von Euch wissen, war die Terminfindung ein Kompromiss: Nicht zu nah am Müritz-Lauf dran und in unserem Urlaub vor Ort drin – und natürlich musste es noch kalendarischer Sommer mit Aussicht auf Vollmond sein…

Die Wetter-Statistik der bisherigen Läufe und auch der Ausblick der Wetterfrösche sollten uns optimistisch stimmen und uns schönes Lauf-Wetter bei nicht allzu heißen Temperaturen bringen.

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Letzte Woche informierte mich Christopher Buß, ein Sportfreund aus Mecklenburg, der jetzt mit uns seinen ersten Ultra auf heimischem Terrain laufen will, dass der von uns im Winter so liebevoll und vorsichtig belaufene Knüppeldamm auf dem Samoter Trail durch umgestürzte Bäume in die modrigen Jagdgründe geschickt wurde. Christopher sondierte dankenswerterweise gleich eine Alternative für den Streckenabschnitt, so dass uns am Wochenende keine weiteren Überraschungen einholen sollten. Weniger überraschend, mehr zwangsläufig, ist damit ein moderates Wachstum der Strecke auf 56,9 Kilometer verbunden. Hier die Zeugnisse seiner Scout-Tour um den Samoter See:

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Die Trailmap liegen im Download-Bereich und den neuen Track gibt es nun beim DUV.

Alle Sportfreunde, die mit mir am vergangenen Sonnabend auf dem 3. Südthüringentrail unterwegs gewesen sind, haben diesen Tag in schönster Thüringer Landschaft bei perfekter Lauf-Orga und mit sehr engagierten Betreuer-Teams an den VPs hoffentlich auch in bester Erinnerung behalten. Es gab tatsächlich auch Tee – nach für mich schmerzlichen Erfahrungen mit der nicht trinkbaren „Monokultur“ aus Wasser, Cola, Red Bull und Iso kürzlich in den Alpen gar nicht hoch genug zu schätzen  – und Bier (auf Nachfrage;-)). Hier der Gewinner auf der Heldentrail-Strecke, Frank Rothe, der mit 5:51:00 ins Ziel kam, als ich im Begriff war, auf meine zweite Runde zu gehen.

Das Medaillen-Basteln dann am Sonntag ging recht schnell von der Hand. Es wird einmalig bunte Medaillen geben, die das Zeug zu Sammlerstücken haben – dank der überschaubaren Teilnehmerschaft haben wir Lagerbestaende der bis 2017 produzierten 45-Gramm-Blinker von Balzer nutzen koennen. Ein magisches Farbspiel wird Euch im Ziel erwarten.

Bis Freitag beim Fischer!

Holger

 

FMTler auf Reisen: LUT

Nachdem Christian Obst vor längerer Zeit mein KoBoLT-Finish „episch“ fand, habe ich diese Bezeichnung gedanklich für mich übernommen, wenn es um längere Trails geht. Der Lavaredo Ultratrail, kurz LUT, gehört seit vergangenem Wochenende dazu. Roberto Wolfer und ich hatten mit unserer frühen Anmeldung im vergangenem Jahr Glück und bekamen zwei von den maximal 1900 Startplätzen. Am Donnerstagmorgen starteten wir nach Cortina d’Ampezzo, so dass wir bereits am frühen Nachmittag ankamen und nach Equipment-Check und Empfang der Startunterlagen noch reichlich Zeit für die Ausstellung im alten Olympiastadion hatten. Großartig Lust auf einen Spaziergang durch die Stadt kam bei den 38 Grad nicht auf, doch hatten wir ja auch noch den gesamten Freitag dafür Gelegenheit – der LUT startet erst 23:00 Uhr.

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So machten wir uns also erst einmal auf zu unserem Quartier, was sich auf 2000m befand, wo angenehm „kühle“ 29 Grad herrschten.

Am Freitag ging es dann nach dem Frühstück mit toller Dolomiten-Kulisse wieder runter nach Cortina. Dort fand gerade der Kinder-Lauf statt – alle Kinder strahlten mit ihrer (für alle vergebenen) Startnummer 1 und ließen sich die 39 Grad Außentemperatur nicht wirklich anmerken. Kleine Helden!

Uns jedoch wurde mit dem Ausblick auf die angekündigten anhaltend hohen Temperaturen für das Wochenende leicht mulmig. Doch Kuschen war keine Option, auch wenn es locker 20 Grad über der idealen Lauf-Temperatur waren.

Zwei Stunden später flüchteten wir wieder in die etwas kühleren Berge – Mittagessen, Packen und ein gepflegtes Schläfchen waren die nächsten Programmpunkte, bevor es zur Abgabe der Drop-Bags und zur Pasta-Party ins Olympiastadion ging. Auch danach blieb bis zum Start noch reichlich Zeit.

In einer Nebenstraße fanden wir ein paar Bänke mit hinreichendem Komfort für horizontale Ruhe und Meditation. Gegen 22:15 dann mit viel Respekt vor den vor uns liegenden Stunden und Kilometern ab auf den Marktplatz. Als kurz vor 23:00 Uhr die Vorstart-Linie geöffnet wurde, wurden Roberto und ich regelrecht auseinandergerissen. Läufer an Läufer gepresst, drückte sich das Feld nach vorn – bloß nicht irgendwo mit den Füßen hängenbleiben und mit irgendwelchen Stock-Spitzen Bekanntschaft schließen! Wir hatten unsere Falt-Stöcke noch verstaut und das war auch gut so.

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23:00 tobten dann 1816 Verrückte aus aller Welt los, auf den ersten Kilometern noch angefeuert von ihren Familien und Fans. Die Temperaturen waren deutlich erträglicher geworden und die ersten beiden Anstiege auf 1800 und 2100m versprachen weitere Kühlung. Tatsächlich war diese Nacht im Gebirge auf 2000-2500m ein Novum für uns. Wir kamen ohne die – zumindest für die Nacht übliche – zweite Wärmeschicht aus Ärmlingen, Windjacke und Handschuhen aus.

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Die sonst bitterkalte Zeit zum Sonnenaufgang war ein Genuss. Die am Lago di Misurina aufsteigende Frische tat ihr Übriges – einige Sportfreunde nutzten den Moment und legten auf den Bänken um den See eine Pause ein. Ich riss mich am Riemen und zog weiter, wollte Strecke machen, solange die Temperatur noch so erträglich war.

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Nach der Rifugio Lavaredo dann in der herrlichsten Morgensonne um die Drei Zinnen herum und ca. 1200 Höhenmeter wieder nach unten bis zum Drop-Bag-Point Kilometer 66 am Passo Cimbanche. Ohne Druck der Cut-Off-Zeit Gelegenheit für ein kurzes Nickerchen. 45 Minuten später ging es weiter, vom Lago Blanco hoch auf 2020m zum Forcella de Lerosa. Auf halber Strecke kam mir Lai Man entgegen, was nur einen Grund haben konnte: Sie wollte das Handtuch werfen und zurück zum VP. „No no no, you cannot resign after your journey around half the world and 50 kilometers left!!!“ Sie machte einen sehr unglücklichen Eindruck und klagte über ihren rebellierenden Magen-Darm-Trakt, mit dem sie schon eine Weile kämpfte. Auch wenn ich ihr Leiden sehr gut nachvollziehen konnte, stellte ich mir vor, wie bescheiden sie sich fühlen würde, wenn sie nach all der Vorbereitung und dem Reise-Aufwand mit ihrem DNF wieder in Hong-Kong ankommen würde. Also galt es, ihr Mut zuzusprechen, Salz-Kapsel und Magnesium-Kalium-Pellets zu verabreichen und auf den nächsten Kilometern etwas Beistand zu leisten. Ein durch und durch europäisch wirkender Sportfreund drehte sich zu uns um und bot in perfektem Chinesisch seine Hilfe an. Ich schaute auf seine Startnummer und sah, dass er aus Macau kam – was für ein internationales Starterfeld auf diesem LUT!

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Hinter dem Forcella de Lerosa gab es nun endlich auch ein paar ebene und schattige Abschnitte, so dass Lai Man meinem Rat folgend ausscherte und sich für 10-15 Minuten zum Reboot hinlegte. Die Rechnung ging auf – wir sahen uns an einem der folgenden VPs wieder, verloren uns dann aber doch aus den Augen. Ich freute mich sehr, sie später tatsächlich auf der Finisher-Liste wiederzufinden – im Hinblick auf den Trail del Cinghiale und die vom Hang gerettete Sportlerin (aus Cortina:-)) diesmal also gut investierte Zeit ohne Cut-Off-Nackenschmerzen!

Auch ein italienisches Pärchen konnte mich nicht wirklich aus der Fassung bringen: Sie laustark schnatternd ohne Punkt und Komma vorneweg und er mit kurzen trockenen Empfangsbestätigungen hinter ihr her. Alles und jeden abblockend, was/wer hinter ihnen mit der Hufe scharrte und vorbei wollte. Nicht auszudenken, wie schnell wir vorangekommen wären, wenn die Frau ihre Energie weniger in ihren italienisch naturgegebenen Redefluss als in ihre Vorwärtsbewegung investiert hätte. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich die Chance, ohne Gefahr für Leib und Leben an den beiden vorbeizuziehen.

Hitze ohne Ende: Bei jeder Gelegenheit tauchte ich die Unterarme ins Wasser und setzte mir einen klatschnassen Schlauchschal auf den Kopf – 15 Minuten später war er schon wieder trocken, doch leider noch kein neues Wasser in Sicht. Dann half nur eine Hand voll Wasser aus der Softflask über den Kopf.

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Die Laufstrecke im Flussbett des Travenanzes war mit den vielen Querungen angenehm erfrischend. Zwar verhinderte das Schotterbett ein zügiges Laufen, doch war es einfach toll, sich dauernd im Wasser abkühlen zu können. Die Vernunft sagte, dass das Wasser nicht tiefer als bis zum Knie, doch möglichst deutlich über die Knöchel gehen sollte. Letzteres war faktisch schon durch die Natur gesetzt und es war lustig zu erleben, wie anfänglich einige Sportfreunde vergeblich versuchten, trockenen Fußes rüberzukommen, indem sie große Steine ins Wasser bugsierten, um anschließend festzustellen, dass das Wasser trotzdem in die Schuhe lief. Andere Sportfreunde zogen vor bzw. nach den ersten Flussquerungen noch ihre Schuhe und Socken aus, um sie entweder trocken ans andere Ufer zu bringen bzw. sie danach wieder trocken zu bekommen. Nun ja, sie sollten bald gemerkt haben, dass diese Praktik nur Zeit kostet und in Anbetracht der noch vor ihnen liegenden weiteren Flussquerungen nichts bringen würde. Ich bin gleich unter Einsatz der Stöcke durch das Wasser „gemetert“, habe die Erfrischung genossen und etliche unschlüssig herumstehende Sportfreunde motiviert, es kurzerhand auch so zu wagen.

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Roberto schaffte die 121 Kilometer in extrem starken 23:07:09. Er empfing mich im dann schon deutlich ruhigeren Cortina d’Ampezzo nach 27:24:32 im Ziel.

Unser Fazit: Der LUT ist mit seinen 121 Kilometern ein Hammer-Lauf, den man nur einmal und nicht wieder macht. Es gibt vermutlich keine andere Option, zeitlich so kondensiert die Südtiroler Schönheiten aus allen denkbaren Perspektiven zu erleben wie bei diesem LUT. Doch der Trail hat es in sich! Stein und Geröll ohne Ende – bei einem meiner nahezu neuen Hokas riss ein Teil der Sohle ab.

Für all das Plagen und Genießen gab es für die Finisher der beiden langen Strecken eine Hardshell-Regenjacke von La Sportiva. Die Sportler auf der 48er Strecke erhielten eine sehr funktionale und sehenswerte Weste gleichfalls von La Sportiva.
Das Epische der Strecke lässt sich ganz gut mit diesem 43-Minuten-Clip eines polnischen Sportfreundes nachvollziehen.

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Stay on running und Euch und Euren Familien einen schönen Sommer!

Holger

Halbzeit

Liebe Sportfreunde,

in der Halbzeit zwischen unserer Winter- und Sommer-Edition nun wieder ein paar Zeilen.

Ich hoffe, Ihr seid alle gesund und mit viel Spass und Kondition auf den schönen Trails dieser Welt unterwegs! Zum Bleiloch-Ultra und zum Rennsteiglauf gab es ja bereits ein Wiedersehen mit einigen von Euch.

Und wenn nicht gerade Bleiloch-Ultra und Harzquerung auf den gleichen Tag gelegt worden wären, hätten sich sicher weitere Treffen ergeben. Schade, dass damit keine Teilnahme am HQ-Jubiläums-Lauf möglich war, doch toll, dass es die 40. Harzquerung nun überhaupt gegeben hat, nachdem die Wernigeröder Stadtverwaltung völlig ignorant mit den Organisatoren der HQ umgesprungen ist. Als grosser Fan der HQ mein Dankeschön an alle Sportfreunde der HQ-Orga, die die Flinte trotzdem nicht ins Korn geworfen und den Lauf mit viel Energie und Herzblut für uns alle gerettet haben!

In Eisenach gab es zur Kloß-Party und dann auch am Start reichlich Hallo mit FMT-Wiederholungstätern, wie den Sportfreunden von der LG Mauerweg Berlin.

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Auch unsere Jenenser Truppe war wieder mit am Start. Einzig Martin fehlt leider auf dem Bild, der für die 42km von Neuhaus gemeldet hatte.

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Unsere beiden Sieger-Damen der letzten FMT Winter-Edition, Marita Wahl und Antje Knobloch, schickten mir voller Stolz noch ein Bild von ihrem Run & Bike Neuzelle Wettkampf über 100 Kilometer. Mit sehr beachtenswerten  08:11 Stunden belegten sie vor einer Woche als Mannschaft „Fisherwomen“ den ersten Platz in der Wertung der Damen.

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Meine Gratulation auch noch einmal auf diesem Wege – und auch ein Dankeschön vom Fisherman für diesen gelungenen Mannschaftsnamen!

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Mit der Planung unseres kleinen Jubiläumslaufes – des zehnten FMTs – liegen wir gut im Rennen. Passend zu dieser runden Zahl überlegen Hans-Werner und ich, ob und wie wir für die Fischer-Fete nach dem Lauf mit einem Wildschwein am Spieß kulinarisch noch eine weitere Note setzen sollten. Aus Sicht von Hans-Werner bietet der September dafür recht gute Rahmenbedingungen. Lassen wir uns überraschen, was unser jagender Fischer mit seinen Mitarbeitern für unsere Gaumen zelebrieren wird.

Euch eine gute Zeit und bis bald in Alt Schwerin,

Holger

Rückblick 6. FMT -WE-

Liebe Freunde des Fishermanstrail,

ich hoffe, Ihr seid nach unserem FMT-Wochenende in bester Läufer-Stimmung und voller schöner Eindrücke in die neue Woche gestartet, die wir bei frühlingshaftem Wetter nun auch gleich wieder geschafft haben.

Für Eure Teilnahme und die vielen positiven Rückkopplungen zum Lauf und zur neuen Laufstrecke möchte ich mich auch im Namen von Hans-Werner ganz herzlich bei Euch bedanken.

Nicht ganz ohne Grund lauerten auf Euch im Ziel nicht nur Finisher-Medaille und –Tasse, sondern auch die Abfrage Eurer Vorliebe zur Streckenführung resp. –länge. Gibt es ein verlässlicheres Meinungsbild, als unmittelbar am Schluss aller Strapazen!? Ihr habt Euch per Steinwurf in das genehme Töpfchen entschieden! Mit über 90% hat sich die absolute Mehrheit für die neuen 56 Kilometer entschieden:

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Was gibt uns der neue Weg nach Karow nicht nur an schönem Panorama, sondern auch an Schatten speziell zu unserer Sommer-Edition. Hier unser Gewinner der Winter-Edition, Daniel Schröder vom SC Trebbin, kurz vor dem VP4.

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Eine Mehrheitsentscheidung, mit der wir uns in der weiteren Orga wohlfühlen und die bitte von den Sportfreunden mit der Vorliebe für die bisherige Strecke auch nicht ausgrenzend verstanden sein soll. Mir ist ein langjähriger FMT-Wiederholungstäter gegenwärtig, der während seiner philsosophisch-sportlichen Kurzbetrachtung zur Streckenführung lachend seinen Stein in das 51-km-Töpfchen warf – und sicher weiterhin seiner FMT-Wiederholungstäterschaft fröhnen wird:-)  Nun gut, auch für 51km-Fans gibt es eine Option, die Hans-Werner und ich in den nächsten Wochen noch planerisch in trockene Tücher bringen müssen…

Eine neues Strecke mit damit initialen, doch definitiv phänomänalen Zeiten: Daniel schaffte die 56 Kilometer in 03:57:00 – klar, dass man sich mit einer so einer klasse Zeit im Ziel erst einmal auf den Stufen des Restaurants ausruhen kann:-)

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Frederic Werner, Organisator des Schweriner Seen-Trails und vom TriSport Schwerin e.V., folgte auf Platz 2 mit 04:10:27 und Stefan Kühlberg mit 04:28:05 auf Platz 3.

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Die Damen überzeugten auf Platz 1 und 2 mit einer grandiosen Team-Leistung: Antje Knobloch erreichte Hand in Hand mit Marita Wahl, beide vom Rennsteiglaufverein, in 05:05:30 das Ziel, gefolgt von der Gewinnerin unseres letzten Sommer-FMT, Sandra Otto vom TSG Markkleeberg, auf Platz 3 in 05:09:00.

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Den Gewinnern, Platzierten und allen Finishern Gratulation zur erfolgreich gelaufenen Seen-Umrundung!

Unseren FMT-Finishern Thomas und Jörg auch eine Extra-Gratulation zum gelungenen Anbaden im Plauer See, der uns am Sonntag nach dem Lauf doch tatsächlich mit einer über Nacht gewachsenen Eisschicht überraschte.

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer und Sponsoren des Laufes:

  • Balzer Angelsportgeräte für die FMT-Multifunktions-Medaillen (FMT-MFM:-))
  • Intersport Meier aus Jena
  • Kewitsch & P. Getränke für die im Ziel bereitgestellten Getränke
  • Flora-Apotheke aus Jena für die Stärkung der Läufer mit Magnesium-Citrat
  • Müritz-Sparkasse für die Unterstützung im Marketing
  • Fischer Harald Hagemeister aka Mütze für die Betreuung des VP2
  • Fischer Uwe für die Betreuung des VP3
  • Fischer Jochen für die Betreuung des VP4
  • Doris Ludwig und meiner Annette für die Orga des Zieleinlaufes
  • Hans-Werner und Fischer Andreas für die Markierung der neuen Strecke, die Orga vor Ort und das Management am VP1 sowie
  • Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Küche und Restaurant, die das Lauf-Wochenende auch gastronomisch immer wieder zu einem Highlight machten

Nun lassen wir erst einmal die vielen Erinnerungen an das FMT-Wochenende ein paar Tage setzen und stürzen uns dann in Planung und Umsetzung des noch jungen Lauf-Jahres.

Keep on running!

Holger

17°C im Winter – Zeit und Härte zum Anbaden!?

Liebe Sportfreunde,

Eure Vorbereitung auf den Winter-FMT ist inzwischen abgeschlossen und ich hoffe, ihr seid jedem möglichen Infekt erfolgreich davongelaufen. Auch unsere Organisation liegt gut im Rennen: Die Finisher-Shirts und -Tassen sind in Alt Schwerin angekommen, die 80 Startplätze komplett vergeben und die Medaillen in liebevoller Manufaktur-Arbeit gefertigt.

Über die Anmeldungen etlicher FMT-Neulinge habe ich mich ebenso gefreut wie über die vielen „Wiederholungstäter“. Roberto Wolfer wird mit seiner achten Teilnahme erneut an den Start gehen. Auch unsere FMT-Gewinner Antje Knobloch und Uwe Laenger sind wieder mit dabei. Weitere  starke Läuferinnen und Läufer werden es ihnen sicher nicht leicht machen. Es gilt schließlich, auf unserer neuen und noch experimentellen 56km-Runde Geschwindigkeits-„Duftspuren“ zu setzen! Besonders erfreulich sind  auch  die Anmeldungen von Sportfreunden mit etwas weiterer Anreise, wie André Madejczyk aus Schweden und Charley Mann aus Neuseeland – nun gut, Charley kommt momentan logistisch etwas vereinfacht aus Berlin:-)

Hans-Werner und ich werden mit 80 Läufern die Grenzen des Machbaren ausloten. Die Fisch-Fete ist restlos ausgebucht und selbstverständlich wird es auch bei unserer großen Läuferfamilie und den vielen Marketendern am Vorabend in der „Forelle“ heiß hergehen. Die hier so entspannt dreinblickenden Hechte werden dann vermutlich vor Erstaunen ihre Mäuler noch weiter aufreißen:-)

Diese gleichfalls sehr an unseren reizenden Medaillen interessierten Jäger‎ habe ich Ende November letzten Jahres auf einem Zwischenstopp bei Hans-Werner auf dem Weg zur Ostsee abgelichtet. Am nächsten Morgen sollte es zum Angeln auf die Ostsee gehen und der Weg aus Thüringen schon etwas verkürzt sein. Nach Hecht-Foto und einem leckeren Fisch-Essen ging es dann noch auf eine nächtliche Runde um den Plauer See, die neben etlichen umgestürzten Bäumen auch ein geschlossenens Tor an einem Campingplatz auf der Ostseite zu bieten hatte. Ein Spaß, das alles zu überwinden – Erinnerungen an die Zeit als junger (tarn-)grüner Hüpfer auf der NVA-Sturmbahn taten ihr übriges. Auch die spätherbstliche Fauna war durchaus sehenswert: Wildschweine, die wie Kanonenkugeln davonrasten, Rehe, die in aller Seelenruhe durch Plau am See spazierten, Igel ohne Einsicht in die gebotene Winterruhe und selbst Mäuse und eine dicke Unke waren auf der Strecke unterwegs. Den Pendelweg zu Mütze habe ich mir geschenkt und von Quetzin bis Alt Schwerin bin ich auf der bisherigen 51km-Strecke geblieben. Ich wollte den sternenklaren Nachthimmel mit aufgehendem Mond auch bei bester Sicht nach oben genießen. Später schrieb mir Heike Pawzik  im Zusammenhang mit ihrer Anmeldung, dass sie tatsächlich am gleichen Tag ebenfalls eine Trainingsrunde um den Plauer See gedreht hat – leider haben wir uns knapp verpasst. Nun werden wir uns in einer Woche persönlich kennenlernen.

Zur „neuen“ Strecke: Die bisherige Schlüsselstelle des Laufs, der Beginn der Pendelstrecke zu Mütze, bekommt nun Gesellschaft in Form des Kilometers 41,6, an welchem Ihr StVO-konform die B103 zu überqueren und den neuen Weg über Karow und den Samother Trail unter die Füße zu nehmen habt. Carsten Stephan hat uns im Herbst letzten Jahres als Strecken-Scout beim Ausloten des Machbaren in der Minimierung der Asphalt-Kilometer hervorragend unterstützt und unter anderem dieses Bild des abzweigenden Feldweges beigesteuert.

Hans-Werner wird den Punkt der Straßenüberquerung farblich gut markieren, doch wird es keinen Streckenposten geben! Achtet also bitte auf den Tacho-Stand Eurer schlauen Uhren und auf Markierungen am Radweg! Ökologisch korrekt seid Ihr auf der sicheren Seite, wenn Ihr die Trailmap aus dem Download-Bereich auf Euer smartes Phone herunterladet und diesen Link mit dem Track öffnen könnt (und einen Netz-Provider mit D-Netz habt…): http://statistik.d-u-v.org/show_map.php?event=51024

Selbstverständlich solltet Ihr den gleichfalls im Download-Bereich verfügbaren Track auf ein Gerät Eurer Wahl laden, das Euch dann sicher die 56 Kilometer um den See führen wird.

Allen Sportfreunden, welche erst am Sonnabend anreisen werden, empfehle ich, die Streckenbeschreibung in Wort und Bild durchzusehen. Im Ergebnis sollten keine Fragen zur Strecke mehr offen sein. Nun gut, bis auf die eine: Werden die im Winter umgestürzten Bäume noch auf der Strecke liegen? Wir werden es erfahren:-)

Für das Wochenende wünsche ich Euch allen viel Spaß auf Euren Trainingsrunden mit kurzen Lauf-Klamotten im vorgezogenen Frühling!

Bis zum Fisherman beim Fischer in Alt Schwerin,

Holger

Weihnachtsgruss


Liebe Sportfreunde,

die letzte Trail-Runde vor den Feiertagen und die Bescherung sind geschafft – nun wird gefeiert und entspannt.

Hinter uns liegt ein Lauf-Jahr, welches wettertechnisch kaum zu toppen ist und in dem auch unsere zwei FMTs ihren „Platz an der Sonne“ hatten. Der Winter bot uns bei bestem Sonnenschein knackige Minusgrade und im Sommer hatten viele FMTler zwischen Lauf und Fisch-Essen noch ein Bad in der Sonne und im Plauer See genossen.

Bester Sonnenschein und knackige Minusgrade waren auch die Parameter, unter denen unser Weihnachts-Bild auf der FMT-Seite entstanden ist. 2013 hatte ich erstmals von der Brocken-Challenge erfahren, doch keinen Startplatz mehr bekommen. So wollte ich wenigstens zum Brocken hochwandern und die Läufer begrüßen. Bei minus 15-16 Grad gab es viele schöne Momente des Wiedersehens mit Sportfreunden und Motive, die die Natur  bei diesem Wetter bot.

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Etwas wärmer war es im Harz, als ich diesen kleinen Kerl im Herbst dieses Jahres  auf Augenhöhe knipste. Er war aufgrund der kühlen Temperaturen schon etwas ungelenk auf dem Waldweg unterwegs, machte aber mit seiner schönen Maserung zum Glück hinreichend auf sich aufmerksam, so dass ihm kein Trail-Schuh zu nahe kam. Mein erster Feuersalamander in diesen nördlichen Breiten.

Apropos Breitengrade und ihr besonderer Reiz: Wer Ende November noch auf der Jagd nach fünf Punkten ist und keinen Startplatz beim KoBoLT bekommen hat, dem sei der Trail del Cinghiale in Italien ans Herz gelegt. Unter dem Motto „FMTler auf Reisen“ haben Birger Boesel, Antje Knobloch und ich es gewagt und sind mit dem Flieger nach Bologna und von dort mit dem Mietwagen zum Start-Ort Palazzuolo sul Senio gefahren. Wir waren die einzigen Alemannen, kamen aber in Englisch bei Anmeldung und Check der Pflichtausrüstung gut klar. Am nächsten Morgen ging es um 0500 Uhr auf die 92km Strecke. Nach ein paar Kilometern über einen befestigten Weg wurde klar, woher der Lauf seinen Namen hat – die Landschaft zwischen 300 und knapp 1000 Höhenmetern war mit ihrem unendlichen Bestand an Esskastanien und Eichen und einem lehmigen Boden ein Paradies für Wildschweine. Der seit Tagen anhaltende Regen machte den Trail für uns zu einer einmaligen Erfahrung, die man wahrscheinlich sonst nur auf Parcours-Rennen wie Getting Tough etc. sammeln kann. Wir eierten mehr oder weniger bei jedem Schritt wie Pinguine auf dem Eis, nur dass es sich eben um glibberigen Modder, Schlamm – von den Italienern liebevoll Fango genannt – handelte. Gleichgültig wie gewaltig die Stollen an den Trailrunning-Schuhen waren, wir drehten Pirouetten, rutschten ohne Ende und landeten schließlich auch im Matsch.  Auf den ersten Kilometern freute ich mich, dass auf den besonders modderigen Streckenabschnitten so wenig Esskastanien standen. Deren stachelige Fruchtstände mahnten uns bei jedem Schritt, besser in der Vertikalen zu bleiben. Doch es dauerte nicht lange und ich trat auf Esskastanien-Blätter, die ein Modder-Loch verdeckten und mir zum ersten von zwei weiteren Schlammbädern während des Wildschweinlaufs verhalfen. Nach dem zweiten Schlammbad fand sich am nächsten VP zum Glück ein Haus mit gebrochener Dachrinne, unter der ich eine reinigende Dusche nahm – bei Temperaturen um 8 Grad und der Aussicht, mit sauberen Händen und ohne Ganzkörper-Schlammpackung laufen zu können, ein wirklich gutes Gefühl. Vor mir der nächste mit Esskastanien bestandene Modder-Hang, an dem eine Läuferin auf allen Vieren und – zu meinem Erstaunen – ohne Sticks  versuchte, nicht weiter herunter zu rutschen.‎ Mit einem Stick zog ich sie wieder nach oben. Meine gute Erziehung gebot, dass ich ihr diesen für das sich noch eine Weile so hinziehende Profil überließ, doch war mir auch klar, dass das jetzt nicht die Lösung für die noch vor uns liegen Kilometer sein kann. Also suchte ich ihr im Unterholz einen Stock zum Tausch und zog davon.
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Unendlich viel Schlamm und Esskastanien-Schalen ließen mich den Boden mit großem Respekt beäugen – und erneut staunen: Über einige Kilometer verteilt fand ich eine Hand voll Stachelschwein-Stacheln. Stachelschweine in den italienischen Apenninen hätte ich nicht erwartet und die Vorstellung, irgendwo im Dunklen wegzurutschen und auf dieser Schmierseife voller Tempo auf so ein Tier mit vor Schreck aufgestelltem Stachel-Kleid zu schlittern, erhöhte noch ein wenig den Thrill-Faktor dieser Rutsch-Partie.

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Die dritte Schlamm-Pirouette dann in der Dunkelheit des Abends. Die Stirnlampe rutschte vom Kopf, blieb aber zum Glück an und funktionsfähig. Keine schöne Vorstellung, mit schlammigen Händen aus dem  schlammverkrusteten Rucksack die Reserve-Lampe herauspolken zu müssen. Unten im Tal wartete schon die Bergwacht mit dem Wasserschlauch zum zweiten Schlammbefreiungs-Bad. Alles Herausforderungen auf kleinem Niveau, wie sich im Ziel herausstellte:) Antje und Birger berichteten, dass sie beide jeweils ca. 20 Stürze ‎“sammelten“, Birger auch einmal kinoreif ein paar Meter auf einem schlammigen Hang Schwung nahm, um dann in einem großen Esskastanien-Laub-Haufen zu landen.

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Nach 77,7km war „Schluss mit lustig“ – ein Streckenposten machte in unmissverständlichem Italienisch klar, dass die Rennleitung den Lauf „abbricht“. Es gab einen Unfall an einer Bach-Durchquerung, der die Bergwacht noch beschäftigte und der aufkommende Nebel bereitete dem Veranstalter zusätzlich Sorge. Nun ja, Nebel bei „normalen“ Trails mag ein Problem sein, nicht aber bei dieser von vielen Trailrunning-Schuhen markierten Modder-Piste. Wir waren alle pappensatt über diese Entscheidung, hatten wir doch noch 4:15h bis zur Cut-Off-Zeit. ‎Die vielen italienischen Sportfreunde machten sich in der ihnen eigenen ‎Redegewaltigkeit und Lautstärke Luft , doch ließen sich die Streckenposten auch davon nicht beeindrucken. Am liebsten hätte ich dem Entscheider ein, zwei der mitgenommenen Stachelschwein-Stacheln „appliziert“.

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Ca. eine ‎Stunde später waren wir unfreiwillig komfortabel und schnell wieder im Ziel. Der Orga-Chef erklärte nochmals die Beweggründe für seine Entscheidung, doch änderte das alles nichts an unserer Verfassung. Nun gut, so blieb jede Menge Zeit, die Schuhe, Kleidung und Ausrüstung vom Schlamm zu befreien, bis es an der Zeit war, Antje und Birger im Ziel zu empfangen. Beide kamen dann mit 19:17h ins Ziel – Antje wurde damit in der Gesamtwertung der Damen Zweite. Auf der Rückfahrt zur Ferienwohnung und während unserer dort um halb drei veranstalteten Pasta-Party tauschten wir uns ohne Unterlass zu dieser für uns alle neuen Grenzwert-Erfahrung aus. Am Morgen ging es dann schon wieder zurück nach Bologna. Was bleibt neben den doch recht schmerzenden, weil fehlenden fünf Punkten? Der Lauf war in seiner Gesamtheit einzigartig und auch einmalig fordernd (bei 69 Finishern 85 DNFler). Zwar bin ich noch immer über die Entscheidung des Veranstalters verärgert, doch ist es nicht mehr zu ändern – und es bleiben tatsächlich jede Menge einzigartige Erlebnisse von dieser Reise, dass ich es doch irgendwann noch einmal wissen will, wie es sich zum Wildschweinlauf auf den Marktplatz von Palazzuolo sul Senio ins Ziel laufen und die Ziel-Glocke schlagen lässt. Birger fand auf youtube noch diesen Clip vom Lauf: https://www.youtube.com/watch?v=WCehrvPLaLE

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Wir sehen uns am 23. Februar beim Fisherman in Alt Schwerin!

Holger

etwas Farbe

zum Beginn der trüben Jahreszeit mit diesen Zeilen:

Im Rückblick hat uns die Natur natürlich mit fantastischem Wetter und vielen tollen Motiven beschenkt, die wir für uns ganz persönlich in der Erinnerung abgespeichert haben und deren fotografisches Festhalten selten bis nie die Schönheit des Augenblicks wiedergibt, bestenfalls erahnen lässt.

Am Sonntag schickte uns unsere Conny einige Ausflugs-Bilder von der Saale rund um Schloss Burgk herum – ein Gedicht. Viele von Euch werden diese Ecke im Thüringer Schiefergebirge vom Bleiloch-Ultra her kennen. Allen anderen kann ich nur empfehlen, sich dieses Natur-Kleinod einmal persönlich anzuschauen – spätestens zum nächsten Bleiloch-Ultra im kommenden Frühjahr.

Ja, die Berge sind bei schönstem Wetter natürlich auch auf den kürzeren Distanzen ein Genuss. Felix Dreisow hatte zum 42. Kernberglauf über die 27 km so viel Energie in Reserve, dass er neben fantastischen 1:55:51 noch diesen Zeitraffer-Clip vom Lauf vorlegen konnte: https://www.youtube.com/watch?v=CSCMLxxUR8Y

Von Martin erfuhr ich vor einigen Wochen, dass der von uns zuletzt 2011 gelaufene Saale-Rennsteig-Lauf nun letztmalig veranstaltet wird. In Anbetracht des tollen Wetters meldete ich mich deshalb umgehend an. Der Lauf  war wieder super organisiert. Die optisch immer tolle Strecke führt hoch auf den Rennsteig nach Schmiedefeld, „nur“ Namensvetter des Rennsteiglauf-Schmiedefelds, aber mindestens genauso schön. Etwas Wehmut lief auch mit: Diese 1A-Orga und so eine schöne Strecke haben es nicht vermocht, genügend Sportfreunde für den Lauf zu mobilisieren, dass sich der Aufwand aus Sicht der Veranstalter lohnt – wirklich schade! Auch Sigrid Eichner hat es sich nicht nehmen lassen, für diesen Marathon aus Berlin anzureisen. Bilder von ihrem Zieleinlauf und ihrer Auszeichnung als  Altersklassen-Siegerin findet Ihr hier. Einen Bericht zum Lauf von Jens Panse gibt es hier.

Die von mir hier beigesteuerte Bilder-Farbe kommt aus dem schönen Brandenburger Land, festgehalten während eines verlängerten Wochenendes an der Schmölde und speziell auf einer wunderbaren Trail-Runde zur Dahme.

Doch nun zu den Planungen für unseren FMT: Die Strecke ist jetzt für den Winter fix! Carsten Stephan, Sieger unserer Sommer-Edition in diesem Jahr, hat auf meine Bitte hin  Anfang Oktober um den Plauer See noch eine weitere Optimierung der Streckenführung ausgetestet. Ca. 800 m Radweg sollten möglichst gegen Trail getauscht werden – doch es wurde nur Train bzw. Railway;-)

Das heißt, wir bleiben exakt bei der 56km-Strecke, wie beschrieben! Die Sportfreunde vom DUV haben bereits den gpx-Track erhalten, sicher wird dieser dann in den nächsten Tagen auch online sein und von mir noch verlinkt werden.

Die Anmeldung zur Winter-Edition schreitet gut voran und besonders freut es mich, dass die Damen zahlreicher vertreten sind, als es bei Ultra und Trail sonst die Regel ist.

Ich sage an dieser Stelle: Weiter so:-)

Liebe Grüße,
Holger

Unsere Strecke zum 6. FMT -WE-

Liebe Sportfreunde,

allen, die an der Umfrage teilgenommen haben, vielen Dank dafür!

Mein besonderer Dank gehtan alle, die ihre Meinung in der Kommentarfunktion auch in der großen Läuferrunde vertreten haben! Hervorheben möchte ich Bodo, der mich nach dem Zieleinlauf zum Ottonenlauf noch auf unser von ihm nicht ganz so begeistert aufgenommenes Planspiel angesprochen hat. Wie bereits unterstrichen: Uns ist daran gelegen, den Genussfaktor des Laufes für alle Trailrunner weiter zu verbessern. Die individuelle Wertung und Wichtung der diskutierten Rahmenparameter manifestiert sich in Euren Kommentaren – Eure Präferenz für das weitere Vorgehen in den Abstimmungsergebnissen:-)

Teilnehmer: 42

davon für

  • Beibehaltung der 51 km: 9
  • Test der 56 km zum 6. FMT -WE- : 25
  • generellen Wechsel auf die 56 km: 8

Anonymisiert findet Ihr diese rechts – Transparenz muss schon sein…

Hans-Werner und ich, wir sehen das mit qualifizierter Mehrheit erreichte Abstimmungsergebnis als Mandat, Euch im Winter auf die 56km-Runde zu schicken. Erste Gespräche dazu sind bereits geführt, weitere werden folgen und vermutlich werden wir auch im neuen Streckenbereich eine ökologisch korrekte Markierung hinbekommen. Eure Rückkopplungen aus dem Winter sind dann die Basis für die Festlegung der Strecke für den Sommer-FMT.

Auf keinen Fall wollen wir mit dieser Entscheidung die bisherige Strecke komplett hinter uns lassen. Es gibt Jahres- und Tageszeiten, zu denen diese durchaus ihren ganz speziellen Reiz ausspielen kann – einige von Euch sind bereits im Bilde:-)

Doch nun freuen wir uns erst einmal auf die vor uns liegenden Läufe und Wiedersehen mit Euch – allerspätestens am 22./23. Februar zum nächsten Fishermanstrail in Alt Schwerin!

Viele Grüße, Holger